Aktuelles

03.08.2017

Was kostet die Milcherzeuger die GVO-freie Fütterung?

Proteinmarkt - Bereits vor etwa zehn Jahren haben erste Meiereien und Milchliefergemeinschaften in Bayern und Baden-Württemberg ihre Mitgliedsbetriebe auf GVO-freie Fütterung umgestellt. Heute beträgt dort der Anteil der Milch aus GVO-freier Fütterung etwa 60 bis 70 % der erzeugten Milch. Seit Mitte 2016 haben nun auch in Schleswig-Holstein die ersten Meiereien ihre Produktion komplett oder teilweise auf Milch aus GVO-freier Fütterung umgestellt. Die Umstellung auf Milch aus GVO-freier Fütterung kann mit zusätzlichen Kosten verbunden sein; Johannes Thomsen, landwirtschaftlicher Berater aus Schleswig-Holstein hat mit Blick auf die norddeutschen Bedingungen nachgerechnet. Die Kalkulation finden Sie im Internetportal "Proteinmarkt".
Im Durchschnittsbetrieb der Rinderspezialberatung belaufen sich die Kosten auf 0,44 ct je kg produzierter Milch. Einzelbetrieblich können die Mehrkosten 0,0 bis 1,2 ct je kg Milch betragen. Während in der Umstellungszeit die Kosten wahrscheinlich noch ersetzt werden, wird das langfristig nach Einschätzung des Beraters nicht mehr möglich sein.

Anm. d. Red.: Auch das Risiko bei Kreuzkontamination trägt der Betriebsleiter ganz allein. Um das Risiko zu reduzieren, rät der Fachberater vermutlich daher zu einer Umstellung des ganzen Betriebes. Trotzdem bleibt das Risiko und Fragen zum Verbleib der Milch im Falle von GVO-Futterbestandteilfunden. Eine unschädliche Beseitigung wäre vor dem Hintergrund der vollen Lebensmitteltauglichkeit und der Diskussionen um Ressourcenschonung verantwortungslos. Daher ist es dringend an der Zeit, um über den Sinn und Zweck der GVO-freien Fütterung und über die Risikoverteilung neu nachzudenken. Der Landwirt darf auf den Kosten nicht sitzen bleiben.
 

03.08.2017

EU/ELER-Förderung: neue Vorgaben zur Information der Öffentlichkeit

Landwirtschaftliche Betriebe, die bestimmte EU-Fördermittel (AUM, Ökolandbau, AGZ, ELER-Tierwohl) erhalten und eine betriebliche Internetseite betreiben, müssen auf diese EU-Förderung hinweisen.
Hierfür hat das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ein Merkblatt entwickelt. Der Hinweis muss für den Zeitraum der Förderung dauerhaft gut erkennbar auf der Internetseite zu finden sein.
 

03.08.2017

Der Schweinestall daheim und in der Schule

I.M.A. - Um Schulkindern anschaulich zu vermitteln, wie moderne Schweinehaltung funktioniert, hat der i.m.a e.V. jetzt eine Lern-DVD in sein Angebot kostenloser Lehr- und Lernmaterialien aufgenommen. Bei einem virtuellen Rundgang durch die Ställe vermittelt sie Fakten zur Aufzucht und Haltung der Schweine. Behandelt werden auch Aspekte wie Tiertransport und Fleischverarbeitung, Kosten- und Ertragskalkulation sowie weitere Details aus der Arbeitswelt der Tierhalter, Mitarbeiter und Auszubildenden auf den Höfen.
DVD und zusätzliches Unterrichtsmaterial können im i.m.a-Webshop (www.ima-shop.de) kostenlos heruntergeladen und bestellt werden. Die Produktion der DVD wurde von der Landakademie im Deutschen Bauernverlag gestaltet und technisch unterstützt sowie von der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert.
 

02.08.2017

Kamera-Monitor-Systeme jetzt kaufen und Prämie sichern

Seit dem 1. August kann beim Kauf bestimmter Präventionsprodukte bei der SVLFG eine Prämie beantragt werden. Förderfähig sind neben Kamera-Monitor-Systemen, aktivem Gehörschutz mit und ohne Funk, Stehhilfen und Anti-Ermüdungsmatten werden auch Gaswarngeräte für Kohlendioxid, Methan oder Schwefelwasserstoff, Montagewagen zum Reifenwechsel bei Traktoren, Erntemaschinen, Erdbaumaschinen und LKW sowie Fixiereinrichtungen in der Tierhaltung gefördert.

Es können nur Anträge berücksichtigt werden, die ab 1. August 2017 gestellt werden. Die Vergabe erfolgt nach der Reihenfolge der Antragseingänge. Die Aktion endet, wenn die Fördergelder von insgesamt 200.000 Euro ausgeschüttet sind, spätestens jedoch zum 31. Dezember 2017. Es können nur Anträge berücksichtigt werden, die ab 1. August 2017 gestellt werden und die Prämie in Höhe von max. 100 € stellt für ein Unternehmen wahrscheinlich keinen wirklichen Kaufanreiz dar.

