Aktuelles

12.06.2011

Vitamin B schützt vor Dickdarmkrebs?

Amerikanische Ernährungsstudien deuten darauf hin, dass eine optimale Vitamin-B-Versorgung trächtiger Mäuse, zu weniger Darmkrebsfällen bei deren Nachkommen führen. Ob die Ergebnisse auf Menschen übertragbar sind, muss überprüft werden.
Vitamin-B12 kommt in nennenswerten Mengen nur in tierischen Produkten vor.

Eric D Ciappio, Zhenhua Liu, Ryan S Brooks, Joel B Mason, Roderick T Bronson, Jimmy W Crott. Maternal B vitamin supplementation from preconception through weaning suppresses intestinal tumorigenesis in Apc1638N mouse offspring. Gut, 9 June 2011 DOI: 10.1136/gut.2011.240291
 

09.06.2011

Gentechnik: Verbraucher legen Wert auf Transparenz

Das Berliner forsa-Institut hat in der Vergangenheit für verschiedene Unternehmen und Organisationen Bundesbürger zum Thema Gentechnik befragt. Das Ergebnis war nahezu identisch: Die Kennzeichnung ohne Gentechnik sei aus Sicht der Verbraucher wichtig. Die Mehrheit der Befragten beurteilten eine derartige Kennzeichnung auf Lebensmitteln als sinnvoll; ein ähnlich hoher Prozentsatz gab an, sich beim Einkauf am Hinweis ohne Gentechnik zu orientieren.
Dabei sollen die aktuellen Kennzeichnungsvorschriften zur Gentechnik tatsächlich keine echte Wahlfreiheit gewährleisten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Bayreuth. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass vor jeder zukünftigen Umfrage, den Befragten das dt. Gentechnikgesetz und die Kennzeichung ohne Gentechnik erklärt werden müsste. Auf das Ergebnis dieser Umfragen darf man gespannt sein.
 

08.06.2011

Impfstoff aus dem Schweinestall

Gerötete Augen, NIesanfälle, Schnupfen, schlechte Stimmung: Immer mehr Deutsche leiden an Allergien, fasst  Harding Niehues ein Problem für die Oldenburgische Volkszeitung (Schweinestall-Luft beugt Allergien vor) zusammen, für das es zukünftig eine Lösung geben könnte: Ein Impfstoff aus dem Schweinestall. Dabei bezieht sich der Journalist in der OVS-Ausgabe vom 21.05.2011 auf eine Aussage des Allergologen Dr. Norbert Naber aus Cloppenburg.
Das Phänomen der gesünderen Bauernkinder ist nicht unbekannt. Der ZDS hatte darüber bereits mehrfach informiert.
 

06.06.2011

Hohe Leistungen und Tierschutz sind kein Widerspruch

Die Nutztierhaltung verfolgt keinen Selbstzweck. Wirtschaftlichkeit und marktrelevante Produktionsleistungen sind zentrale Zuchtziele. Dies kann jedoch nicht durch einseitige Selektion, sondern nur durch Einbeziehung funktionaler Merkmale erreicht werden. Das sind i.d.R. Merkmale mit geringer Erblichkeit wie z.B. Tiergesundheit, Skelett- und Klauenstabilität, Vitalität oder Aspekte des Tierverhaltens, wie Mütterlichkeit und Gruppentauglichkeit. In modernen Zuchtprogrammen bestimmen diese Merkmale z.T. mehr als 50 % des Zuchtziels.
 

26.05.2011

Kostenlast zwingt Schweinehalter in die Knie

Seit Jahrzehnten leben die Schweinehalter mit den Risiken des freien Marktes und mit dem Auf und Ab des  Schweinezyklus! Staatliche Eingriffe werden abgelehnt. Das gilt insbesondere für die private Lagerhaltung mit ihren Marktstörungen  in der Auslagerungsphase, wie sie aktuell wieder zu spüren ist.

Seit zwei Jahren ist der Schweinezyklus jedoch durch die anhaltend hohen Futterkosten aus dem Rhythmus geraten: Die Kosten bleiben auf hohem Niveau, ohne den erforderlichen Ausgleich bei den Erlösen. Den Betrieben fehlt die Erholungsphase, um ein angemessenes Familieneinkommen erwirtschaften und um bis 2013 die auferlegten Investitionen für neue Tierschutzvorgaben tätigen zu können.
 

