Aktuelles

05.12.2017

Tierische Produkte als Bestandteil einer Mischkost machen Zusatzstoffe überflüssig

Eiweiße (Proteine) sind die Hauptbaustoffe unseres Körpers. Wir finden Sie in jeder Körperzelle. Dort übernehmen sie wichtige Aufgaben. Die Zufuhr über die Nahrung ist daher lebenswichtig. Die Wissenschaft empfiehlt eine Proteinaufnahme von rd. 0,7 Gramm je Kilogramm Körpergewicht einer Ausgewachsenen Person. Für Kinder, Schwangere und sportlich aktive Menschen, liegt die Empfehlung deutlich darüber. Umgerechnet auf einen Mann mit einen Körpergewicht von rd. 100 Kilogramm wären das also 70 Gramm pro Tag. Würde er sich nur von Schweinefleisch ernähren, bräuchte er hiervon täglich 370 Gramm oder 2,5 kg in der Woche oder 142 Kilogramm im Jahr. Tatsächlich ernährt sich kein Mensch nur von Schweinefleisch. Der jährliche Verzehr über alle Tierarten liegt bei rd. 61 Kilogramm und auch Pflanzen liefern Proteine. Dank einer ausgewogenen Mischkost stammt der überwiegende Proteinanteil aus Pflanzen. Um bei unserem Beispiel zu bleiben: rd. 80 Kilogramm. Das funktioniert gut, weil das tierische Eiweiß meist eine höhere biologische Wertigkeit aufweist. Eine Ergänzung lebensnotwendiger Aminosäuren oder Vitamine ist bei dieser Kostform daher meist nicht nötig. Zudem entlastet die Mischkost das Klima.
 

05.12.2017

Europäische Landwirte positionieren sich gegen die Lebensmittelampel

Copa und Cogeca sprachen sich in einer Pressemeldung Anfang Dezember gegen eine durch 6 große multinationale Konzerne vorgeschlagene gemeinsame Nährwertkennzeichnungsinitiative aus. Sie befürchten, die Lebensmittelampel könne die Verbraucher in die Irre führen und laufe einer gesunden, nahrhaften und ausgewogenen Ernährung zuwider.

Die Berufsverbände könnten mit ihren Sorgen Recht haben, weil in Ampel-System nach Meinung v.a. wenig verarbeitete, naturbelassene Diäten, wie sie im Mittelmeerraum üblich sind, benachteiligt. Die verarbeiteten Produkte der 6 international tätigen Lebensmittelkonzerne, von denen die Initiative ausgeht, könnten von der Ampel u.U. profitieren. Dem Verbraucher muss sich daher die Frage aufdrängen, wem er mehr vertraut: dem Landwirt oder dem Lebensmittelchemiker.
 

05.12.2017

Hat der Weltagrarbericht einen schlechten Ruf?

Es wird immer wieder behauptet, dass der Weltagrarbericht im Auftrag von UNO und Weltbank entstanden sei. Wer sich die Plenarprotokolle des Deutschen Bundestages zu diesem Thema anschaut, wird eines Besseren belehrt. Im Plenarprotokoll 17/71 des Bundestages sei von Johannes Röring (CDU/CSU) zu lesen: Der Weltagrarbericht ist entstanden auf der Basis eines Netzwerks internationaler Agrarwissenschaftler. Ihm lag kein Auftrag irgendeiner internationalen Organisation zugrunde, auch wenn dies immer wieder von den Beteiligten behauptet wird. Es gab zwar finanzielle und personelle Unterstützung durch die FAO, die Weltbank und andere Einrichtungen der Vereinten Nationen; aber selbst die FAO sieht den Weltagrarbericht nicht als Grundlage für ihr politisches und strategisches Handeln. Ergänzend muss man feststellen, dass viele Akteure der weltweiten Agrarpolitik in keiner Weise am Diskussionsprozess beteiligt waren bzw. sich im Laufe der Verhandlungen zurückgezogen haben, da eine zu einseitige und nicht ergebnisoffene, sondern vielmehr ideologisch geprägte Diskussion bei der Lösung der identifizierten Probleme stattgefunden hat.
 

04.12.2017

Täuschen "Ohne Gentechnik"-Label deutsche Verbraucher?

Mit Labeln lässt sich Mehrwert generieren - für die Verkäufer. Der Produzent hat selten etwas davon. Im Gegenteil: er trägt sogar das Risiko, wenn es zu technischen Verunreinigungen kommt. Dabei machen es sich findige Unternehmen besonders leicht: sich machen sich den guten Ruf bestimmter Label zu Nutzen, auch wenn es Ihre Produkte nur als gentechnik freie Variante gibt. Verbrauchertäuschung schimpft das Internetportal Science files.
 

04.12.2017

BHZP GmbH darf endlich bauen

Logo-bhzp

Der Landkreis Lüneburg hat derBHZP GmbH am 28. November 2017 die Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb einer Schweinehaltungsanlage am Standort Ellringen erteilt. Der Antrag war im August 2012 gestellt worden.

