Aktuelles

03.07.2017

Eine Zukunftsfähige Tierhaltung scheitert an den Verbrauchern?

Im BMEL-Gutachten zur Ausrichtung einer zukunftsfähigen Nutztierhaltung, sprecht sich das Gutachtergremium u.a. für sog. Klimaställe aus. Das sind Ställe mit befestigtem und / oder eingestreutem Auslauf für Schweine. Deren Genehmigung aber ist derzeit kaum möglich, weil derartige Ställe im Verdacht stehen, höhere Emissionen zu verursachen, als die herkömmliche Stallbauweise. Dabei bietet sich dieses Haltungsverfahren besonders für Altbauten an.
Dieses Problem spüren auch Biobauern in der Schweiz. Der Gesetzgeber sieht ein mögliches Konfliktbevölkerung mit Nachbarn durch eine immer näher heranrückende Wohnbebauung und will jetzt einen größeren Abstand zu Auslaufställen. Für (Bio-)Bauern ein kaum zu lösendes Problem.
Immerhin: in Deutschland ist das Problem erkannt worden und hat zu einem Projekt (Emidat geführt, aus dem man sich neue Emissionsdaten verschiedener Haltungsverfahren erhofft. Dies ist dringender denn je, weil z.B. über die Änderung der TA-Luft, eine Aus für zwangsentlüftete Ställe mit Unterflurabsaugung gefordert wird. Ein Desaster für den Tierschutz.
 

03.07.2017

Umweltstandards und Auflagen kosten Bauern 4,6 Milliarden Euro

Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht sich in seiner Auffassung bestätigt, dass die Einhaltung der EU-Standards und zusätzlicher Auflagen bei den Landwirten Kosten in nicht unerheblicher Höhe verursacht. Laut den ersten Zwischenergebnissen einer Studie von Dr. Steffen Noleppa vom Forschungsinstitut HFFA Research und Prof. Helmut Karl von der Universität Bochum, die vom Dienstag vergangene Woche (27.6.) vorgestellt wurden, belaufen sich die Kosten auf eine Größenordnung von 4,6 Mrd Euro. Für DBV-Präsident Joachim Rukwied zeigt die Analyse, in welchem Umfang die Landwirtschaft öffentliche Güter bereitstellt. In offenen Märkten seien die europäischen und deutschen Standards öffentliche Leistungen mit Wert, hob Rukwied hervor. Die Studie soll ihm zufolge einen Beitrag zur Versachlichung der Debatte um die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) leisten. Die endgültigen Ergebnisse erwartet der DBV im Herbst. Im Einzelnen wurden in der Studie die von der deutschen Landwirtschaft zu tragenden Mehrkosten und Mindererlöse analysiert, die in Folge der Einhaltung europäischer Umweltstandards und zusätzlicher Auflagen in den Bereichen Gewässerschutz, Düngung, Pflanzenschutz, Tierhaltung, Cross Compliance und Greening entfallen. Die beiden Wissenschaftler betonten, dass der Betrag noch vorsichtig gerechnet sei, weil nicht alle tatsächlich relevanten Standards eingeflossen seien. So fehlten unter anderem die erwarteten verschärften Emissionsschutzauflagen, die Auswirkungen des Mindestlohns und die Auswirkungen erhöhter nationaler Tierhaltungsstandards.

 

03.07.2017

Burg Warberg veranstaltet QMB-Workshop - QS Spezial

QS - Auch in diesem Jahr veranstaltet die Bundeslehranstalt Burg Warberg e.V. einen QMB-Workshop mit dem Themenschwerpunkt QS in der Futtermittelwirtschaft. Das zweitägige Seminar, das am 17. und 18. Oktober 2017 in Warberg stattfindet, bietet den Seminarteilnehmern neben einem Überblick zu den Neuerungen im QS System auch zahlreiche Praxisbeispiele für die Umsetzung der QS-Anforderungen im Betrieb.

