Eigener Darmrezeptor begünstigt Fleischesser
Die Eisenversorgung der Bevölkerung ist auch heute noch durchaus als kritisch zu bezeichnen, besonders bei Kindern, Jugendlichen und menstruierenden Frauen, informiert der PD Dr. med.Dr. rer. nat. Peter Nielsen auf seiner Internetseite Eiseninfo.de.
Bereits leichte Eisenmangelzustände haben möglicherweise negative Auswirkungen bei Heranwachsenden. Fleisch spielt für eine ausgewogene Eisenversorgung eine besondere Rolle, weil
- der absolute Eisengehalt von Fleisch relativ hoch ist,
- das Häm-Fe des Fleisches besonders gut bioverfügbar ist,
- Hemmstoffe (z.B. Tannate in Tee) die Fleisch-Fe-Absorption nicht stören,
- Protein aus Fleisch auch die nicht-Häm-Fe-Absorption steigert
In den Risikogruppen für Eisenmangel (z.B. Kinder und Jugendlichen im starken Wachstum) ist eine ausreichende Versorgung mit Eisen aus einer rein vegetarischen Kost auf Dauer zwar möglich aber problematisch.
Eisen in Fleisch, Fisch, Geflügel liegt vorwiegend gebunden in den Proteinen Myo- und Hämoglobin vor. Für diese Form des Nahrungseisen hat die Evolution einen eigenen Rezeptor in der Bürstensaummembran der Darmzelle entwickelt. Dieser spezifische Aufnahmeweg und die Tatsache, dass diesesHäm-Eisen
in dem für freies Eisen sehr ungünstigem Milieu des Darmlumens geschützt vorliegt, sorgen dafür, dass Fleisch-Eisen sehr gut aufgenommen wird.
Eisenmangel
Es wird diskutiert, dass ein Eisenmangel auch ohne Anämie:
(i) bei Heranwachsenden negative Auswirkungen auf kognitive Gehirnfunktionen haben kann,
(ii) eine hochregulierte Eisenabsorption im Eisenmangel auch beim Menschen zu einer vermehrten Absorption von toxischen Schwermetallen wie Blei und Cadmium führt, die teilweise bereits in kritischen Konzentrationen in der Nahrungskette vorhanden sind.
Eisenüberversorgung
Die Eisenüberladung ist eine weniger häufige Störung der ausgewogenen Eisenbilanz als der Eisenmangel, heißt es auf der Internetseite des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf.Da es keinen Ausscheidemechanismus für überschüssiges Eisen gibt, muß eine signifikante Erhöhung der intestinalen Eisenabsorption oder eine parenterale Eisengabe mittel- und langfristig zu einer Erhöhung des Gesamtkörpereisens führen."
Eiseninfoentstand auf der Basis langjährigen Arbeit und Erfahrung in der Eisenstoffwechselambulanz des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf



Weitere "Eiseninformationen"
Aktuelles...
Teilen