Aktuelles

17.08.2012

Genaustausch über Artgrenzen hinweg

Ein Forschungsteam der Universität Konstanz um den Evolutionsbiologen Prof. Axel Meyer, PhD, fand Hinweise auf einen horizontalen Gentransfer zwischen Wirbeltieren: Horizontaler Gentransfer bezeichnet einen Genfluss über Artgrenzen hinweg – eine Weitergabe von Genen nicht von Elterngeneration zur Kindesgeneration, sondern zwischen verschiedenen Tierarten derselben Generation. Im Wissenschaftsjournal Genome Biology and Evolution berichten die Konstanzer Biologen von einer Übertragung des Genelements Tc1 über einen parasitären Kontakt zwischen Neunaugen und von ihnen befallenen Süßwasserfischen.

Die Entdeckung des natürlichen Gentransfers ist nicht neu, wie die beigefügten Links zeigen.

Quelle: idw
 

16.08.2012

Risiko Freilandhaltung?

animal-healt-online ©aho - Niederländische Freiland-Geflügelhaltungen haben ein deutlich erhöhtes Risiko, von einer Vogelgrippeinfektion heimgesucht werden, erinnert das Internetportal Animal-Health-Online" und beruft sich dabei auf eine Studie des Central Veterinary Institute und der Erasmus-Universität. Das Risiko läge im Vergleich zur reinen Stallhaltung elf-mal höher.

Der Gesetzgeber will diesem besonderen Risiko jetzt Rechnung tragen und die aktuellen Hygienebestimmungen für die Auslauf- und Freilandhaltung anpassen.
 

13.08.2012

Algenpartikel gegen MRSA-Bakterien erfolgreich

Dr. Gerold Lukowski vom Institut für Marine Biotechnologie e.V. (IMaB) Greifswald wurde für seine Forschungsergebnisse zur Prophylaxe der Besiedlung der Haut mit gefährlichen Krankenhauskeimen anlässlich des 39. Jahreskongresses der Controlled Release Society (CRS)ausgezeichnet. Der Forscher hat eine Hautcreme entwickelt, die Mikropartikel (Maresome®) einer aus der Ostsee isolierten Mikroalge enthält und die Besiedlung der Haut mit gefährlichen Krankenhauskeimen, insbesondere Methicillin-resistente Staphylococcus aureus-Stämme (MRSA), wirkungsvoll verhindern und somit das Hygieneregime in Krankenhäusern unterstützen kann.
 

13.08.2012

Intensivierung der Tierproduktion schont Regenwald

In Bolivien werden jährlich rund 2.000 Quadratkilometer Tropenwald abgeholzt; dies entspricht einer Entwaldungsrate von 0,5 Prozent pro Jahr. Für den Großteil der Abholzung ist die mechanisierte Landwirtschaft verantwortlich, gefolgt von Viehwirtschaft und kleinbäuerlicher Landwirtschaft. Landschaftsökologen der Universität Göttingen haben nun gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Freiburg und Bolivien Lösungswege zum Schutz des tropischen Regenwalds am Beispiel Boliviens aufgezeigt.
Die Untersuchungen zeigten u.a., dass im Vergleich zu anderen Ländern die Rinder-Dichte auf den Weiden viel zu niedrig ist. Deshalb schlagen die Wissenschaftler vor, die bestehenden Weideflächen für mehr Tiere zu nutzen und besonders große, illegale Kahlschläge zu bekämpfen.

Quelle: Müller, Robert, et al. (2012): Policy options to reduce deforestation based on a systematic analysis of drivers and agents in lowland Bolivia, Land Use Policy, published online July 27, 2012, http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S026483771200124X
 

13.08.2012

Abnehmen mit Schweinefleisch

Der regelmäßige Verzehr von frischem, magerem Schweinefleisch soll positiven Einfluss auf die Körperzusammensetzung haben. Zu diesem Ergebnis kommen australische Wissenschaftler. Überprüft wurde der Einfluss einer eiweißreichen Diät auf Körpergewicht und verschiedene Gesundheitsparameter. Die Studie wurde mit 164 übergewichtigen Personen durchgeführt.

Bereits nach drei Monaten reduzierte sich das Körpergewicht signifikant. Dabei wurde keine Muskelmasse, sondern nur Fettgewebe abgebaut. Die Schweinefleischdiät hatte keine nachteilige Auswirkungen auf die Gesundheit.

