Aktuell Schwein

13.02.2018

Öko vs. konventionell: Zwei Schweinehalter im Gespräch

©SuS - Sollte man nur noch Biofleisch kaufen, weil dort die Haltungsbedingungen besser sein sollen? Oder ist auch herkömmlich erzeugtes Fleisch in Ordnung? Welt-Redakteur Elmar Stephan ist diesen Fragen nachgegangen und hat dazu zwei Schweinehalter aus dem Münsterland besucht. Der eine ist Dirk Schulz. Als konventioneller Ferkelerzeuger hält er auf seinem Betrieb in Dülmen 500 Sauen. Der andere ist Jan Spliethofe aus Senden. Er hat vor zwei Jahren seinen bis dato konventionellen Betrieb auf Bio umgestellt und hält jetzt 75 Sauen im geschlossenen System (nachzulesen in der aktuellen SUS 1/2018 ab Seite 60). Beide Landwirte sind von ihrer Tierhaltung voll überzeugt. Im Gespräch stehen sie aber auch der jeweils anderen Haltungsform offen gegenüber.
Im Onlineportal der BRS-Verbandszeitschrift Schweinezucht und Schweinemast finden Sie den Link zum lesenswerten Welt-Artikel und Bilder von beiden Betrieben. Der Journalist Elmar Stephan hat in seinem Beitrag sehr schön herausgearbeitet, dass eine Umstellung auf Bio nur lohnt, wenn die Abnahme der Biotiere langfristig gesichert sei. Die Investitionen und der Arbeitsaufwand sind hoch. Da braucht es verlässliche Marktpartner, die nicht nur Bio-Edelteile, sondern das ganze Schwein abnehmen. Daran aber hapert es bei so manchem Labelprogramm.
 

13.02.2018

DLG gibt Merkblatt zu Grundlagen der Umsatzsteuer heraus

DLG Merkblatt Umsatzsteuer DLG - Für den landwirtschaftlichen Unternehmer gilt umsatzsteuerlich die besondere Regelung der Durchschnittssatzbesteuerung, die sogenannte Umsatzsteuerpauschalierung. Allerdings kann der Unternehmer auch einen Antrag auf Anwendung der Regelbesteuerung stellen, wenn dieses für ihn von Vorteil ist. Die umsatzsteuerliche Pauschalierung ist aber nur auf Umsätze anzuwenden, die direkt der landwirtschaftlichen Urproduktionstätigkeit zuzurechnen sind, so dass einzelne Tätigkeiten eines landwirtschaftlichen Unternehmens, die in der Praxis häufig vorkommen, nicht pauschalierend abgerechnet werden können. Die Finanzverwaltung und die finanzgerichtliche Rechtsprechung haben insbesondere in den letzten zehn Jahren diverse Sachverhalte aus dem Anwendungsbereich der Pauschalierung ausgeschlossen und Abgrenzungsmerkmale geschaffen, die in der steuerlichen Praxis für den landwirtschaftlichen Unternehmer zu beachten sind. Der DLG-Ausschuss für Agrar- und Steuerrecht hat ein Merkblatt erstellt, das dem landwirtschaftlichen Unternehmer einen grundsätzlichen Überblick über die geltenden umsatzsteuerlichen Regelungen gibt und die Grenzen für die Anwendung der Pauschalierung für bestimmte Tätigkeiten aufzeigt.
 

13.02.2018

DLG-Wintertagung nächste Woche in Münster/Westfalen

DLG Logo DLG - Am 20. und 21. Februar führt die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) ihre Wintertagung in Münster/Westfalen durch. Mit ihren zahlreichen öffentlichen Tagungen und Diskussionsrunden setzt sie unter dem Leitthema Der digitale Betrieb – Chancen richtig nutzen entscheidende Akzente für die Land- und Ernährungswirtschaft. Das Interesse an der diesjährigen Wintertagung ist groß. Die DLG erwartet rund 1.000 Landwirte und Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Beratung sowie von Organisationen und Verbänden zu ihrem Zukunftsforum. Veranstaltungsort ist das Congress Centrum Halle Münsterland. Die Teilnahme an den einzelnen Veranstaltungen der DLG-Wintertagung ist kostenfrei.
 

