Aktuelles21.02.2006
Lebensmittelunternehmen und Landwirtschaft produzieren auf AugenhöheSpätestens mit In-Kraft-Treten der Futtermittelhygieneverordnung zum 01.01.2006 dürfte allen Lebensmittelproduzenten klar sein: Landwirtschaft und Verarbeiter von landwirtschaftlichen Erzeugnissen bewegen sich auf Augenhöhe. Nicht nur was die Qualitätsanforderungen anbelangt, sondern auch hinsichtlich Haftung und Rückverfolgbarkeit. Umso unverständlicher ist die Haltung einiger Lebensmittelkonzerne, hochwertige Lebensmittelreste aus der laufenden Produktion nicht mehr an die Landwirtschaft abzugeben, sondern in den Müll zu kippen. Dahinter steht die Angst, dass im Falle einerFuttermittelkriseder Firmenname in der Presse auftaucht - mit negativen Folgen für den Lebensmittelabsatz. 13.02.2006
BMELV: Hinweise zur SchlachttierkennzeichnungAm 06.02.06 hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) eine Klarstellung zur Frage der Nachkennzeichnung von Schweinen bei Verlust der Ohrmarke an die zuständigen Landesbehörden verschickt. Bei den sog. Cross-Compliance-Kontrollen war es hierzu immer wieder zu regional unterschiedlichen Auslegungen der Bestimmungen der nationalen Viehverkehrs-Verordnung gekommen.16.01.2006
Leitlinie zur effizienten und umweltverträglichen SchweinemastEinen schönen Überblick zur Marktsituation und die Rahmenbedingungen unter denen landwirtschaftliche Unternehmer Schweinefleisch erzeugen, hat die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft in Form derLeitlinie zur effizienten und umweltverträglichen Schweinemastherausgegeben. Das Kapitel Produktionsverfahrenbeschreibt die Anforderungen an das Tiermaterial, die Haltung, die Fütterung und die notwendigen Dokumentationspflichten. Das Kapitel Verfahrensbewertungerläutert die Bewertung verschiedener Produktionsverfahren. Die neunzehnseitige Leitlinie(pdf-Datei) steht zum Download im Internet der TLL. Artikel herunterladen 22.12.2005
EU-Hygienepaket: Übergangsregelungen im Amtsblatt veröffentlichtDie EU-Komission hat jetzt die Verordnung 2076 im Amtsblatt veröffentlicht. Die Verordnung legt Durchführungsvorschriften zu den Verordnungen des sog. EU-Hygienepaketes (VO 852, 853, 854) fest, die EU-einheitlich zum 01.01.2006 gelten. Darin enthalten ist auch die Möglichkeit für Übergangsvorschriften. Für den Schweinesektor ist eine zweijährige Frist möglich. Jetzt wartet die Wirtschaft auf eine deutsche Dringlichkeitsverordnung, damit z.B. die geforderten Begleitpapiere für Schlachtschweine, die 24 Stunden vor Ankunft der Tiere beim Schlachthof vorliegen müssen, vorbereitet werden und elektronische Übertragungswege aufgebaut werden können.Siehe auch ZDS-Meldung vom 20.12.2005 30.11.2005
Womit beschäftigen sich Schweine am liebsten?In der EU-Richtlinie 2001/93/EG Anhang, Kapitel 1, Punkt 4, heißt es:Unbeschadet von Artikel 3 Absatz 5 müssen Schweine ständigen Zugang zu ausreichenden Mengen an Materialien haben, die sie untersuchen und bewegen können, wie z. B. Stroh, Heu, Holz, Sägemehl, Pilzkompost, Torf oder eine Mischung dieser Materialien, durch die die Gesundheit der Tiere nicht gefährdet werden kann.Derzeit werden im Rahmen einer Dissertationsarbeit am Institut für Tierhaltung und Haltungsbiologie der Universität Giessen die unterschiedlichsten Materialien auf ihre Praxistauglichkeit untersucht. Dabei zeichnen sich bereits jetzt eindeutige Präferenzen ab. 15.11.2005
Schweine lieben es dämmrigAm Institut für Klinische Veterinärwissenschaften der Universität Bristol wurde das Verhalten von Schweinen bei unterschiedlichen Lichtstärken untersucht. In Wahlversuchen mit unterschiedlich stark ausgeleuchteten Ställen konnten Schweine die für sie angenehmsten Stallbereiche frei wählen. Durch ihr Verhalten bestätigten die Schweine, dass sie Dämmerungstiere sind; Stallbereiche mit Lichtstärken < 4 Lux wurden bevorzugt.(N.R. Taylor, G. Perry, M. Potter, N.B. Prescott, C.M. Wathes: Preference of pigs for illuminance, BBSRC 2003) 31.10.2005
Schweinehaltung: EU-Gutachten zum TierschutzDie Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat soeben ein Gutachten des Wissenschaftlichen Gremiums über die Einflüsse verschiedener Platzangebote und Bodenarten auf den Tierschutz von Absetzferkeln und Zuchtläufern veröffentlicht. Dabei werden die Vor- und Nachteile verschiedener Bodenarten benannt und Empfehlungen zum Platzbedarf ausgesprochen.Das Gutachten kommt auch zu dem Ergebnis, das weder die Bodenbeschaffenheit noch das Platzangebot wesentliche Auswirkungen auf die Fleischqualität, die Luft- und Wasserverschmutzung oder menschliche Krankheiten haben. Allerdings sei die Häufigkeit der Entmistung wichtig, um die Ammoniakemission in Ställen und in der Umwelt zu verringern. >>> 24.10.2005
„Anforderungen an Besamungseber“ aktualisiertDie Besamungorganisationen im Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion e.V. (ZDS) haben auf Ihrer Jahrestagung am 20. Oktober 2005 in Wels, Österreich, ihre Empfehlung für die ‚Anforderungen an Besamungseber hinsichtlich ihrer Eignung zum Einsatz in der Künstlichen Besamung’ aktualisiert.28.09.2005
Erlebnis Bauernhof - Ideen für Aktionen mit Kindern
Wie kommt die Milch in die Tüte und was haben Nudeln mit Mähdreschern zu tun? Wissen, das früher von Kindern ganz nebenbei erworben wurde, weil es zu ihrem täglichen Erleben gehörte, muss heute im Kindergarten oder in der Schule vermittelt werden. Deshalb entwickelte der aid infodienst für Erzieherinnen und Lehrkräfte an Grundschulen einen Ringordner, der zahlreiche Ideen für Aktionen rund um die Themen Bauernhofund Ernährungenthält. 13.09.2005
Bei Mastschweinen überwiegt die StallhaltungNach einer einmaligen Stichprobenerhebung des Statistischen Bundesamtes wurden von den im Jahre 2004 in Deutschland gehaltenen 10,4 Mill. Mastschweinen fast 3 % der Tiere in sog. Außenklimaställen gehalten. Immerhing 8 % der Tiere wurden lt. Hochrechnung im Stall auf Festmist gehalten. Das Gros der Tiere (89 %) wurde in Ställen mit perforierten Böden und Gülleanfall aufgezogen. |



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