Aktuelles30.07.2008
Blut: wertvoller Rohstoff für die TierernährungBlut und Blutprodukte sind wertvolle, eisen- und proteinreiche Lebensmittel. Jedes Jahr fallen allein in Deutschlandüber hundert Millionen Liter dieses Rohstoffes in den Schlachtbetrieben an, die dort meist aufwändig entsorgt werden. Aus ethischer Sicht und mit Blick auf die immer knapper werdenden Rohstoffe für eine wachsende Weltbevölkerung sollten neue technologische Verarbeitungs- und Behandlungsstrategien erarbeitet werden, um dieses hochwertige Lebensmittel verstärkt in der menschlichen Ernährung nutzen zu können,meinen Prof. Dr. Bernhard Nowak, Freifrau Dr. Theda von Müffling und Prof. Dr. Günter Klein aus dem Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit. Das Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) wird gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) sowie kleineren und mittleren Unternehmen der Fleischwirtschaft die Nutzung neuer Möglichkeiten zur Verarbeitung von Schlachtnebenprodukten, insbesondere von Schlachttierblut, erforschen. Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren und wird von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) und dem Forschungskreis der Ernährungsindustrie (FEI) mit 380.000 Euro gefördert. 25.06.2008
Mit kleinen Gruppen und mehr Platz zu besseren LeistungenAktuelle wissenschaftliche Untersuchungen belegen die Richtigkeit der in der deutschen Tierschutznutztierhaltungs-Verordnung festgeschriebenen Stallfläche für Mastschweine. Im Journal of Animal Science (86, 982-991, 2008) werden die Ergebnisse einer Untersuchung zum Einfluss verschiedener Gruppengrößen und unterschiedlichem Platzangebot auf Leistungs- und Gesundheitsparameter vorgestellt. Insgesamt wurden 2304 Mastschweine in 32 Versuchseinheiten in vier verschiedenen Versuchsvarianten gehalten. Dabei variierte die Gruppengröße von 18 bis 108 Tieren. Das Platzangebot schwankte zwischen 0,52 bis 0,75 qm / Tier.Die Wissenschaftler folgerten aus den Ergebnissen:
19.06.2008
Selen - Schutzfaktor in Fleisch & EiernEs ist nur in Spuren notwendig, doch als Schutzfaktor gegen Zellschäden unverzichtbar: Selen kommt als Bestandteil antioxidativer Enzyme eine Schlüsselrolle im Abbau von schädigenden Radikalen, etwa Umweltgiften, zu. Darüber hinaus fördert Selen den Aufbau von Schilddrüsenhormonen und stärkt die Immunabwehr. Nach aktuellem Wissensstand scheint eine Zufuhr von 30 bis 70 Mikrogramm pro Tag für Jugendliche und Erwachsene ausreichend. Zu den selenreichen Lebensmitteln zählen Fleisch, Eier und Fisch, aber auch Innereien. Appetit auf Hähnchenleber? Mit einer Hundert-Gramm-Portion ist der Tagesbedarf an Selen bereits gedeckt. Auch Spargel und Linsen sind gute Selenlieferanten. Bei Getreide befindet sich das Spurenelement vor allem in den Randschichten, deshalb lohnt es, bei Brot und Teigwaren auf das volle Korn zu setzen.Risikogruppen für eine unzureichende Versorgung sind Diabetiker, strenge Vegetarier, die ausschließlich pflanzliche Lebensmittel zu sich nehmen oder Menschen, die sich kalorien- oder eiweißarm ernähren. Gut zu wissen: Selenpräparate immer nur unter ärztlicher Kontrolle einnehmen, denn auch zum Ausgleich einer Unterversorgung ist Selen nur in Spuren notwendig! Siehe auch ZDS-Meldung vom 27.10.2007 Selenmangel vorbeugen - mit SelenPork Schweinefleischrezepte 13.06.2008
Marktlage für BioschweineAm 4. Juni trafen sich rd. 20 Mitglieder des Aktionsbündnisses Bio-Schweinehalter Deutschland in Hamm zu einem Meinungsaustausch, um sich u.a. einen Überblick über das derzeitige Marktgeschehen zu machen.Nachdem mehrere Jahre Öko-Ferkel knapp waren, gibt es seit 2007 ein Überangebot, heißt es in der LZ Rheinland, 24/2008. Einer Jahreserzeugung von 220.000 Öko-Ferkeln steht nur ein Mastbedarf von 200.000 Öko-Mastschweinen gegenüber. Und diese Situation könnte sich verschärfen, wenn konventionelle Ferkelerzeuger kurzfristig umstellen. Dies ist rel. schnell möglich, wenn die Säugezeit verlängert und das Futter umgestellt wird. Henning Niemann vom Öko-Kompetenzzentrum Niedersachsen nannte noch einen anderen Grund, warum der Bioboom bei den Bioschweinehaltern nicht ankommt: die gestiegenen Futterpreise. Derzeit müsse über 50 € / dt gezahlt werden. Ein Erlös von 3 Euro / kg Schlachtgewicht reiche dafür nicht mehr aus. Einig waren sich die Betriebe darin, dass dem momentanen Überangebot entgegengewirkt werden müsse. Dazu sei es erforderlich, sich stärker zu vernetzen, um gegenüber Verarbeitern und Futtermittelherstellern geschlossen auftreten zu können. 21.05.2008
Strategien zum Erfolg unter Kostendruck