12.02.2018

Tierschutzprobleme bei unseren Nachbarn

Die belgische Schweinebranche wollte ab 2018 auf die betäubungslose Ferkelkastration verzichten. So wurde es auch im Koalitionsvertrag fixiert. Jetzt rudert die Regierung zum Schutz der eigenen Ferkelerzeugung zurück. Es gebe weder eine zuverlässige Methode zur Detektion des Ebergeruchs, noch eine praktikable, flächendeckende Alternative zur Kastration. Belgien hat daher beschlossen, an der bisherigen Form der Kastration festzuhalten. So viel Einsicht, die letztlich dem Tierschutz dient, wünschen sich die deutschen Schweinehalter von Ihrer Bundesregierung und der Politik auch. Mit der bisherigen Haltung in Teilen der Tierärzteschaft und dem zuständigen Ministerium wird ein Strukturwandel zu Gunsten ausländischer Ferkelerzeuger - Deutschland importiert mehr als 11 Mio. Ferkel - billigend in Kauf genommen. Ähnlich pragmatisch wie die Belgier handelt derzeit die dänische Regierung. Sie greift Ihren Ferkelerzeugern unter die Arme, in dem sie eine Lokalbetäubung durch den Landwirt nach entsprechender Sachkundeschulung zulässt.
Dafür tut sich dort ein anderes Problem auf. Die Tierschutzauflagen des staatlichen Tierwohllabels können von den Schweinehaltern wohl nicht erfüllt werden. Ein Kupierverzicht ist bereits in der Einstiegsstufe Pflicht. Damit wiederholen sich in Dänemark die Erfahrungen, die Deutschland bereits seit Jahren in zahlreichen Projekten gemacht hat: DIE Lösung gibt es nicht. Der Bundesverband Rind und Schwein e.V. lädt einmal jährlich zum Erfahrungsaustausch ein.
Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen SuS, Ausgabe 1/2018, ab Seite 22.
 

12.02.2018

Nährstoffanfall schon bei der Rationsberechnung planen

39 ZDS GU¦êLLE 50% 300dpi Mit der neuen Düngeverordnung und der Stoffstrombilanzierung hat der Gesetzgeber ein bürokratisches Monster geschaffen, vor dem immer mehr Landwirte resignieren. Ziel ist es, Nährstoffüberschüsse zu vermeiden. Denn eins ist sicher: der Wirtschaftsdünger aus der Tierhaltung ist nach wie vor eines der nachhaltigsten Düngemittel.
Die VzF GmbH hat ihren Mastplaner so erweitert, dass der Berater oder der Betriebsleiter die Nährstoffausscheidungen der Tiere ermitteln kann. So lassen sich Rations- und Düngeplanung optimal verzahnen.
Das Programm wird mit einigen Beispielen in der aktuellen SuS ab Seite 16 vorgestellt.
 

11.02.2018

DLG-Marketing Day Agribusiness 2018

DlG -Die Digitalisierung des Messe- und Marketinggeschäftes stellt das Agribusiness vor viele neue Herausforderungen. Es ergeben sich aber auch eine Vielzahl neuer Chancen für Kommunikation, Marketing und Vertrieb und deren effiziente Vernetzung. Das klassische Messegeschäft verzahnt sich dabei immer mehr mit dem Daily Business. Für uns Anlass, dem DLG-Aussteller-Workshop einen neuen Namen zu geben. Der DLG-Marketing Day Agribusiness bietet Ihnen eine praxisorientierte Branchen-Plattform, um sich mit Messeprofis, Fachkollegen und dem DLG-Team zu vernetzen. Gleichzeitig liefert er innovative Impulse für eine nachhaltig erfolgreiche Arbeit im Marketing und Vertrieb des Agribusiness. Im Fokus der diesjährigen Veranstaltung stehen die Themen Datenmanagement, Customer Journey, Influencer Marketing und digitale Erlebniswelten rund um Ihren Messeauftritt. Freuen Sie sich auf Experten und Praktiker, die wir als Referenten zu den einzelnen Themen gewinnen konnten. Als weiteres Vertriebs-Highlight wartet auf Sie Daniela A. Ben Said (Speaker of the Year) mit ihrem Vortrag Mit einfachen Strategien neue Kunden gewinnen: Wie Sie mit Serviceerlebnissen Kunden glücklich und zu Fans machen.
Ort: Mövenpick Hotel Münster, 18.04.2018, 10:00 Uhr bis 18.04.2018, 23:00 Uhr.
 

