Aktuelles

20.06.2011

Intensive Landwirtschaft schont das Klima

Natürliche Ökosysteme speichern große Mengen Kohlenstoff, sowohl im Boden als auch im Bewuchs. ... Am besten für das Klima sei es, so wenig Flächen wir möglich für die Produktion von Agrarrohstoffen zu verwenden, diese aber intensiv zu nutzen, berichtet Dr. Sebastian Messerschmid von der Pressekonferenz des Industrieverbandes Agrar für die Landpost (19/2011).
Wenn die globale Landwirtschaft heute noch auf dem Ertragsniveau von 1961 wirtschaftete, müsste auf 1,76 Mrd. Ackerfläche zusätzlich angebaut werden, um die derzeitige Weltbevölkerung ausreichend mit Nahrung zu versorgen, wird Prof. Dr, Hermann Kuhlmann, Vorsitzender des IVA-Fachbereichs Pflanzenernährung zitiert. Diese Ausweitung der Fläche hätte in den vergangenen 40 Jahren mehr als 500 Mrd. t Kohlendioxid mehr verursacht. Das entspricht dem zehnfachen Wert der weltweit jährlichen Treibhausgas-Emissionen.
 

20.06.2011

Wirkung einer Kohlenhydratarmen, eiweißreichen Diät bei Krebserkrankungen

In der Zeitschrift Cancer Research wurden soeben Studienergebnisse veröffentlicht, von der sich Mediziner Hoffnungen für eine unterstützende Krebsbehandlung machen. In Fütterungsversuchen mit Mäusen wurden unterschiedliche Diäten getestet. Kohlenhydratarme und eiweißreiche Rationen zeigten positive Effekte sowohl hinsichtlich des Risikos an Krebs zu erkranken also auch bzgl. des Wachstums vorhandener Tumore. Die Wissenschaftler glauben, dass die Ergebnisse ausreichen, um auf den Menschen übertragen werden zu können.

Quelle: V. W. Ho, K. Leung, A. Hsu, B. Luk, J. Lai, S. Y. Shen, A. I. Minchinton, D. Waterhouse, M. B. Bally, W. Lin, B. H. Nelson, L. M. Sly, G. Krystal. A Low Carbohydrate, High Protein Diet Slows Tumor Growth and Prevents Cancer Initiation. Cancer Research, 2011; DOI: 10.1158/0008-5472.CAN-10-3973
 

14.06.2011

Landwirtschaft in den Entwicklungsländern sollte nachhaltiger werden

Gemäss FAO haben die Bauern in den Entwicklungsländern die Nahrungsmittelproduktion von 1961 bis 2000 von 800 Mio. Tonnen auf mehr als 2,2 Mio. Tonnen erhöht. Der Preis für diese Steigerung war hoch: Fruchtbares Land wurde ausgelaugt, Grundwasser aufgebraucht, biologische Vielfalt zerstört sowie Luft, Boden und Wasser verschmutzt. Da es angesichts der wachsenden Weltbevölkerung lt. FAO keine Alternative zu einem noch intensiveren Getreideanbau gibt, muss die Landwirtschaft in den Entwicklungsländern nachhaltiger werden ohne Einbußen bei der Produktivität. Wie das funktioniert, zeigt der integrierte Landbau durch den wechselnden Anbau von Früchten und bodenschonende Bearbeitung. Wichtig ist auch, die pflanzlichen Überreste der Ernte auf dem Boden zu belassen. Mit der Entnahme als Stroh zum Einstreu oder Vergärung der Reststoffe in Biogasanlagen, kann das Gleichgewicht nachhaltig gestört werden.
 

12.06.2011

Vitamin B schützt vor Dickdarmkrebs?

Amerikanische Ernährungsstudien deuten darauf hin, dass eine optimale Vitamin-B-Versorgung trächtiger Mäuse, zu weniger Darmkrebsfällen bei deren Nachkommen führen. Ob die Ergebnisse auf Menschen übertragbar sind, muss überprüft werden.
Vitamin-B12 kommt in nennenswerten Mengen nur in tierischen Produkten vor.

