Aktuelles

03.01.2011

Staub, der unterschätzte Klimafaktor

Modelle zur Prognose von Klimaveränderungen berücksichtigen den Einfluss von athmosphärischen Staubteilchen zu wenig. Zu diesem Ergebnis kommt der Wissenschaftler Jasper Kok vom National Center for Atmospheric Research (NCAR). Außerdem werde der Anteil häufig um den Faktor vier unterschätzt.
Abhängig von ihrer Größe und anderen Merkmalen, refklektieren einige Staubpartikel Sonnenenergie und kühlen den Planeten, während andere Energie absorbieren damit zu einem Temperaturanstieg beitragen können.

Jasper F. Kok. A scaling theory for the size distribution of emitted dust aerosols suggests climate models underestimate the size of the global dust cycle. Proceedings of the National Academy of Sciences, 2010; DOI: 10.1073/pnas.1014798108
 

22.12.2010

Indien erzeugt weltweit die meiste Milch

FAO: Milcherzeuger Nach Angaben der FAO ist Indien das Land der Welt, das mit Abstand die meiste Milch produziert. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, bedenkt man, dass der überwiegende Anteil der Inder religiös bedingt auf Milch ausweichen muss, um sich preiswert mit hochwertigem und biologisch gut verwertbarem Eiweiß versorgen muss.
Legt man die von der DLQ für dieses Jahr ausgewiesene mittlere Milchleistung deutsche Kühe zu Grunde, müssten in Deutschland für diese Milchmenge rd. 13,6 Millionen Kühe gehalten werden (Deutschland hat derzeit rd. 4,2 Mio. Kühe). In Indien werden für diese Milchmenge aber rd. 40 Millionen Kühe gehalten, was einer mittleren Milchleistung von gerade einmal 2.725 kg Milch je Kuh und Jahr entspricht.
 

17.12.2010

Gleich viel Artenvielfalt durch biologische und konventionelle Landwirtschaft

Englische Forscher kommen in einer neuen Studie zum Schluss, dass Biolandbau nur wenig mehr Biodiversität bringt als konventionelle Produktion, aber viel tiefere Erträge, fasst Roland Wyss-Aerni die Ergebnisse für den Landwirtschaftlichen Informationsdienst zusammen (Wie viel Artenvielfalt bringt der Biolandbau?). Die Bioforscher widersprechen, kommen aber auch zu dem Ergebnis, dass es auch im konventionellen Landbau möglich sei, viel für die Biodiversität zu tun.

Zur Original-Studie: Scale matters: the impact of organic farming on biodiversity at different spatial scales", Ecology Letters, Juli 2010, S. 858–869, Doreen Gabriel, Steven M. Sait, Jenny A. Hodgson, Ulrich Schmutz, William E. Kunin and Tim G. Benton
 

16.12.2010

Bio-Schweinehaltung - Mehr als eine Nische?"

Bio-Schweinehaltung - Mehr als eine Nische? Vom 07. bis zum 09. Februar 2011 findet in Würzburg die 10. Internationale Schweinetagung zum Thema Bio-Schweinehaltung - Mehr als eine Nische? statt. Schwerpunkt der von Naturland und Bioland ausgerichteten Tagung bilden der Tierschutz, eine 100 Prozent Bio-Fütterung sowie die Tiergesundheit. Mit der Vorstellung der Trends im Bio-Schweinemarkt und der aktuellen Marktentwicklung bietet die Veranstaltung einen umfassenden Überblick zum derzeitigen Stand. Die Exkursion zu zwei biologischen Höfen informiert die Teilnehmer zum Tagungsauftakt über verschiedene Stallbausysteme. Das erworbene Hintergrundwissen schafft gute Voraussetzungen für einen vielfältigen Austausch aller Akteure. Speichern
 

08.12.2010

ISN wird Gesellschafter in der Gesellschaft für Seuchenvorsorge (GESEVO)

Russland kämpft seit Jahren mit der Afrikanischen Schweinepest. Ende November überrollte die letzte größere Welle an Ausbrüchen Südrussland. Seit April lassen Südkorea und die Türkei nichts unversucht, die Maul- und Klauenseuche wieder in den Griff zu bekommen. Die Auswirkungen von Tierseuchen auf die Märkte sind weltweit zu spüren. Steigende Exportabhängigkeit, sensible Drittlandsmärkte und explodierende Schwarzwildbestände: Auch für die deutsche Veredlungswirtschaft steht viel auf dem Spiel, sollten Seuchen ausbrechen. Im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben und die Organisation rund um das Seuchengeschehen übergreifend zu managen ist von größter Bedeutung. Die wirtschaftlichen Auswirkungen eines Schweinepestausbruchs können sich laut einer Analyse der ISN-Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands im Ernstfall zu Milliardenbeträgen aufaddieren. Aus den genannten Gründen verstärkt die ISN ihr Engagement in der Seuchenvorsorge und ist Gesellschafter in der Gesellschaft für Seuchenvorsorge (GESEVO) geworden.
 

