Aktuelles

23.02.2007

Ökologischer Landbau: Ausweg aus der Klimafalle?

In dem Artikel Landwirte geraten ins Visier der Umweltschützer, erschienen im Handelsblatt (Nr. 39/07), wird die Grünen-Abgeordnete Renate Künast mit den Worten zitiert, dass der ökologische Landbau der Hit beim Klimaschutz sei. Aktuelle gegenteilige wissenschaftliche Untersuchungsergebnisse, die soeben in England veröffentlicht wurden, bleiben unerwähnt.
Professor Ken Green von der Manchester Business School, der die Studie mit dem britischen Agrarministerium DEFRA (Department for Environment, Farming and Rural Affairs) erstellte, fordert, bei der Bio - Produktion und den CO-2-Emissionen genauer hinzusehen.
Für die Studie wurden die 150 umsatzstärksten Bio - Lebensmittel in ihrer Umweltwirkung genauer analysiert. Hierbei wurde der Weg vom Anbau, über den Transport und die Verarbeitung bis zum Konsumenten betrachtet. Unterstützung bekommt Professor Green vom Umwelt - Staatssekretär David Miliband, der Bio als lifestyle choice bezeichnete. Auch der wissenschaftliche Chefberater der britischen Regierung Professor Sir David King hatte sich kürzlich zurückhaltend über die angeblichen Umweltvorteile einer Bio-Landwirtschaft geäußert.
 

23.02.2007

Landwirtschaft trägt zum Klimaschutz bei

Emissionen aus der Landwirtschaft sinken Während in anderen Bereichen seit 1990 der Ausstoß von Klimagasen noch gestiegen ist, hat die Land- und Forstwirtschaft ihre Emissionen seitdem bereits um über 24 Prozent gesenkt. Dies stellte der Deutsche Bauernverband (DBV) zu den Berichten in einigen Zeitungen zum noch unveröffentlichten UN-Klimaschutzbericht fest.

Nach Aussage des DBV hat die Land- und Forstwirtschaft in Deutschland mit 9,5 Prozent nur einen geringen Anteil an der Emission klimawirksamer Gase. Außerdem werde durch die land- und forstwirtschaftliche Produktion CO2 gebunden und Sauerstoff produziert, womit ein be­trächtlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet werde. Gerade durch die Erzeugung nach­wachsender Rohstoffe zur energetischen Nutzung werde lediglich die CO2-Menge an die Umwelt abgegeben, die vorher von den Pflanzen gespeichert wurde, erklärte der DBV weiter. Nachwachsende Rohstoffe seien somit nicht nur CO2-neutral, sondern führten zu einer aktiven Reduktion des CO2-Ausstosses durch Ersatz von fossilen Rohstoffen.
 

16.02.2007

Bioanbau: warum Landwirte den Umstieg scheuen

Der Biomarkt boomt. Zweistellige Umsatzzuwächse sind derzeit üblich. Die gestiegene Nachfrage wird immer häufiger mit Importen gedeckt. Die Fachzeitschrift DLG-Mitteilungen nennt in ihrer aktuellen Ausgabe (2/2007) Gründe für die mangelnde Bereitschaft der Landwirte, auf die ökologische Wirtschaftsweise umzusteigen. So berge eine zwei- bis dreijährige Umstellungszeit hohe finanzielle Risiken. Bei rückgängigen Fördersätzen seien die derzeitigen Preise nicht attraktiv genug. Außerdem bringe die neue EU-Ökoverordnung und die Förderung nachwachsender Rohstoffe und erneuerbarer Energien für die heimische Bioproduktion neue Probleme bzw. bessere Alternativen. Wer dennoch umsteige, müsse mit ausländischen Bioproduzenten konkurrieren oder regionale Premiumprodukte zu hohen Preisen direkt ab Hof vermarkten.
 

14.02.2007

Rückstände in Obst und Gemüse: Stellungnahme des Industrieverbandes Agrar e.V.

Die Greenpeace-Meldung über Rückstände in Obst und Gemüse dürfte wieder vielen Verbrauchern schwer auf den Magen schlagen. Auch die Pflanzenschutz-Industrie hat kein Interesse daran, dass Überbleibsel ihrer Produkte die Menschen krank machen, erklärt dazu Volker Koch-Achelpöhler vom Industrieverband Agrar e. V. in Frankfurt.

Die winzigen Spuren, die sie nachweisen, sind gesundheitlich kein Problem.Greenpeace bewertet das anders. Es bleibt der Organisation unbelassen, eigene Maßstäbe anzulegen. Die Behörden, die verantwortlich Höchstmengen festsetzen, müssen sich allerdings an wissenschaftliche Erkenntnisse halten und auch den Nutzen des Pflanzenschutzes für eine vielfältige und gesunde Ernährung berücksichtigen. Nur so ist optimale Sicherheit sowohl für die Versorgung mit Lebensmitteln als auch für die Gesundheit garantiert.