Dabei geht es unter anderem um das rechtliche Umfeld des QS-Systems, Zertifizierungspflichten oder aber den Aufbau eines Krisenmanagementsystems. Weitere Themenschwerpunkte des Workshops bilden das QS-Futtermittelmonitoring sowie praktische Hilfestellungen zum Umgang mit der QS-Softwareplattform. Referentin des Seminars ist Claudia Brill, die im QS-System den Bereich Futtermittelwirtschaft koordiniert.

 

03.07.2017

Deutsche Kleintierkliniken in der Kritik

Deutsche Kleintierkliniken setzen doppelt soviel Antibiotika ein wie ihre Pendants in Schweden oder Norwegen – bei gleichwertigen Behandlungsergebnissen, informiert das Internetportal Wir-sind-tierarzt und beruft sich dabei auf einen internen Qualitätsbericht 2016 der Tierklinikkette AniCura. Er habe Daten von 150 Tierkliniken ausgewertet.

Anm. d. Red.: Die Veterinärmedizin in Deutschland hat die Menge der abgegebenen Antibiotika in der Tiermedizin innerhalb von 4 Jahren auf rd. 800 t halbiert. Damit liegen die Veterinärmediziner fast 100 % unter dem geschätzten AB-Verbrauch im Humanbereich. Auf der Basis der aktuellen AB-Zahlen im Veterinärbereich, wäre der rechnerische Antibiotikaverbrauch je Kilogramm Körpergewicht in der Humanmedizin um den Faktor 5 höher ist als in der Veterinärmedizin.
 

30.06.2017

Neue Agrar- und Umweltpolitik in NRW in guten Händen

Der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) begrüßt die Entscheidung von Ministerpräsident Armin Laschet, Christina Schulze Föcking das Amt der Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz zu übertragen. Die 40-jährige Landwirtin aus dem Kreis Steinfurt war als stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU in den vergangenen Jahren die politische Speerspitze in der Landwirtschafts- und Umweltpolitik auf Bundes- wie auf Landesebene.
 

30.06.2017

A: Geflügelbranche startet Kampagne "federführend"

Mit der Kampagne federführend will die Agrarmarkt Austria (AMA) zusammen mit Landwirten, Schlacht- und Zerlegebetrieben sowie dem Lebensmitteleinzelhandel den Wert von österreichischem Geflügel in den Mittelpunk rücken.
Die Initiatoren werben mit Tierschutz über EU-Niveau, einem Verzicht auf Fütterung mit gentechnischem Futter sowie dem Verzicht auf Hormon- und Leistungsfördereinsatz.

Anm. d. Red.: Die Initiative ist verständlich, weil höhere Standards beim Tierwohl die Produktion verteuern und zu Wettbewerbsnachteilen führen. Mit der Herausstellung des Verzichts auf Hormone oder Leistungsförderern tut sich die Initiative aber keinen Gefallen. Das ist kein Alleinstellungsmerkmal; es gilt Europa weit. Auch bei der Auslobung einer gentechnikfreien Fütterung könnten kritische Verbraucher genauer hinschauen. Über welchen Zeitraum muss auf den Einsatz verzichtet werden, damit derart erzeugtes Fleisch so gelabelt werden darf? Was ist mit dem Einsatz von Vitaminen und Aminosäuren aus gentechnischer Herstellung? Und letztendlich: warum soll der Verzicht ein Qualitätsmerkmal sein?
 

30.06.2017

Essigsäure macht Pflanzen offenbar widerstandsfähiger gegenüber Trockenheit

Anhaltende Trockenheit sorgt in vielen Teilen der Erde für Ernteausfälle. Aufwändige und teure gentechnische Verfahren können verschiedene Pflanzenarten widerstandsfähiger machen. Obwohl der Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen weltweit steigt, sind sie nicht in allen Ländern verfügbar.
Eine alternative Methode könnte u.U. eine Behandlung der Pflanzen mit Essig sein. Japanische Wissenschaftler der Forschungseinrichtung RIKEN fanden heraus, dass Nutzpflanzen wie Reis, Weizen und Mais lang andauernde Dürreperioden besser überstehen, wenn sie bei bei Nature Plants erschienen. Die Ergebnisse werden im Internetportal Spektrum.de von Manon Bischoff beschrieben.
 

