Aktuelles

12.12.2011

Synthetische und "ökologische" Pflanzenschutzmittel im Vergleich

Nachhaltige Landwirtschaft meint dabei einerseits die Umweltverträglichkeit der Anbaumethoden, andererseits aber auch die Wirtschaftlichkeit und soziale Akzeptanz der landwirtschaftlichen Produktion. Gemeinhin wird angenommen, dass ökologische Anbaumethoden inklusive der Nutzung biologischer Pestizide einen geringeren ökologischen Fußabdruck hinterlassen, das heißt geringere Auswirkungen auf die Umwelt haben als konventionelle, synthetische Pflanzenschutzmittel. Eine Studie zeigt nun, dass nicht alles öko ist, was bio heißt.
 

12.12.2011

Neuer ISPA-Band zur nachhaltigen Tierproduktion erschienen

Institut für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten (ISPA) Das Institut für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten (ISPA) hat im Rahmen seiner Weißen Reihe den neuen Band 35 mit dem Titel Nachhaltige Tierproduktion in agrarischen Intensivgebieten Niedersachsens herausgegeben. In diesem Heft werden die wesentlichen Ergebnisse des Verbundprojektes 2 des Forschungsverbundes Agrar- und Ernährungswissenschaften Niedersachsen (FAEN) vorgestellt. In der 189-seitigen Publikation sind u.a. Beiträge zur nachhaltigen Erzeugung tierischer Nahrungsmittel in Hochverdichtungsräumen der Nutztierhaltung, zum Informationsaustausch in Wertschöpfungsketten sowie zu wettbewerbsfähigen Betriebsgrößen und Organisationsformen veröffentlicht. Das Heft kann im ISPA-Sekretariat unter Tel.: 04441/15-434, E-Mail bestellt werden.
 

12.12.2011

Ökolandbau in Deutschland

Die Zeitschrift DLG-Mitteilungen hat in ihrer Ausgabe 10/2011 mehrere Artikel zum Schwerpunkt Ökolandbau in Deutschland veröffentlicht, die zahlreiche Informationen zur Biobranche enthalten.
Die Lektüre sei v.a. den Personen empfohlen, die derzeit versuchen, bio gegen konventionell auszuspielen. Nach der Lektüre wird man sehr schnell zu dem Ergebnis kommen, dass auch der Biosektor seine Berechtigung hat und aufgrund des Nachfragebooms mit denselben Problemen zu kämpfen hat wie der konventionelle Sektor.
Beispielsweise führe der Importdruck und die Vermarktung der mittlerweile mehr als 63.000 Biolebendsmittel u.a. über die Discounter zu einem Wettbewerb über den Preis. Mit katastrophalen Folgen für den heimischen Biobauern und für das Wachstum. So soll das Wachstum in den vergangenen Jahren deutlich an Schwung verloren haben.
 

12.12.2011

Markergestützte Tierzucht für Ferkelvitalität

Einer Pressemeldung des Internetportal Pig Progress zu Folge, hat das Zuchtunternehmen Topigs Genabschnitte im Genom des Schweins gefunden, die nicht nur die Wurfgröße, sondern auch für Geburtsgewicht und somit die Ferkelvitalität verantwortlich sein sollen. Mit Hilfe der Marker gestützten Selektion könnten diese Merkmale, die i.d.R. mit klassischen Zuchtmethoden nur rel. langsam verbessert werden können, gezielt bearbeitet werden.
Bekannt ist die Markergestützte Selektion in der Schweinezucht schon lange. Ein klassisches Beispiel ist die Züchtung auf Stressresistenz mit Hilfe des sog. MHS-Gentests.
 

08.12.2011

Mit Steinzeitdiät aus der Wohlstandsfalle

In diesem ebenso spannenden wie provokativen Buch zeigt Nicolai Worm, wie man eine gengerechte, gesunderhaltende Lebensweise im 21. Jahrhundert aussehen könnte. Denn die menschlichen Gene scheinen auf ein Essen und Trinken wie im Schlaraffenland, wie wir es in den Industrieländern kennen, schlecht vorbereitet zu sein. Unser Genprogramm funktioniert immer noch wie in der Steinzeit. Ernährungsabhängige Störungen nehmen rapide zu, Syndrom X entwickelt sich weltweit zu einer tödlichen Epidemie nie gekannten Ausmaßes. Der Autor verrät, wie die Spezies Mensch auf die schiefe Ernährungsbahn geraten ist und warum die angeblich gesunde Ernährung tatsächlich eher krank macht. Er zeigt aber auch Wege auf, wie wir uns aus der Ernährungsfalle befreien können. systemed Verlag, Lünen 280 Seiten, vierfarbig illustriert von Stefanie Harjes Format: 16,5 x 23,5 cm, Paperback mit Klappen. ISBN: 978-3-927372-23-8, 19,90 €
 

08.12.2011

Biobranche und Regionalbewegung - zwei Welten

(aid) - Der Lebensmitteleinzelhandel engagiert sich zunehmend in Sachen Regionalität. Davon zeugen etliche regionale Handelsmarken. Im Naturkostfachhandel hingegen führen Bioprodukte mit einem Regionallabel noch ein Nischendasein. Bisher kooperieren nur ganz wenige Naturkostgroßhändler mit regionalen Vermarktungsinitiativen. Das ergab eine aktuelle Studie des Instituts für Ländliche Strukturforschung (ifls). Es besteht bislang kaum eine Schnittstelle der Regionalinitiativen zur Biobranche, erläutert Armin Kullmann vom ifls. Von ihrem Selbstverständnis her ticken Regionalbewegung und Biobranche nämlich ganz anders. Entsprechend unterschiedlich würden beide Welten ihre Vermarktungsstrategien gestalten. Der Studie zufolge gibt es in Deutschland 149 Initiativen mit Bio-Produkten, darunter 46 rein ökologische sowie 103 Initiativen mit hybrider Vermarktung. Letztere vermarkten ihr gemischtes - sprich konventionelles und biologisches - Sortiment weitgehend über den konventionellen Lebensmitteleinzelhandel. ...