Bei dem Bauvorhaben handelt es sich um einen Neubau für rd. 750 Basiszuchtsauen incl. Ferkel- und Jungsauenaufzuchtplätze. Nach eingereichten Gutachten zur Umweltverträglichkeit wird die Modernisierung zu geringeren Emissionen führen. Der Stall wird höchsten Biosicherheits-, Tierschutz und Arbeitsschutzstandards gerecht werden. Die Erweiterung der Basiszucht sei aufgrund der starken Nachfrage nach Sauen der Linie db.Viktoria erforderlich geworden, teilte Geschäftsführer Dr. Conrad Welp auf Nachfrage mit.

 

04.12.2017

Transmissible Spongiforme Enzephalopathie (TSE) bei Rindern, Schafen und Ziegen im Jahr 2016

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat am 30. November 2017 ihren Bericht zur Überwachung von Transmissiblen Spongiformen Enzephalopathien (TSE) bei Rindern, Schafen und Ziegen im Jahr 2016 veröffentlicht. Neben der detaillierten Darstellung der Untersuchungsergebnisse enthält der 68-seitige Bericht ausführliche Erläuterungen zur Methodik der TSE-Tests.
Bei Rindern wurden insgesamt 2016 in der EU wie im Jahr zuvor nur fünf positive BSE-Fälle gemeldet. Betroffen waren diesmal lediglich zwei Mitgliedstaaten, und zwar Frankreich und Spanien. Dafür wurdenin den 28 EU-Mitgliedstaaten insgesamt gut 1,35 Mio BSE-Tests durchgeführt. Die Zahlen bestätigen den statistisch signifikanten und stetigen Rückgang der klassischer BSE-Fälle in den vergangenen 10 Jahren.
 

01.12.2017

Reportage zu "Bullensperma und Euteraufhängung"

Die Journalistin Stella Peter war für den NDR mit der Zuchtberaterin Johanna Schendel unterwegs in Mecklenburg- Vorpommern. Die junge Agraringenieurin analysiert die Schwächen einer Kuh, die sie mit dem passenden Sperma eines Anpaarungsbullen auszugleichen versucht.
Der Film ist noch in der Mediathek abrufbar.
 

01.12.2017

Heinsberger Schweinetag & Forum 2018 mit Landwirtschaftsministerin Schulze-Föcking

HST20018 (Bild (c): Hilgers) Am Mittwoch, den 3. Januar 2018 findet von 10:00 bis 16:00 Uhr im Haus Sodekamp-Dohmen, Breite Straße 3 in 41836 Hückelhoven/Hilfarth der Heinsberger Schweinetag & Forum 2018 statt.
Die beliebte Veranstaltung jährt sich 2018 zum 25. Mal und kann auch diesmal mit hochaktuellen Themen aufwarten, u.a. zur Ferkelkastration, Nottötung, Einbruchvorsorge und Themen zur Tiergesundheitsoptimierung. Die Landwirtschaftsministerin Christina Schulze-Föcking wird über aktuelle Perspektiven der Landwirtschaftspolitik informieren.
 

01.12.2017

DRV-Fachausschuß der Vieh- und Fleischwirtschaft fordert wirksame Lokalanästhesie von Ferkeln

DRV - Um die gesellschaftliche Akzeptanz der modernen Nutztierhaltung zu erreichen, sehen wir eigenen Handlungsbedarf im Umgang mit Nutztieren. Aber wir benötigen auch dringend die Unterstützung von Politik und Tierärzteschaft. Die Mitglieder des DRV-Fachausschusses Vieh- und Fleischwirtschaft stimmten in ihrer Sitzung einem umfangreichen Maßnahmenplan zu. Sie fordern alle verantwortlichen Stellen zum gemeinsamen und zielgerichteten Handeln auf, wird der Rudolf Festag in einer DRV-Pressemeldung zitiert.
Uneingeschränkte Unterstützung bei der Realisierung einer wirksamen Lokalanästhesie von Ferkeln, fordert Festag. Wir hören viele Bedenken gegenüber einzelnen Alternativen und kennen die Zulassungsanforderungen für die Umsetzung neuer Präparate. Schweden zeigt uns dagegen, wie es geht. Dort wird seit dem 1. Januar 2016 die lokale Anästhesie nach entsprechender Schulung der Anwender und mit Umwidmung für Lidocain-Präparateraktiziert, weil es politisch gewollt ist, so der Vorsitzende und Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft Osnabrück.
Den deutschen Sauenhaltern bleiben nur noch 396 Tage, um ihren Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration zu realisieren. Alle Wege sollten nutzbar sein und letztendlich entscheiden der Markt und die gesellschaftliche Akzeptanz, welche Methoden sich durchsetzen werden. Die lokale Anästhesie, die nach schwedischem Modell auch in Deutschland durch geschulte Landwirte möglich sein muss, gehört auf jeden Fall dazu, unterstreicht Rudolf Festag
 

01.12.2017

Konventioneller Fleischersatz gräbt Bio das Wasser ab

ökolandbau - Die Umsätze mit konventionellen Fleischersatprodukten sind 2016 in Deutschland weiter gestiegen. Im Gegensatz dazu sinkt die Nachfrage nach biologisch erzeugtem Fleischersatz. Wenn die Kundschaft im Lebensmitteleinzelhandel die Auswahl hat, dann greift sie oft zum günstigeren konventionellen Produkt.
Fleischersatzprodukte aus konventioneller Erzeugung wurden 2016 mit einem Anteil von 59 Prozent über die Vollsortimenter abgesetzt.
 

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