08.12.2010

Neue Videos zur Ferkelversorgung

Schweinezucht und Schweinemast (SuS)

Die Abferkelgruppen werden immer größer und es gibt eine Menge zu tun, um alle Neugeborenen optimal zu versorgen. Wer gut ausgerüstet ist, schafft die Arbeit schneller. Dabei haben sich Hilfsmittel und Tricks bewährt, die nachfolgend beschrieben und auf Videoclips gezeigt werden. Die Kurzfilme können von der Internetseite unserer Verbandszeitschrift SuS abgerufen werden:

 

06.12.2010

Ökoeffizienz bringt Ökonomie und Ökologie unter einen Hut

Kann das sein? Super C02-Bilanz, aber katastrophale Ökoeffizienz? Natürlich, stellte Dr. Andreas Kicherer, Head of Marketing & Sales Sustainability Services, BASF SE – Sustainability Center in seinem Vortrag Möglichkeiten und Grenzen des CO2-Fußabdrucks im Rahmen einer Ökoeffizienz-Analyse anlässlich des PigEvents am 15.11.2010 im Vorfeld der EuroTier in Hannover klar. Die C02-Bilanz oder ein C02-Footprint sind nur ein Teilaspekt bei der Umweltbewertung eines Produktes.
 

06.12.2010

C02-Fußabdruck: genaues Hinsehen entlarvt "schlichte Wahrheiten"

Überall wo Energie erzeugt wird, sei es im Straßenverkehr oder der Ernährung, entstehen Treibhausgase, z.B. in Form von C02. Ein Klima freundliches Dasein ist aber gar nicht so einfach, hat Wolfgang Wiedlich für den Bonner General-Anzeiger (4./5.12.10: Schlichte Wahrheiten, halbe Wahrheiten) herausgefunden. Neue Studien stoßen alte Denkmuster um. Äpfel aus Übersee können z.B. klimafreundlicher sein, als regional erzeugte. Die Betriebsgröße sei entscheidend. Kleinbauern ohne eigene Lagermöglichkeiten verhageln sich durch den Transport ihrer Produkte zu Kühlhäusern oder Märkten ihre C02-Bilanz. Vergleichbares treffe für Fleisch zu. Neuseeländisches Lammfleisch, dass auf naturgewachsenen Wiesen groß wird, hat u.U. einen C02-Vorteil gegenüber britischem Lammfleisch, wenn dort das Futter mit mineralischem Dünger erzeugt werde.
 

06.12.2010

Klimaschutz: Wissenschaftler fordern Plan B

Das Klimasystem birgt viele Risiken. Um wenigstens eine 5/6-Chance für das Zwei-Grad-Ziel zu haben, müsste man die Treibhausgase global um 80 Prozent bis 2050 reduzieren, und zwar im Vergleich zu zu 1990. Für ein Land wir die USA würde das eine Reduktion von 95 Prozent bedeuten, stellt Professor Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Institutss für Klimaforschung, fest (Quelle: General Anzeiger, 4./5.12.10: Warum 2 Grad Celsius?). Wer mag daran glauben? Auch die Forscher nicht! Deshalb wird derzeit Plan B zum Klimaschutz entwickelt. Das sog. Geo-Engineering oder Terraforming.
 

03.12.2010

NL: Charmeoffensive der Schweinehalter

Komm Schweine gucken! ist ein erfolgreiches Projekt der Schweinehalter in den Niederlanden. Neben Informationen zur Schweinehaltung wurden auch Videos eingestellt. Dabei scheut man sich nicht, auch Bilder aus Ställen zu zeigen, die bei uns als Massentierhaltung verurteilt werden. Wer diese Bilder sieht, dem wird schnell klar: von der Bestandsgröße sind keine Rückschlüsse auf den Tierschutz möglich. Aber das ist in Fachkreisen seit langem bekannt. Zumindest seit Frau Künast Landwirtschaftsministerin in Deutschland war.
 

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