11.02.2018

Futterzusätze können Tiergesundheit stabilisieren

Anta(r) Ox von Dr. Eckl In Stressphasen wie der Geburt oder dem Absetzen können Futterzusätze die Gesundheit der Sauen und Ferkel stabilisieren. Der Zusatzstoff Anto Ox von Dr. Eckel habe seine entzündungshemmende und antioxidative Wirkung in Studien bestätigt, heißt es dazu auf der Herstellerseite.
Durch den zusätzlichen Schutz stehe den Tieren mehr Energie für Wachstum, Reproduktion und Milchleistung zur Verfügung. Das Produkt wird mit 200 bis 400 Gramm pro Tonne ins Alleinfutter dosiert.
 

08.02.2018

MSD-Landwirte-Akademie: Veranstaltungen im Gebiet Nord-Ost

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Die Landwirte-Akademie ist der Arbeitstitel einer Fortbildungsreihe für landwirtschaftliche Betriebe, organisiert von MSD Tiergesundheit und den regionalen landwirtschaftlichen Organisationen und Ausbildungsstätten bzw. Fakultäten. Die nächsten Veranstaltungen für Schweinehalter mit aktuellen Themen finden am 07.03.2018 in Dummerstorf (bei Rostock) und am 08.03.2018 in Brehna (An der A9 Nähe Leipzig-Halle) mit folgenden Themen statt:

PCV2 gekommen um zu bleiben
Dr. Matthias Eddicks, LMU München

Schwachstellen erkennen - Lungengesundheit optimieren
Dr. Jasmin Mischok/Dr. Hans-Peter Knöppel, MSD Tiergesundheit Unterschleißheim

Öffentlichkeitsarbeit ja oder nein bessere Krisenkommunikation oder Produktwerbung
Christof Hüsing, Land.Schaft.Werte

Futterfermentation Vor- und Nachteile für die Praxis
Prof. Petra Wolf,Universität Rostock

Praxisbericht - freie Abferkelung
Antje Menz, SKBR MV

ASP Ein Update zur Lage
Dr. Dirk Soike, Task Force Tierseuchenbekämpfung Landesamt Brandenburg


Link zur Anmeldung für die Veranstaltung am 07.03.2017 in Dummerstorf oder per Fax unter:
0385-3953244
Link zur Anmeldung für die Veranstaltung am 08.03.2017 in Brehna oder per Fax unter:
03447-51083311

 

08.02.2018

Erfolgreicher Start in die zweite Programmphase der Initiative Tierwohl

Initiative für mehr Tierwohl (ITW) (QS) - Mit 518 Millionen Tieren in über 6.000 angemeldeten Betrieben ist die Initiative Tierwohl erfolgreich in die neue Programmphase 2018-2020 gestartet. Somit haben sich fast doppelt so viele Betriebe für die Teilnahme an der Initiative entschieden, wie noch in der ersten Programmphase. Auch der Lebensmitteleinzelhandel engagiert sich in der neuen Programmphase noch stärker und zahlt statt der bisherigen 4 Cent nun 6,25 Cent pro verkauftem Kilogramm Geflügel- und Schweinefleisch in die Initiative Tierwohl ein. Dadurch entsteht ein jährliches Finanzvolumen von rund 130 Millionen Euro, von dem die Tiere profitieren können.
 

08.02.2018

Fleischerzeugung im Jahr 2017 deutlich gesunken

(DESTATIS) - WIESBADEN - Im Jahr 2017 war die Fleischerzeugung durch deutsche gewerbliche Schlachtunternehmen nach zuletzt leicht steigenden Werten rückläufig. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sank die Fleischproduktion gegenüber dem Jahr 2016 um 2,0 % (– 167 000 Tonnen) auf insgesamt 8,11 Millionen Tonnen. Damit liegt der Wert deutlich unter dem Produktionsergebnis der gewerblich erzeugten Gesamtschlachtmenge aus dem Vorjahr (8,28 Millionen Tonnen). Mit knapp 57,9 Millionen geschlachteten Tieren im Jahr 2017 gingen die Schlachtungen der Schweine gegenüber dem Vorjahr um 2,6 % (– 1,5 Millionen Tiere) zurück. Dabei sank das Schlachtaufkommen von importierten Schweinen, die in deutschen Betrieben geschlachtet wurden, deutlich um 18,0 % (– 839 000 Tiere). Im gleichen Zeitraum verringerte sich die Anzahl der geschlachteten Schweine inländischer Herkunft um 1,3 % (– 690 000 Tiere) auf 54,0 Millionen Tiere. Insgesamt nahm dadurch die Schweinefleischerzeugung um rund 127 600 Tonnen auf 5,45 Millionen Tonnen ab.
 

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