30.06.2017

Keine Patente auf Pflanzen und Tiere

EPA - Auf der Grundlage eines Vorschlags des Europäischen Patentamts hat der Verwaltungsrat eine Regeländerung beschlossen, wonach Pflanzen und Tiere, die ausschließlich durch im Wesentlichen biologische Züchtungsverfahren gewonnen werden, von der Patentierbarkeit ausgeschlossen sind.

Der vom Verwaltungsrat fast einstimmig angenommene Vorschlag des EPA stärkt weiter die Einheitlichkeit des harmonisierten europäischen Patentrechts. Er beinhaltet eine wichtige Präzisierung der Patentierungspraxis des EPA und verschafft damit den Nutzern des europäischen Patentsystems größere Klarheit und Rechtssicherheit.

Die neuen Bestimmungen treten ab 1. Juli 2017 in Kraft. Während der laufenden Diskussionen im EPA waren alle Prüfungs- und Einspruchsverfahren ausgesetzt worden, in denen der Erfindungsgegenstand Pflanzen oder Tiere betraf, die durch im Wesentlichen biologische Verfahren gewonnen werden. Diese Fälle werden nun wieder aufgenommen und nach Maßgabe der klargestellten Praxis geprüft.

 

30.06.2017

"Nutztierhaltung hat Zukunft in Deutschland"

BMEL - Anlässlich der Veröffentlichung der Nutztierhaltungsstrategie erklärt Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt.

Mein Ziel ist, die Nutztierhaltung in Deutschland zu erhalten. Mit der Nutztierhaltungsstrategie werden wir Haltungsbedingungen in Deutschland auf breiter Linie verbessern und unseren Bauern Verlässlichkeit und Planungssicherheit geben. Damit wir die Verbraucher mit hochwertigem und nachhaltig erzeugen Fleischprodukten versorgen können, brauchen unsere Bauern eine wirtschaftliche Grundlage. Die Bauern müssen wissen, welche Anforderungen auf sie zukommen und wie sich ihre Investitionen in mehr Tierwohl bezahlt machen. Meine Strategie zeigt den Weg zu einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Nutztiertierhaltung in Deutschland. Mit einem klaren Rahmen können wir Konflikte bei der Tierhaltung abbauen und die gesellschaftliche Akzeptanz für die Tierhaltung erhöhen. Das heißt aber für mich auch: im Zweifelsfall für das Tierwohl. Zu den Details in den einzelnen Handlungsfeldern der Nutztierhaltungsstrategie gehen wir jetzt in den Dialog mit den Tierhaltern, der gesamten Branche sowie den Ländern und Verbänden.

 

30.06.2017

Neue ehrenamtliche Führungsriege bei German Genetic

Neuer Vorstand: v.l.n.r. Albrecht Weber (Zuchtleiter), Hans-Benno Wichert, Jörg Sauter (Geschäftsführer), Carsten Rohwer, Rainer Müller Bei der Mitgliederversammlung des Schweinezuchtverbandes BW am 22. Juni 2017 in Denkendorf fanden reguläre Neuwahlen der Verbandsorgane statt. Dabei wurde der bisherige Präsident und Züchter Hans-Benno Wichert aus Oberdischingen mit der maximalen Stimmenzahl in seinem Amt für drei weitere Jahre bestätigt. Neben dem Pietrainzüchter Carsten Rohwer aus Schülp wurde das bisherige und langjährige Beiratsmitglied Rainer Müller aus Backnang als Ferkelerzeuger zum Vizepräsidenten gewählt.
 

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