In rund 76 Prozent aller ferkelerzeugenden Betriebe in Deutschland ist der Erreger der Ferkelkokzidiose
Isospora suisnachweisbar. Das ist das Ergebnis einer von der Bayer Vital GmbH ausgewerteten Studie in 180 deutschen Tierarztpraxen, in deren Verlauf mehr als 1.700 Proben ausgewertet wurden.
18 Monate nach Einführung des Kokzidiosemittels
(Quelle)
Baycox 5%mit dem neu entwickelten Wirkstoff Toltrazuril weist der Hersteller in einem Pressegespräch während der Eurotier-Messe in Hannover darauf hin, dass der Durchfall-Erreger
Isospora suisweithin unterschätzt und ohne Diagnose nur schwer identifiziert wird. Die Bayer Vital GmbH Bayer unterstützt die Landwirte und Tierärzte deshalb auch weiterhin mit einem Diagnosekit.
Die neue Praxisstudie macht deutlich, dass die Hygienestandards insbesondere in größeren besser als in ‚kleinen` Betrieben sind, verdeutlicht Andreas Cohnen, Produktmanager Nutztiere bei der Bayer Vital GmbH. Jedoch hätten fast alle Betriebe in der 2. und 3. Lebenswoche der Ferkel Probleme mit Durchfall. Dabei habe die Beschaffenheit des Stallbodens einen entscheidenden Einfluss. Betriebe mit Stroheinstreu hätten deutlich mehr Durchfallprobleme als Betriebe mit Vollspaltenböden. In der letztgenannten Haltungsform seien deshalb deutlich weniger Arzneimittel notwendig.
Hygienemaßnahmen sind eine wichtige Voraussetzung, um Ferkelkokzidiose dauerhaft zu bekämpfen, macht Cohnen deutlich. Daher sei das effektive Hygienemanagement einschließlich der Reinigung und Desinfektion unverzichtbar. Der Einsatz eines wirksamen Tierarzneimittels sei als integrierter Bestandteil einer verantwortlichen Tierhaltung jedoch ebenfalls erforderlich, um dauerhaft in einem Stall die Verbreitung der Kokzidiose zu stoppen. Der Gewichtszuwachs, der offensichtlich bessere Gesundheitszustand und der daraus resultierende finanzielle Nutzen belegten die Notwendigkeit einer vorsorglichen Behandlung der Ferkel am dritten bis fünften Lebenstag.
(Quelle)



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