 

02.08.2017

Eine Berufsausbildung mit Perspektiven in den "Grünen Berufen"

Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres zum 1. August 2017 stehen interessierten Jugendliche noch zahlreiche offene Ausbildungsplätze in der Agrarwirtschaft zur Verfügung. Nach aktueller Einschätzung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) sind bundesweit über 2.500 Ausbildungsplätze im landwirtschaftlichen Bereich noch unbesetzt. Jugendlichen, die einen abwechslungsreichen Ausbildungsplatz mit interessanten beruflichen Perspektiven suchen, bietet die Land- und Agrarwirtschaft gute Einstiegs- und Entwicklungschancen, erklärte der stellvertretende DBV-Generalsekretär Udo Hemmerling.

 

01.08.2017

Verabschiedung von Josef Hannen aus dem vit-Vorstand

vit - Ende Juni 2017 wurde auf der Vertreterversammlung der Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung w.V. (vit) das langjährige Vorstandsmitglied Herr Josef Hannen verabschiedet. Herr Hannen wurde nach einigen Jahren der Mitarbeit im vit-Beirat im Juni 2007 in den vit-Vorstand gewählt. Dort hat er mit seiner kompetenten, integrativen Art sehr erfolgreich gewirkt und sich eine hohe Wertschätzung erarbeitet. Neu in den Vorstand von vit wurde Herr Christian Bange als sein Nachfolger gewählt. Herr Bange ist Holstein-Züchter aus Rheinland-Pfalz, stellvertretender Vorsitzender der RUW eG und Vorstandsmitglied beim LKV Rheinland-Pfalz-Saar e.V. Als neues Mitglied im Beirat wurde Herr Dr. Norbert Wirtz gewählt.
 

01.08.2017

Indikatoren für eine ergebnisorientierte Honorierung von Tierschutzleistungen

Um ein Konzept für die ergebnisorientierte Honorierung von Tierschutzleistungen in der Milchviehhaltung zu entwickeln, wurden problemorientierte Indikatoren von Wissenschaftlern und Praktikern ausgewählt. Diese wurden in 115 Milchbetrieben angewandt und den Ergebnissen des Welfare Quality® Protokolls sowie des Nationalen Bewertungsrahmen Tierhaltungsverfahren gegenübergestellt. Dabei wurden Empfehlungen für die Praxis formuliert, die teilweise bereit im Praxisprojekt Cows and more (Was Kühe uns sagen) berücksichtigt werden.
 

01.08.2017

"Artenschutz und Tierrechte sind unvereinbar"

DJV - Über philosophische Ansätze zum Mensch-Tier-Verhältnis und die Auswirkungen auf Jagd und Artenschutz hat der DJV mit dem Schweizer Publizisten Alexander Schwab gesprochen. Das 2-teilige Interview gibt Einblicke in die bizarre Gedankenwelt der Tierrechtsbewegung.
Landwirten, die sich über Kommentare von Tierrechtlern auf ihren Facebookseiten wundern, sollten das Interview lesen.
Bisher konnte noch kein Tierrechtler glaubhaft belegen, das ihre bevorzugten Verzehrsprodukte ohne jeden Kontakt zu Tieren erzeugt wurden. Das verwundert auch nicht, da es kaum rein biovegane Bauernhöfe gibt. Lachgasemissionen durch Gründüngung und Bodenfruchtbarkeit sind derzeit die größten Probleme dieser Landbauform.
 

01.08.2017

Unstatistik: "34 Prozent mehr Parkinson durch fettarme Milchprodukte"

unstatistik - Die Unstatistik Juni ist die Warnung, dass die als gesund gelobte fettarme Milch und der magere Joghurt das Risiko erhöhen, an der Parkinson-Krankheit zu erkranken. So berichtet web.de über zwei Beobachtungsstudien in der Fachzeitschrift Neurology: Unter den Personen, die drei oder mehr Portionen fettreduzierter Milchprodukte pro Tag konsumiert haben, war die Rate derer, die die Nervenkrankheit Parkinson entwickelten, 34 Prozent höher. Auch bei einer Portion täglich sei das Risiko merkbar erhöht.
 

01.08.2017

Sterben Menschen durch Stickstoffdioxid?

Autobauer haben bei den Abgaswerten geschummelt. So weit, so schlecht. Ein gefundenes Fressen für Empörungsjournalismus. Jetzt aber nimmt die öffentliche Diskussion eine ganz neue Dimension ein. Plötzlich werden Diesefahrzeuge per se verteufelt, u.a. auch von den Parteien, die den Biodieselboom einst befördert haben. Stickoxide aus Dieselabgasen sollen plötzlich sogar für 10.000 verkehrsbedingte Tote verantwortlich sein. So ein Zusammenhang lässt sich aus aktueller Datenbasis nicht schätzen.
Die Kausalität unterstellende Aussage, jährlich würden 10.000 Menschen durch Verkehrsemissionen sterben, ist nach Ansicht des (Bundestags-)Ausschusses nach dem Ergebnis der Sachverständigenanhörung nicht haltbar. und Es gibt keine wissenschaftlich erwiesenen Zahlen dazu, wie viele Menschen aufgrund grenzwertüberschreitender NO2-Expositionen erkrankt oder gar gestorben sind, heißt es im Bericht des 5. Untersuchungsausschusses gemäß Artikel 44 des Grundgesetzes zur Dieselaffäre. Damit wäre die vielfach kolportierte Zahl ein Anwärter für die Unstatistik des Monats.
 

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