Die deutschen Schweinehalter sind es gewöhnt, mit den Höhen und Tiefen des freien Marktes zu leben. Sie haben in den letzten Jahrzehnten einen drastischen Strukturwandel erfahren, der sich weiter fortsetzt. Trotz ungünstiger politischer Rahmenbedingungen investierten sie umfangreich in die Modernisierung und in den Ausbau der Schweinehaltung.Viele Betriebe, die in den letzten Jahren eine Bestandsaufstockung vorgenommen und sich auf die Sauenhaltung spezialisiert haben, sind durch die Entwicklung der Futterpreise in die Kostenfalle geraten. Sie müssen jetzt alle Möglichkeiten nutzen, um die Stückkosten zu reduzieren. Auf den Schweinezyklus und eine Verknappung des Ferkelangebotes zu warten, dürfte dem Kreditgeber nicht genügen. Mit einer Fachtagung am 20. Mai in Celle hat der Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion aufgezeigt, wo - speziell in der Sauenhaltung - Möglichkeiten der einzelbetrieblichen Kostensenkung und Leistungssteigerung bestehen - Dank herausragender Referenten. 14.05.2008
Amerikanische Schweineproduzenten informieren bei YouTube
©aho - Um noch näher am Kunden zu sein und ihm aktuelle Informationen zur Schweineproduktion und - haltung zu bieten, veröffentlichen jetzt amerikanische Schweineproduzenten auf dem bekannten Videoportal YouTuberegelmäßig kurze Filme. Ziel ist es auch, bei negativer Berichterstattung, rasch reagieren und objektive Informationen liefern zu können. Hier sei das Videoportal YouTubedas geeignete Medium, da es von Millionen von Besuchern täglich genutzt würde, so die Schweineproduzenten vom National Pork Board.>>> 22.04.2008
Nahrungsmittelhersteller stehen auf Käfigeier©aho - Viele Hühnerhalter in Ostwestfalen-Lippe verlieren Großkunden aus der Lebensmittelindustrie. Das berichtet jetzt das Regionalstudio Bielefeld des WDR. Nach Ansicht des Landwirtschaftsverbands ist das eine Folge des Käfigverbots für Legehennen in Deutschland. Bis zum Jahresende müssten Käfige durch Volieren, Boden- oder Freilandhaltung ersetzt werden. Die Nahrungsmittelhersteller würden künftig Eier aus Osteuropa beziehen. Eier aus Legebatterien enthalten angeblich weniger Salmonellen, berichtet der Sender. >>>08.04.2008
ZDS-Fachtagung: Strategien zum Erfolg unter KostendruckViele Betriebe, die in den letzten Jahren eine Bestandsaufstockung vorgenommen und sich auf die Sauenhaltung spezialisiert haben, sind durch die Entwicklung der Futterpreise in die Kostenfalle geraten. Sie müssen jetzt alle Möglichkeiten nutzen, um die Stückkosten zu reduzieren. Auf den Schweinezyklus und eine Verknappung des Ferkelangebotes zu warten, dürfte dem Kreditgeber nicht genügen. Mit einer Fachtagung am 20. Mai 2008 in Celle will der Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion beispielhaft auzeigenwerden, wo - speziell in der Sauenhaltung - Möglichkeiten der einzelbetrieblichen Kostensenkung und Leistungssteigerung bestehen. Das gilt sowohl für die Optimierung der baulichen Gegebenheiten, als auch für hygienische Maßnahmen zur Ausschöpfung des genetischen Leistungspotenzials. Darüber hinaus sollen am Beispiel von zwei Top-Betrieben Hinweise gegeben werden, welche Handlungsmöglichkeiten sich einem Betriebsleiter konkret in der Praxis eröffnen und mit welchen individuellen Strategien sich der betriebliche Erfolg verbessern bzw. sichern lässt. Ziel der Fachtagung ist es, neue Impulse für unternehmerische Entscheidungen zu geben, sowohl dem einzelnen Schweinehalter, als auch den in der Schweinehaltung tätigen Organisationen und Unternehmen.07.03.2008
Welche Rolle spielen Wurst und Fleisch für Krebs?Anfang November 2007 erschien der zweite Report zur Krebsprävention durch Ernährung, der vom Weltfonds für Krebsforschung, World Cancer Research Fund (WCRF) und dem amerikanischen Krebsforschungsinstitut, American Institute for Cancer Research (AICR), erarbeitet wurde. Das wichtigste Ergebnis: zu viel Körperfett verursacht Krebs.Auch der Verzehr von rotem Fleisch und Fleischerzeugnissen nennt der Report als "überzeugende Krebsursachen, wenn mehr als 500 g pro Woche überschritten werden. Die zitierten Datenquellen werden von anderen Autoren durchweg zurückhaltender interpretiert, hat die Ernährungswissenschaftlerin Dipl. oec. troph. Ulrike Gonder herausgefunden. 25.02.2008
DLG-Ratgeber "Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Landwirte"
Das neue, 112-seitige DLG-Praxishandbuch Gewusst wie - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für erfolgreiche Landwirtenennt nicht nur sinnvolle Gründe, sondern erklärt im ersten Teil kompakt und praxisnah den Werkzeugkastenfür erfolgreiche PR-Arbeit, von der Visitenkarte über Werbeschilder und Handzettel bis zur Pressearbeit und den Internetauftritt. Im Hauptteil des Buches werden Anregungen für die tägliche Praxis für die verschiedenen Betriebssparten vom Ackerbau- und Biobetrieb, der Viehzucht über die Biogas- und Windkraftanlage bis zum Hofladen, Hofcafé und Ferien-auf-dem-Bauernhof-Anbieter gegeben. Das Buch kann zum Preis von 19,90 € beim DLG-Verlag, Eschborner Landstr. 122, 60489 Frankfurt a.M., Tel.: 069/24788-451, E-Mail oder im DLG-Buchshop bestellt werden. |



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