Anm. ZDS: Marktbeobachter und Wissenschaftler sind über die Entwicklung nicht verwundert. Der steigende Importanteil von Bioprodukten (zum Nachteil heimischer Bioerzeuger) lässt sich mit steigender Nachfrage nach regionalen Produkten kaum rechtfertigen. Wissenschaftlich betrachtet kann der Import dabei durchaus ökologische Vorteile haben, wie die Veröffentlichung Bananas from Bavaria des Humboldt Forums für Ernährung und Landwirtschaft e. V. (HFFA) zeigt.
 

06.12.2011

Über Fütterung und Stallklima Umwelt entlasten

Durch eine proteinangepasste Fütterung in der Schweinemast sinken nach Berechnungen des KTBL nicht nur die Futterkosten, sondern auch die Stickstoffausscheidung. Dies führe zu negativen Minderungskosten und damit zu einem Nettogewinn für den Betrieb in Höhe von 3,5 Euro bis 13,5  Euro pro Kilogramm NH3. Ein- und mehrstufige Abluftreinigungsanlagen in zwangsbelüfteten Schweinemastställen werden vom KTBL als eine technisch effektive, aber kostenintensive Minderungsmaßnahme mit Kosten von bis zu 8,6 Euro/kg NH3 eingestuft.
Mit moderaten Minderungskosten von 1,1 Euro bis 2,5 Euro pro Kilogramm NH3 sind der Studie zufolge feste Abdeckungen von Schweinegüllelagern verbunden. Noch kostengünstiger seien schwimmende Abdeckungen. Sie seien sogar annähernd kostenneutral, wenn der Düngerwert des konservierten Stickstoffs eingerechnet werde. Bei der Ausbringung von Rinder- und Schweinegülle seien die Ammoniakminderungskosten von der jährlichen Verfahrensleistung abhängig. Bei hohen Verfahrensleistungen sorgen der Studie zufolge emissionsarme Ausbringtechniken wie Schleppschlauch, Schleppschuh, Schlitztechnik oder Güllegrubber für geringe Minderungskosten.
 

05.12.2011

Gesättigte Fettsäuren und LDL-Cholesterin: So ein Käse!

News des Systemed-Verlags Der DGE gelten die gesättigten Fettsäuren bzw. Lebensmittel, die reich daran sind, wie Vollmilch und fette Käsesorten, nach wie vor als problematisch. Trotz fehlender Evidenz begründet sie damit auch noch immer ihre längst obsoleten Kohlenhydratempfehlungen. Wie realitätsfern dies ist, zeigt eine neue Studie aus Dänemark.

Studie: Hjerpsted, J et al: Cheese intake in large amounts lowers LDL-cholesterol concentrations compared with butter intake of equal fat content. American Journal of Clinical Nutrition, online publiziert am 26. Oktober 2011, doi: 10.3945/ajcn.111.022426
 

05.12.2011

Gesättigte Fettsäuren und Blutlipide: Die Kohlenhydrate stören!

News des Systemed-Verlags Logi-News - Gesättigte Fettsäuren sollen das Cholesterin und die Blutfette erhöhen und gelten daher gemeinhin als »ungesund« für Herz und Gefäße. Doch auch wenn dieses Mantra immer wieder hergebetet wird: es ist falsch. Nicht nur, dass es an Belegen für eine schädliche Wirkung von gesättigten Fettsäuren, von Fleisch, Milch, Käse oder Kokosfett auf die Herzgesundheit fehlt. Neue Studien zeigen zudem, dass sich die Effekte der gesättigten Fettsäuren auf die Cholesterin- und Blutlipidwerte unterscheiden, je nachdem, wie viele Kohlenhydrate (Kh) dazu gegessen werden.

Studie: Wood, AC et al: Dietary carbohydrate modifies the inverse association between saturated fat intake and cholesterol on very low-density lipoproteins. Lipid Insights 2011;4:7-15
 

05.12.2011

Je weniger Eiweiß, desto mehr Kalorien

News des Systemed-Verlags Logi-news - Schon vor Jahren hatten Biologen an Heuschrecken und anderen Tierarten gezeigt, dass die Deckung des Proteinbedarfs offensichtlich höchste Priorität in der Ernährung genießt.
Sinkt der Proteinanteil im Futter, fressen die Tiere so lange weiter, bis sie genug Eiweiß aufgenommen haben – auch um den Preis einer überhöhten Kalorienzufuhr. Somit würde ein geringer Proteinanteil das Überessen und in der Folge auch Übergewicht fördern. Existiert diese »Hebelwirkung« des Proteins auch beim Menschen? Eine neue, gut kontrollierte Studie spricht dafür – und somit auch für LOGI.

Quelle: Gosby, AK et al: Testing protein leverage in lean humans: a randomized controlled experimental study. PLoS ONE 2011;6(10):e25929 und Simpson, SJ, Raubenheimer, D: Obesity: the protein leverage hypothesis. Obesity Reviews 2005;6:133-142
 

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