Eric D Ciappio, Zhenhua Liu, Ryan S Brooks, Joel B Mason, Roderick T Bronson, Jimmy W Crott. Maternal B vitamin supplementation from preconception through weaning suppresses intestinal tumorigenesis in Apc1638N mouse offspring. Gut, 9 June 2011 DOI: 10.1136/gut.2011.240291
 

09.06.2011

Gentechnik: Verbraucher legen Wert auf Transparenz

Das Berliner forsa-Institut hat in der Vergangenheit für verschiedene Unternehmen und Organisationen Bundesbürger zum Thema Gentechnik befragt. Das Ergebnis war nahezu identisch: Die Kennzeichnung ohne Gentechnik sei aus Sicht der Verbraucher wichtig. Die Mehrheit der Befragten beurteilten eine derartige Kennzeichnung auf Lebensmitteln als sinnvoll; ein ähnlich hoher Prozentsatz gab an, sich beim Einkauf am Hinweis ohne Gentechnik zu orientieren.
Dabei sollen die aktuellen Kennzeichnungsvorschriften zur Gentechnik tatsächlich keine echte Wahlfreiheit gewährleisten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Bayreuth. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass vor jeder zukünftigen Umfrage, den Befragten das dt. Gentechnikgesetz und die Kennzeichung ohne Gentechnik erklärt werden müsste. Auf das Ergebnis dieser Umfragen darf man gespannt sein.
 

08.06.2011

Impfstoff aus dem Schweinestall

Gerötete Augen, NIesanfälle, Schnupfen, schlechte Stimmung: Immer mehr Deutsche leiden an Allergien, fasst  Harding Niehues ein Problem für die Oldenburgische Volkszeitung (Schweinestall-Luft beugt Allergien vor) zusammen, für das es zukünftig eine Lösung geben könnte: Ein Impfstoff aus dem Schweinestall. Dabei bezieht sich der Journalist in der OVS-Ausgabe vom 21.05.2011 auf eine Aussage des Allergologen Dr. Norbert Naber aus Cloppenburg.
Das Phänomen der gesünderen Bauernkinder ist nicht unbekannt. Der ZDS hatte darüber bereits mehrfach informiert.
 

06.06.2011

Hohe Leistungen und Tierschutz sind kein Widerspruch

Die Nutztierhaltung verfolgt keinen Selbstzweck. Wirtschaftlichkeit und marktrelevante Produktionsleistungen sind zentrale Zuchtziele. Dies kann jedoch nicht durch einseitige Selektion, sondern nur durch Einbeziehung funktionaler Merkmale erreicht werden. Das sind i.d.R. Merkmale mit geringer Erblichkeit wie z.B. Tiergesundheit, Skelett- und Klauenstabilität, Vitalität oder Aspekte des Tierverhaltens, wie Mütterlichkeit und Gruppentauglichkeit. In modernen Zuchtprogrammen bestimmen diese Merkmale z.T. mehr als 50 % des Zuchtziels.
 

26.05.2011

Kostenlast zwingt Schweinehalter in die Knie

Seit Jahrzehnten leben die Schweinehalter mit den Risiken des freien Marktes und mit dem Auf und Ab des  Schweinezyklus! Staatliche Eingriffe werden abgelehnt. Das gilt insbesondere für die private Lagerhaltung mit ihren Marktstörungen  in der Auslagerungsphase, wie sie aktuell wieder zu spüren ist.

Seit zwei Jahren ist der Schweinezyklus jedoch durch die anhaltend hohen Futterkosten aus dem Rhythmus geraten: Die Kosten bleiben auf hohem Niveau, ohne den erforderlichen Ausgleich bei den Erlösen. Den Betrieben fehlt die Erholungsphase, um ein angemessenes Familieneinkommen erwirtschaften und um bis 2013 die auferlegten Investitionen für neue Tierschutzvorgaben tätigen zu können.
 

26.05.2011

Gezielt essen bei Krebserkrankungen

systemed - Krebspatienten profitieren von einer fettreichen, kohlenhydratreduzierten Ernährung – diese Erkenntnis setzt sich zunehmend im klinischen Alltag durch. Eine solche Ernährungsform ist plausibel,denn Tumoren betreiben einen besonderen Stoffwechsel mit einem hohen Zuckerverbrauch. Der Körper des Patienten verwertet dagegen zunehmend schlechter Kohlenhydrate und entwickelt sogar eine Insulinresistenz, ganz ähnlich wie ein Diabetiker. Die Körperzellen brauchen nun Fett, um sich zu ernähren – das mit der speziellen Nahrung ausreichend zur Verfügung gestellt wird.
 

25.05.2011

Lehren aus der Dioxinkrise

LWK NS - Auf den Dioxinskandal war niemand vorbereitet. Wie er entstanden ist, und was sich in solchen Fällen besser machen ließe, zeigt nachfolgender Artikel.
Untersucht man die finanziellen Auswirkungen des Dioxingeschehens, haben die deutschen Schweinefleischerzeuger am stärksten unter dem Geschehen gelitten. Berechnungen zu Folge wurden bis Ende Januar marktbedingte Preisrückgänge von schätzungsweise 100 Mio. € verzeichnet. Rund drei Viertel hiervon entfiel auf die Schweinefleischerzeugung.
 

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