Quelle: Effects of Eating Fresh Lean Pork on Cardiometabolic Health Parameters, Nutrients 2012, 4(7), 711-723; doi:10.3390/nu4070711

 

10.08.2012

Nährwertkennzeichnung beeinflusst Kaufentscheidung nicht

Der Europäische Rat für Lebensmittelinformationen (EUFIC) hat alle wissenschaftliche Studien zwischen 2007 und 2012 zu den Auswirkungen der Nährwertkennzeichnung von Lebensmitteln auf die Entwicklung der Fettleibigkeit untersucht und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis: zwar werden die Kennzeichnungen hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Auswirkungen richtig interpretiert; sie fließen aber nicht in die Kaufentscheidungen ein. Lebensmittelpreise, der Geschmack und die Marke seien für den Verbraucher wichtigere Einkaufsgründe. Auch ein Lebensmittelkauf unter Zeitdruck habe einen Einfluss auf das Einkaufsverhalten.
 

09.08.2012

Forschungsprojekt erkundet neue Lösungen zu mehr Tierschutz

Der Parlamentarische Staatssekretär Peter Bleser (Mitte) mit Projektpartnern eines Innovationsprojekts zu Fleischqualität und Tierschutz., Quelle: BLE In Deutschland und der Europäischen Union werden Ferkel kastriert, um die Entwicklung von Ebergeruch zu verhindern. Das Verfahren der betäubungslosen chirurgischen Kastration steht aus Tierschutzgründen seit geraumer Zeit in der Kritik. Bis zum Vorliegen praktikabler Lösungen, ist in Deutschland der Einsatz von Schmerzmitteln vorgeschrieben.
Als eine Alternative zur Kastration kommt die Jungebermast in Frage. Im Fleisch von männlichen Mastschweinen kann es jedoch zu Geruchsabweichungen kommen, die bestimmte Verbraucher als unangenehm empfinden können. Ob man Geruchsabweichungen feststellen kann, ist offenbar genetisch festgelegt, d.h. nicht jeder Verbraucher riecht tatsächlich etwas.
Forscher der Universität Bonn untersuchen nun neue Strategien zur Vermeidung dieses unangenehmen Ebergeruchs.
Das innovative Forschungsprojekt STRAT-E-GER mit einer Laufzeit von drei Jahren erhält vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz aus dem Innovationsförderungsprogramm rund 1,14 Millionen Euro.
 

08.08.2012

Werbung: "Farm It Maybe"

Little Fred auf Facebook Sympathische Werbung für die Landwirtschaft durch singenden landwirtschaftlichen Nachwuchs auf You Tube.
Und natürlich hat der Junglandwirt auch eine eigene Facebook-Seite: https://www.facebook.com/LittleFred2008.

Siehe auch I'm farming and I grow it
 

08.08.2012

QS in 6 Minuten erklärt

QS-Info Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des QS-Systems und erfahren Sie mehr über die beteiligten Personen und ihren tatkräftigen Beitrag für sichere Lebensmittel.
Die Organisation von QS in 6 Minuten erklärt,
 

07.08.2012

EPA: Emissionen der amerik. Tierhaltung bei weniger als 4 %

Umwelt-Rating der Environmental Rating Agency In den USA hat die Umweltschutzagentur Environmental Protection Agency (EPA) eine Schätzung des C02-Ausstoßes verschiedener Quellen vorgenommen. Das wenig überraschende Ergebnis: nur zwischen 3 und 4 Prozent des Treibhausgases stammen aus der amerikanischen Tierproduktion. Diese Schätzung deckt sich annähernd mit der Schätzung deutscher Wissenschaftler. Rostocker Experten geben den Anteil der C02-Emissionen (Aquivalente) des weltweiten Rinderbestandes mit 3,7 Prozent an. Die der deutschen Rinder sollen zu 0,04 % daran beteiligt sein.

Die Umwelt-Rating Agentur (Environmental Rating Agency) billigte Deutschland jüngst einen Spitzenplatz beim Umweltrating zu. Mit A+ liegt Deutschland vorne. Grundlage für die Einstufung sind die Zahl und Größe von Naturschutzgebieten, der Ausstoß von Treibhausgasen pro Kopf und die Luftqualität.
 

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