Aktuelles

24.01.2012

Pflanzenschutz in Deutschland sichert Weizenversorgung für 180 Millionen Menschen

IVA - Um die Weltbevölkerung auch in Zukunft ernähren zu können, müssen wir die verfügbaren landwirtschaftlichen Flächen produktiver nutzen als bisher. Produktivitätsverluste in Europa und in Deutschland bleiben nicht ohne Folgen auch für die globalen Agrarmärkte. Das erklärte Volker Koch-Achelpöhler, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), aus Anlass des 4. Internationalen Agrarministergipfels in Berlin im Rahmen des Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) am 21.01.. Thema des diesjährigen Forums war Ernährungssicherung durch nachhaltiges Wachstum – Landwirtschaftliche Nutzung knapper Ressourcen.
 

24.01.2012

Solarstrom: hohe Kosten, kaum Leistung?

Der Journalist Alexander Neubacher befürchtet, dass die Photovoltaik in Deutschland die Energiewende gefährden könnte. In der Zeitschrift Der Spiegel, Ausgabe 3/2012 (Verblendet) informiert er über Subventionslasten in 100-Milliarden-Euro-Höhe. Das seien 56,2 Prozent der für den Energieumbau geplanten Fördermittel, bei nur 21,2 % Anteil der Solarenergie an der geförderten Strommenge. Insgesamt soll die Strommenge aus Solarstrom nur rd. 3 Prozent betragen.
Die Folge: der Ökostrom-Soli wird vermutlich von 3,59 Cent pro Kilowattstrunde auf 4,7 Cent ansteigen. Das sind rd. 200 Euro mehr Stromkosten je Durchschnittsfamilie.

Unabhängig davon gehen die Meinungen zum Sinn und Unsinn dieser Förderpolitik auseinander, wie ein Blick in das Spiegel-Forum zu diesem Artikel zeigt.
 

24.01.2012

Betriebsgröße und Medikamenteneinsatz

Das Bestimmtheitsmaß (abk. R2 oder B) ist ein Maß der Statistik für den erklärten Anteil der Variabilität (Varianz) einer abhängigen Variablen Y durch ein statistisches Modell. So ließe sich die Wahrscheinlichkeit berechnen, wie hoch der Zusammenhang des Intelligenzquotienten eines Menschen mit seiner Schuhgröße korreliert. Das Bestimmtheitsmaß beträgt weniger als 0,07, oder anders ausgedrückt: 7 % der Varianz im IQ werden durch die Varianz in der Schuhgröße erklärt bzw. es gibt kein wissenschaftlich begründetes Modell, das vermuten läßt, das Körpermaße mit dem IQ zusammenhängen.
Dieses Bestimmtheitsmaß wurde kürzlich bei einer Gruppe nicht repräsentativer Betriebe zwischen der landwirtschaftlichen Betriebsgröße und dem Medikamenteneinsatz gefunden. Trotzdem hält sich in den Medien hartnäckig das Gerücht, dass der Wirkstoffeinsatz mit zunehmender Betriebsgröße steigt. Deshalb sind Wiederholungen eines Versuches oder eine Studie notwendig, um zufällige Einflüsse über die Stichprobe auszuschließen.
 

20.01.2012

Trinkwasser in Deutschland ist spitze

Trinkwasser aus Deutschlands Wasserwerken ist fast immer einwandfrei, man kann es bedenkenlos konsumieren. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Bericht zur Trinkwasserqualität des Bundesgesundheitsministeriums und des Umweltbundesamtes (UBA).

Damit geben die Ergebnisse den Befürwortern der in Deutschland geltenden strengen Umweltgesetze recht. Z.B. schreibt die Düngeverordnung u.a. für Tier haltende Betriebe eine Nährstoffbilanzierung bei der Ausbringung von Wirtschaftsdüngern vor. Wirtschaftsdung muss innerhalb von 4 Stunden eingearbeitet werden und darf nicht während der vegetationsfreien Zeit ausgebracht werden. Das Bundesimmissionschutzgesetz soll die Umwelt vor Einträgen aus der Luft schützen.
 

20.01.2012

Potentialstudie zu Chancen erneuerbarer Energien

Landwirte und Landwirtinnen sind heutzutage nicht mehr nur als Lebensmittelproduzenten tätig, sondern erzeugen zudem Erneuerbare Energie, pflegen die vielfältigen Kulturlandschaften, beherbergen Gäste oder betreiben Hofläden und Hofcafés, heißt es in einer aktuellen Pressemeldung des Nordrhein-Westfälischen Agrarministeriums.
Auch im Bereich Erneuerbarer Energien habe sich eine ganze Bandbreite an neuen Geschäftsfeldern für Landwirte und Landwirtinnen eröffnet: "Biogas, Photovoltaik, Brennstoffe aus Biomasse und Windräder sind zu einer wichtigen Einnahmequelle für unsere landwirtschaftlichen Unternehmer und Unternehmerinnen geworden. Die Agrar-Branche wird damit zum aktiven Klimaschützer und spielt eine wichtige Rolle in unserem Konzept zur Energiewende.
 