 

08.02.2007

Einigung bei Schlagstempelkennzeichnung

Im März 2006 haben sich die Verbände der Vieh- und Fleischwirtschaft auf gemeinsame Grundsätze für die Gestaltung des Schlagstempels bei Schlachtschweinen geeinigt. Wie das Ministerium den Verbänden jetzt mitteilte, haben die Grundsätze mittlerweile auch die Zustimmung der obersten Landesbehörden gefunden. Das Ministerium macht gleichzeitig darauf aufmerksam, dass für die Kennzeichnung ausschließlich lebensmitteltaugliche Farbstoffe verwendet werden dürfen (gemäß § 3 Abs. 1 Anlage 1 Teil C der Zusatzstoff-Zulassungsverordnung vom 18.01.98). Die Kennzeichung sollte auf beiden Seiten des Tierkörpers zu erfolgen.
 

01.02.2007

Videothek bei raiffeisen.com

Die Raiffeisen.com GmbH & Co. KG hat ihren Internetauftritt um eine Videothek erweitert. Es werden u.a. Filme zu den Themen Pflanzenschutz und Tierhaltung angeboten, wobei der Schwerpunkt der Filme auf den Produkten der Raiffeisenwarengenossenschaft liegt. Die Sammlung soll laufend erweitert werden. http://www.raiffeisen.com/video
 

08.01.2007

Studie zum Fleisch-Verzicht

Jenaer Psychologen suchen Teilnehmer für eine ausgeweitete Studie zum Fleisch-Verzicht. Sie wollen herausfinden, warum Menschen bei ihrer Ernährung auf Fleisch verzichten. Die Ergebnisse einer ersten Studie besagen, dass Menschen vor allem deshalb zu Vegetariern werden, weil sie nicht wollen, dass Tiere getötet werden. Jetzt will das Team um Dr. Kristin Mitte die Untersuchung ausweiten und die bisherigen Ergebnisse überprüfen. Dafür suchen die Psychologen möglichst viele Menschen, die kein Fleisch essen. Die Teilnehmer jeden Alters können nach Uni-Angaben aus Deutschland, Österreich und der Schweiz stammen. Sie werden gebeten, im Internet einen Fragebogen auszufüllen. Er ist unter http://www.vegetarierstudie.uni-jena.de zu finden. Die Befragung ist anonym; die Daten werden vertraulich behandelt.
 

10.11.2006

Beschäftigungsmaterial für Schweine

Seit Anfang August gelten die neuen Bestimmungen der geänderten Nutztierhaltungsverordnung (BGBl I Nr. 37, vom 3.08.06, S. 1804 ff). Davon einige unmittelbar ohne Übergangsfrist. Da derzeit eine Überprüfung zur Einhaltung der Bestimmungen durch die neutralen Auditoren des QS-Systems erfolgen, erinnert der Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion e.V. (ZDS) an Untersuchungsergebnisse der Universität Giessen zu unterschiedlichem Beschäftigungsmaterial für Schweine. Die Ergebnisse wurden in der überregionalen Fachzeitschrift Top Agrar bereits im Jahr 2003 veröffentlicht, so daß einige der vorgestellten Varianten heute nicht mehr ausreichen dürften. Hintergrund ist die Forderung der Verordnung nach veränderbarem Beschäftigungsmaterial.
Siehe hierzu auch Pressemeldung vom 30.11.2005.
(Dank an die Top Agrar-Redaktion, die den Artikel für diese Meldung zum Download freigegeben hat.)
 

31.10.2006

Blutplasma in der Ferkelfütterung

In vielen Literaturquellen wird auf positive Effekte von Blutplasma in der Ferkelfütterung hingewiesen, schreibt die LZ Rheinland in ihrer Oktoberausgabe 43. Es ist die Rede von höherer Futterakzeptanz, einer Immunitätsverbesserung, einem höheren Gesundheitsstatus und weniger Medikamenteneinsatz. Gleichzeitig wird von besseren Mastleistungen berichtet. In einem Futterversuch des Landwirtschaftszentrums Haus Düsse der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen konnten diese Vorteile bestätigt werden. Allerdings sei vor dem Hintergrund der hohen Futterkosten nur ein Einsatz von maximal 3,5 % in der Ration empfehlenswert. >>>
Weiter Tipps zur Ferkelfütterung
 

07.08.2006

Neue Nutztierhaltungsverordnung

Am 03.08.06 sind die neuen Tierschutzbestimmung für Geflügel und Schweine mit der geänderten Nutztierhaltungsverordnung im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden. Sie traten am 04.08.06 in Kraft. Für die Schweinehaltung gelten damit unmittelbar (zum Teil ohne Übergangsfrist!) eine Reihe neuer Bestimmungen.
 

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