Aktuelles02.06.2017
EFSA-Gutachten zum Schlachten trächtiger TiereDas Gremium für Tiergesundheit und Tierschutz (AHAW) der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat sich in seinem neuesten wissenschaftliches Gutachten mit der Schlachtung tragender Tiere beschäftigt. Die Experten kamen zu dem Ergebnis, dass Föten verschiedener Nutztierarten (Milchkühe, Fleischrinder, Schweine, Pferde, Schafe und Ziegen) in den ersten zwei Dritteln der Tragezeit keine Schmerzen empfinden, weil die dafür erforderlichen physischen und neurologischen Strukturen noch nicht vorhanden sind. Im Hinblick auf den vielfach als besonders kritisch angesehenen Zeitraum des letzten Drittels der Trächtigkeit halten es die Wissenschaftler aufgrund einer Reihe von Schmerz hemmenden Mechanismen im Körper des Fötus ebenfalls für unwahrscheinlich, dass die Föten Schmerzen empfinden. Dennoch werden eine Reihe praktischer Maßnahmen vorgeschlagen, um die Schlachtung tragender Tiere zu verringern. In Deutschland hat der Bundestag heute einem Gesetzesentwurf zugestimmt, wonach trächtige Tiere künftig nicht mehr geschlachtet werden dürfen.02.06.2017
US-amerikanische Landwirtschaft sauer auf TrumpNachdem US-Präsident Donald Trump Neuverhandlungen zum Pariser Klimaabkommen gefordert hat, mehrt sich die Kritik auch im eigenen Land. Die US-amerikanische Landwirtschaft würde bereits heute den Klimawandel zu spüren bekommen, schreibt der BauernverbandNational Farmers Unionin einer Stellungnahme. 02.06.2017
Wer Aufmerksamkeit ernten will, muss Botschaften säenA -Unsere Bäuerinnen und Bauern sind ein wesentlicher Wirtschafts- und Gestaltungsmotor im Ländlichen Raum. Die heimischen Familienbetriebe übersetzen die unterschiedlichen Vorrausetzungen der Natur in hochqualitative Produkte und Dienstleistungen und schaffen dadurch eine vielfältige Kulturlandschaft. Sie decken den Tisch – mit einer bunten Palette an Lebensmitteln, die Genuss und Qualität garantieren. Mit ihren Angeboten reagieren sie auf die vielfältigen Wünsche und Anforderungen der Gesellschaft. Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich organisiert eine Woche der Landwirtschaft. Diese steht unter dem Motto Wir schaffen Land.Erlebnis - Der Sommer kann kommen. Vom 4. bis 11. Juni werden viele Highlights für Gross und Klein geboten. Das Pendant zu dieser schönen österreichischen Internetseite ist das beliebte Internetportal Forum Moderne Landwirtschaftmit umfangreichem Inhalt zu allen Themen der Landwirtschaft. 02.06.2017
Schweizer lieben FleischAm 2. Juni führte Proviande, die Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft, in St.Gallen ihre 18. Generalversammlung durch. Mit 70 % Weidefläche ist die Schweiz prädestiniert für die Rinderhaltung.Milch und Fleisch – insbesondere Rindfleisch – werden weitgehend mit Raufutter produziert. Wenn die einheimischen Grünflächen nicht mehr via Wiederkäuer für die Produktion von Milch und Fleisch genutzt werden könnten, würden diese Gebiete verwalden oder versteppen,machte Dr. Markus Zemp, Präsident des Verwaltungsrates, in seiner Eröffnungsrede deutlich. Viele schöne Schweizer Landschaften verschwänden und die Biodiversität ginge dramatisch zurück. Zudem bindet Grünland riesige Mengen an CO2 und produziert Sauerstoff – mehr als der Wald. Nach einer repräsentativen Umfrage essen 80 Prozent der Bevölkerung täglich oder mehrmals pro WocheFleisch essen. Fleisch sei nach wie vor ein beliebtes Nahrungsmittel, heisst es in einer Mitteilung. 01.06.2017
Biolebensmittel kurz erklärtÜber die Frage, ob Bio-Lebensmittel oder konventionelle Lebensmittel gesünder sind, wird auch wissenschaftlich heiß gestritten. Es gibt viele Studien dazu - mit unterschiedlichen Ergebnissen. Stephan Lenhardt, SWR, klärt in derTagesschauauf. 01.06.2017
Fachtagung: Emissionsschutz mit Blick auf AbluftreinigungsanlagenMit dem Emissionsschutz steht und fällt die Zukunft der Landwirtschaft in Deutschland, meint Roland Tapken, Berater von Abluftreinigungsanlagen bei Big Dutchman. Der Weltmarktführer für Stalltechnik und Fütterungssysteme mit Stammsitz in Vechta-Calveslage, stellt deshalb die moderne Reinigung der Abluft in den Mittelpunkt einer Fachtagung, die am 14. Juni von 10 bis 17 Uhr auf dem Gut Havichhorst bei Münster angeboten wird. Experten aus dem Agrarsektor, der Umwelt- und Stalltechnik sowie von Kammern und Ämtern bringen das Fachpublikum der Tagung auf den neusten Stand der Dinge. Welche Richtlinien