28.08.2013 rss_feed

Bisherige Vorstellungen über den Methan-Kreislauf gehören auf den Müll

idw - Methan entsteht in der Natur überall dort, wo Biomasse unter Abschluss von Sauerstoff abgebaut wird – zum Beispiel in Sümpfen oder bestimmten Meeressedimenten. Eine aktuelle Studie eines Forscherteam der Universität Bern, des Alfred-Wegener-Instituts in Deutschland und der Pennsylvania State University in den USA zeigt, dass sich auch die Ökosysteme selbst, die Methan in den Tropen emittieren, aufgrund des Klimas und des atmosphärischen CO2-Gehalts im Verlauf der letzten 160'000 Jahre stark veränderten. So ist in den Tropen vermutlich vor allem saisonal überschwemmtes Grasland in kalten Zeiten für die Methanemission verantwortlich, während in warmen Zeiten bewaldete, permanente Feuchtgebiete wichtiger sind.

Bei den Forschern ist grundsätzlich ein Umdenken festzustellen, auch was den Klimaeffekt von Methan anbelangt. Vielleicht setzt sich auch allmählich die Einsicht durch, dass Treibhausgase aus erneuerbaren Energien (z.B. Futterpflanzen) nicht vergleichbar sind mit jenen aus fossilen Energiequellenn? Bei der Bewerbung von Biomasseanlagen und Kleinfeuerungsanlagen jedenfalls werden nachwassende Rohstoffe vom Umweltministerium gelobt und sogar subventioniert.

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