20.01.2012

Gesetz des abnehmenden Ertragszuwachses gilt auch in der Landwirtschaft

Mit der Abschaffung der Milchquote fällt 2013 die letzte Hürde für eine Orientierung der europäischen Landwirtschaft am Weltmarkt. Das ist politisch so gewollt. Eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft soll es sein. Leider scheinen die Folgen politisch nicht akzeptabel: ein zunehmender Strukturwandel und eine zunehmende Intensivierung. Und zwar in der biologischen und konventionellen Landwirtschaft. Die Erfolge können sich durchaus sehen lassen. Der Agrarhandel - Im- und Export - boomt. Landwirtschaftliche Betriebe werden heute wie Unternehmen nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen geführt. Das ist Voraussetzung dafür, um am Markt ohne staatliche Transferzahlungen bestehen zu können und um Kredit würdig zu sein.
Den Zusammenhang zwischen Betriebsgröße und Kosten haben bereits zahlreiche Wissenschaftler untersucht. Er hat u.a. als Ecology of Scale Eingang in die Literatur gefunden.
 

19.01.2012

Kommentar zur Antibiotika-Diskussion

Wissen unsere Mitbürger, wie sie mit manchen Organisationen dran sind, die sich das Wohl von Mensch, Tier und Natur auf die Fahne geschrieben haben? fragt sich der Detlef Steinert, Chefredakteur des dlz agrarmagazins in einem aktuellen Kommentar zu den Diskussion über den Antibiotikaeinsatz in der Landwirtschaft. Soll hier womöglich eine moderne Tierhaltung, das Rückgrad der erfolgreichen deutschen Landwirtschaft zu Grabe getragen werden? Eine Tierhaltung, wie sie von der FAO für die Entwicklungsländer angemahnt wird?
 

17.01.2012

Bakterienmonokultur schlecht für die Gesundheit

Quantität und Qualität der Darmflora von Kindern mit Allergierisiko und gesunden Kindern unterscheiden sich offensichtlich signifikant. Das ist das Ergebnis einer schwedischen Untersuchung, das jetzt im Journal of Allergy and Clinical Immunology veröffentlicht worden ist. Kinder, die in den ersten Lebensmonaten besonders viele unterschiedliche Darmbakterien aufwiesen, erkrankten später wesentlich seltener an (Nahrungsmittel-)Allergien. Als besonders positiv wurden sog. Proteobakterien bewertet. Diese Sorte fand sich besonders häufig bei Kindern, die Kontakt zu Rindern hatten.
Ein gesunder menschlicher Darm beherbergt i.d.R. rd. 100 Mrd. Bakterien und rd. 1.000 verschiedene Arten. Und das erstaunlichste daran ist: die Bakterien leben in Symbiose mit dem Menschen und reden mit ihm. Vielleicht sollte man doch öfter aus sein Bauchgefühl hören?

Quelle: Thomas R. Abrahamsson, Hedvig E. Jakobsson, Anders F. Andersson, Bengt Björkstén, Lars Engstrand, Maria C. Jenmalm. Low diversity of the gut microbiota in infants with atopic eczema. Journal of Allergy and Clinical Immunology, 2011; DOI: 10.1016/j.jaci.2011.10.025
 

17.01.2012

Lebenssystem Nutztier im aktuellen GENOMXPRESS SCHOLÆ

GENOMXPRESS SCHOLÆ, Ausgabe 2 GENOMXPRESS SCHOLÆ ist der GENOMXPRESS speziell für die Schule. In enger Kooperation mit dem Gläsernen Labor Berlin-Buch konzipiert, bietet das Heft aktuelle Forschungsergebnisse aus Genomforschung und Biotechnologie in einer direkt im Unterricht einsetzbaren Form.
In der aktuellen Ausgabe beschäftigen sich gleich zwei Module mit dem Lebenssystem Nutztier, darunter auch ein Thema zu MRSA.
Das Heft steht zum Download auf der Internetseite GENOMXPRESS SCHOLÆ
 

17.01.2012

Zusätzliche Auflagen forcieren Strukturwandel

Dbvlogo (DBV) Der Deutsche Bauernverband (DBV) lehnt neue, überzogene Anforderungen für Stallbauten ab und fordert eine 1:1-Umsetzung der Richtlinie über Industrieemissionen. Dies erklärte der DBV am 16. Januar in Bonn bei der mündlichen Anhörung über die Umsetzung der Richtlinie über Industrieemissionen. Der Entwurf des Bundesumweltministeriums, der im wesentlichen eine Änderung des Bundesimmissionsschutzgesetzes und verschiedener Verordnungen vorsieht, gehe an vielen Stellen über die EU-rechtlichen Vorgaben hinaus und belaste vor allem kleine Betriebe mit zusätzlichen bürokratischen und finanziellen Auflagen, betonte der DBV.
 

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