08.07.2016 rss_feed

GVO: Positivkennzeichnung in den USA

transgen - In den USA wird es wohl nun doch eine Kennzeichnung für Gentechnik-Lebensmittel geben. Entsprechende Hinweise können über Barcodes auf den Produkten oder Telefon-Hotlines geliefert werden. Das hat der US-Senat in dieser Woche beschlossen - ein Meilenstein für die Agro-Biotechnologie, so das Magazin Agri-Pulse. Sowohl die großen Landwirtschafts-Verbände als auch der Bio-Handel begrüßten den ausgehandelten Kompromiss. Ausdrücklich ausgenommen sind Pflanzen, die mit Hilfe neuer Züchtungstechniken wie Genome Editing oder CRISPR-Cas erzeugt wurden.

Anm. der Red.: Wenn man diese Kennzeichnung, gegen die sich Politik und NGOs mit Händen und Füßen wehren, auf Deutschland übertragen würde, müsste neu über ohne Gentechnik diskutiert werden - und es würde sehr schnell deutlich, dass es solche Lebensmittel in Deutschland nicht gibt. . So gibt es für den von der EU eingeführten willkürlichen Grenzwert für eine Kennzeichnungspflicht ab 0,9 Prozent gentechnisch veränderte Bestandteile keinerlei wissenschaftliche oder sonstige Rechtfertigung. Warum sollte ein Lebensmittel mit 0,8 Prozent gentechnischer Beimischung anders behandelt werden als eins mit 1,0 Prozent gentechnischem Anteil? Dieser Frage müsste sich Europa übrigens auch bei Verabschiedung des Handelsabkommens TTIP stellen. Und daran ist vielen TTIP-Gegnern nicht gelegen.

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