und Grenzwerte gibt es schon heute, welche sind zu erwarten? Was können Landwirte schon heute tun, um ihre Produktion zukunftssicher zu gestalten? Wie funktionieren moderne Messungen und Zertifizierungen? Welche Chancen bietet die Abluftreinigung in Kombination mit einem Wärmerückgewinnungs-Konzept? Diese und weitere Fragen bestimmen die Fachvorträge der Tagung. Neun Experten geben ausführlich Auskunft und stehen für Nachfragen bereit. Die Anmeldung hat bereits begonnen und endet in der Woche vor Beginn der Veranstaltung. In der Gebühr von 50 Euro sind ist neben vielen Informationen auch ein Mittagessen enthalten. Das Gut Havichhorst liegt nicht nur in einer wunderbaren Münsterländer Parklandschaft, es ist auch für seine hervorragende Küche über Westfalen hinaus bekannt. Meldungen sind per Mail an thartke@bigdutchman.de oder unter Fax 044 47/801 541 85 möglich. 01.06.2017
18. Bauerntag der VzF GmbH
Am Mittwoch, den 14. Juni 2017 um 13.30 Uhr findet im Niedersachsenhof, Lindhooper Str. 97, 27283 Verden der 18. Bauerntag der VzF GmbH mit einer öffentlichen Vortragsveranstaltung der VzF und des NieKE (Landesinitiative Ernährungswirtschaft) zu den Themen Ethische Überlegungen: Was erwartet die Gesellschaft von der Landwirtschaft, insbesondere von der Schweinehaltung?, Kundenerwartungen und Chancen für die Land- und Fleischwirtschaftund Tierschutz aus betriebs- und wirtschaftlicher Sichtstatt. 31.05.2017
01. Juni: Internationaler Tag der MilchAm 1. Juni 2017 ist derInternationale Tag der Milch. Aus diesem Anlass werden Milchbauern mit ihren Familien ihre Höfe für Besucher öffnen und zeigen, wie sie ihre Kühe halten, füttern und melken. Wer sich vorab informieren möchte, kann das hier tun:
Die Landesvereinigungen der Milchwirtschaft Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen haben außerdem das Kommunikationsprojekt Dialog Milchgestartet, um die Öffentlichkeitsarbeit für die Milchwirtschaft zu intensivieren. Mit Fakten gegen Vorurteile.
31.05.2017
Unstatistik: „Über 34 000 Tonnen – Bauern spritzen immer mehr Pflanzengift“.Die Zeitreihe der jährlich in Deutschland verkauften Pflanzenschutzmittel schwankt nach Angaben des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit – vor allem witterungs- und preisbedingt – zwischen 30.000 und 35.000 Tonnen. So erhält man beim Vergleich der Jahre 2009 (30.162 Tonnen) und 2015 (34.752 Tonnen) einen positiven Trend. Vergleicht man hingegen die Jahre 2008 (34.664 Tonnen) und 2014 (34.514 Tonnen), erhält man einen leicht negativen Trend. Und der würde mit den neuen Zahlen aus 2016 – noch nicht in den obigen Meldungen enthalten - sogar noch stärker, da sich nach Angaben des Industrieverbands Agrar e.V. (IVA) der Absatz im Jahr 2016 stark rückläufig entwickelt hat. Offizielle Daten des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit für das Jahr 2016 liegen bisher nicht vor. 30.05.2017
Die Klimapolitik Deutschlands erhält vom Weltklimarat ein schlechtes ZeugnisDer Bericht des Weltklimarats aus dem Jahr 2014 stellte Deutschlands Klimapolitik ein mieses Zeugnis aus. Das Emissionshandelsystem sei preiswerter und wirksamer als eine milliardenschwere Ökostromförderung. Die Öffentlichkeit hat diesen Vorwurf kaum zur Kenntnis genommen. Auch deshalb, weil die Regierung die Ergebnisse in ihrer Zusammenfassung verdreht habe, mutmaßte damals der Journalist Joachim Weimann für die Frankfurter Zeitung.Nach dem Volksentscheid der Schweizer, ab 2029 ebenfalls aus der Atomenergie auszusteigen, mehren sich Befürchtungen, dass die Schweizer die deutschen Fehler wiederholen. Dabei starten die Schweizer aufgrund der langen Übergangsfristen unter gänzlich anderen Vorzeichen als Deutschland, dessen Verbraucher der Ausstieg teuer zu stehen kommt. Kritik kommt mittlerweile selbst von einzelnen Abgeordneten von Bündnis90/Die Grünen. Peter Heller, promovierter Astrophysiker, erinnert in einem Essy daran, dass Politik für die Menschen da ist - und nicht für das Klima!. Der Wissenschaftler setzt dabei auf Technik und Wissenschaft, die zu so wunderbaren Lösungen wie neue Treibstoffe aus C02 führen könnten und somit eine Entkarbonisierung überflüssig erscheinen lassen. Die Klimapolitik der Bundesregierung muss daher neu gedacht werden und zwar über Systemgrenzen und die Bedeutung der heimischen Landwirtschaft für einen global gedachten Klimaschutz muss noch stärker berücksichtigt werden. |



Originalmeldung
Teilen

Europa und Welternährung