26.05.2011

Gezielt essen bei Krebserkrankungen

systemed - Krebspatienten profitieren von einer fettreichen, kohlenhydratreduzierten Ernährung – diese Erkenntnis setzt sich zunehmend im klinischen Alltag durch. Eine solche Ernährungsform ist plausibel,denn Tumoren betreiben einen besonderen Stoffwechsel mit einem hohen Zuckerverbrauch. Der Körper des Patienten verwertet dagegen zunehmend schlechter Kohlenhydrate und entwickelt sogar eine Insulinresistenz, ganz ähnlich wie ein Diabetiker. Die Körperzellen brauchen nun Fett, um sich zu ernähren – das mit der speziellen Nahrung ausreichend zur Verfügung gestellt wird.
 

25.05.2011

Lehren aus der Dioxinkrise

LWK NS - Auf den Dioxinskandal war niemand vorbereitet. Wie er entstanden ist, und was sich in solchen Fällen besser machen ließe, zeigt nachfolgender Artikel.
Untersucht man die finanziellen Auswirkungen des Dioxingeschehens, haben die deutschen Schweinefleischerzeuger am stärksten unter dem Geschehen gelitten. Berechnungen zu Folge wurden bis Ende Januar marktbedingte Preisrückgänge von schätzungsweise 100 Mio. € verzeichnet. Rund drei Viertel hiervon entfiel auf die Schweinefleischerzeugung.
 

18.05.2011

Lebensmittel: CO2-Fußabdruck für die Kundenkommunikation ungeeignet

Der Carbon-Footprint eines Lebensmittels ist für die Kommunikation mit den Verbrauchern ungeeignet. Diese Einschätzung vertrat Dr. Jenny Teufel vom Öko-Institut Freiburg auf einer Tagung des Institutes für Nachhaltiges Management im Mai in Bonn. Die Vielzahl unwägbarer Einflüsse auf den CO2-Wert eines einzelnen Lebensmittels sei einfach zu groß. Das reiche von der Beschaffung von Waren aus völlig unterschiedlichen Herkunftsländern mit komplett anderen Produktionsmethoden bis zur individuellen Behandlung des Produktes durch den Verbraucher. Um die Möglichkeit einer Emissions-Zuordnung von Lebensmitteln zu bestimmten Lebenszyklusphasen näher zu untersuchen, wertete das Öko-Institut rund 180 vorhandene Product-Carbon-Footprint-Studien zu Lebensmitteln aus. Die Studien analysieren den CO2-Fußabdruck von rund 600 Produkten aus den Bereichen Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse sowie Convenience-Produkte. Über die Hälfte der Studien waren jedoch ungeeignet und auch die übrig gebliebenen unterscheiden sich stark in der methodischen Vorgehensweise.
 

17.05.2011

Spermaqualität - eine ständige Herausforderung

KB-Qualität nach ZDS-Standard

Seit Ende der achtziger Jahre betreiben deutsche Schweine-Besamungsstationen gemeinsame Forschung. Ziel ist es, konkrete Merkmale der Spermaqualität zu finden, um den Befruchtungserfolg verbessern zu können. Auf dieser Basis wurde 2008 der ZDS-Standard geschaffen und als Markenzeichen geschützt. Er steht auch für einen Standard beim Frischsperma - und zwar bis zu 72 Stunden nach der Samengewinnung.

 

16.05.2011

Veganer oft unterversorgt?

Vitamin B12 ist in Pflanzen nicht enthalten. Deshalb sei für Veganer eine ausreichende Versorgung allein über die Nahrung kaum möglich, schreibt das Landwirtschaftliche Wochenblatt Westfalen-Lippe in seiner Ausgabe 12/2011 auf Seite 104.
Wenn über Jahre kein oder zu wenig Vitamin B12 aufgenommen werde, könne es zu Mangelerscheinungen wie Blutarmut, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder Gedächtnisschwäche kommen. Diskutiert werde auch, ob eine niedriger Vitamin-B12-Spiegel im Blut in Zusammenhang steht mit einer fortschreitenden Hirnatrophie bei älteren Menschen. Vegetarier, die Milch und Eier essen, brauchen einen Mangel nicht befürchten.
Die Schauspielerin Ginnifer Goodwin soll geweint haben, als sie nach jahrelangem Fleisch- und tierischem Fettverzicht wieder ein Ei zu sich nahm. Das erste tierische Ding das ich aß, war ein Ei. Es war wahnsinnig köstlich. Ich habe fast geweint und mir noch einmal eins gegriffen, wird die Actrice am 14. Mai vom fan-lexikon zitiert.
 

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