Aktuelles

28.06.2009

Tag des Cholesterins und DGE hat nichts dazugelernt

Der Tag des Cholesterins soll eigentlich dazu dienen, die Menschen vor einem Herzinfarkt zu schützen. Ob die getroffenen Maßnahmen dazu geeignet sind? fragt die Ernährungsberaterin Ulrike Gonder auf Ihrer Internetseite.
Rotes Fleisch, fetter Käse, Eier - wo bitte sind die Studien, die einen Zusammenhang zu Koronaren Herzkrankheiten belegen? Wer hat je wissenschaftlich erhärten können, dass zuviel Fett oder gesättigte Fette das Infarktrisiko erhöhen. Die große Nurses Health Studie fand nach 20 Jahren Beobachtungszeit keinen Zusammenhang, andere Studien auch nicht. Vielleicht sollten wir mal den Tag der Literaturrecherche ausrufen.
 

26.06.2009

Regelmäßiger Schweinefleischverzehr senkt Cholesteringehalt

Eine aktuelle Studie des Instituts für Ernährung und Stoffwechselerkrankungen Laßnitzhöhe zeigt, dass durch den regelmäßigen Verzehr von magerem Schweinefleisch (mind. 3 mal pro Woche) der Gehalt des Gesamtcholesterins um mehr als 5 Prozent sinkt. Der des gefäßschädigenden LDL-Cholesterins sogar um 15 Prozent. Die Untersuchung umfasste 40 Probanden über einen Zeitraum von sechs Wochen.
Bei den Versuchspersonen wurde außerdem festgestellt, dass der Vitamin B1- und ZInkgehalt im Körper anstieg. B-Vitamine sind wichtig für Kondition, Konzentration und den Kohlenhydratabbau. Zink ist u.a. verantwortlich für die Insulinspeicherung und die Stärkung des Immunsystems.
 

22.06.2009

Wenn Sauenplaner "mogeln"

Werden Produktleistungen verglichen, muss man sich grundsätzlich immer fragen: Wer hat die Daten womit erfasst und welche Definitionen oder Rechengänge liegen zugrunde? Das gilt für die Landwirtschaft ebenso, wie für die übrige Wirtschaft.
In der aktuellen Ausgabe der Top Agrar (Ausgabe 7/2009) informiert Markus Sauernheimer über einen Vergleich der Sauenplaner "db" und "WinPig". Der db-Planer wird vorrangig in Deutschland, "WinPig"  dagegen in Dänemark bzw. in Betrieben mit dänischer Genetik eingesetzt. Für den Vergleich wurden mehr als 1.000 Würfe bzw. 3.000 Einzelbuchungen eines 215-Sauen-Betriebes erfasst.
 

04.06.2009

Isofluran und Alzheimer

Die Zeitschrift Top Agrar berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe 6/2009 über Studien, wonach das Betäubungsgas Isofluran im Verdacht steht, möglicherweise Alzheimer beim Menschen auszulösen oder die Entwicklung zu beschleunigen. Allerdings nur bei klinischen Konzentrationen in Höhe von 1,4 bis 2 % in der Atemluft. Nachdem sich bereits die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST) gegen das Gas als Betäubungsmittel in der Schweineproduktion ausgesprochen hat, unterstreichen diese neuen Studien die Wichtigkeit des Anwenderschutzes.
Das Narkosegas Isofluran wird in der Schweiz zur Betäubung der Ferkel bei der Kastration eingesetzt. In Deutschland wird diese Methode von Neuland favorisiert.
 

03.06.2009

Fleischverzehr schützt vor Prostatakrebs?

Soeben ist die neue Ausgabe des Magazins einblick mit den Schwerpunktthemen Gene und Krebs erschienen. Die Verbandszeitschrift des Deutschen Krebsforschungszentrums stellt darin u.a. neueste Forschungsergebnisse einer EPIC-Studie mit 11.000 Männern im Raum Heidelberg vor. Zentrale Frage war, ob Vitamin K die Entstehung von Prostatakrebs verhindern kann. Weil den Forschern die Auswertung von Fragebögen zu den Ernährungsgewohnheiten zu ungenau war, suchten sie auch nach sog. Biomarkern, die den Vitamin-K-Gehalt objektiv anzeigen. Zusammengenommen lassen die Ergebnisse darauf schließen, dass vor allem Milchprodukte und Fleisch vor Prostatakrebs schützen - enthalten sie doch viel Vitamin K2, heißt es in der Zeitschrift. Ernährungsempfehlungen wollen die Forscher allerdings aus den Ergebnissen nicht ableiten. Unsere Studie ist ... die erste am Menschen und muss nun in weiteren Untersuchungen bestätigt werden.
 

03.06.2009

Kein Zusammenhang zwischen Fleischverzehr und Brustkrebs

Zwischen Fleischverzehr und Brustkrebs gibt es keine Verbindung. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des National Institutes of Health, die soeben im International Journal of Cancer veröffentlicht worden ist. Untersucht wurden rd. 120.000 Frauen, die auch nach ihren Verzehrsgewohnheiten und der Art der Fleischzubereitung befragt worden waren.
 

29.05.2009

Vitamin B3 fördert Immunzellen

Ärzte der Medizinischen Hochschule Hannover haben herausgefunden, dass Vitamin B3 die Bildung bestimmter Abwehrzellen unterstützt. Im Laborversuch konnten sie zeigen, wie das Vitamin Blutstammzellen anregt, sich zu abwehrbereiten Granulozyten zu entwickeln. Auch bei Versuchspersonen stieg die Granulozytenzahl nach einer Vitamingabe.
Vor diesem Hintergrund verstehen wir endlich, warum wir als Kinder in Zeiten körperlicher Belastung (Krankheiten) zum übermäßigen Verzehr von Hühner- und Fleischbrühen genötigt wurden.
Natürliche Lieferanten von Vitamin B3 sind Nahrungsmittel wie Geflügel, Wild, Fisch, Pilze, Milchprodukte und Eier. Auch Leber, Kaffee, Vollkornprodukte, verschiedene Gemüse und Obst enthalten Vitamin B3, wobei es aus tierischen Produkten grundsätzlich besser vom Organismus verwertet wird.
 

28.05.2009

Tierhaltung und Klimawandel

L P D – In der Klimadiskussion sieht sich das Rindvieh immer wieder Vorwürfen ausgesetzt, mit den Methanemissionen bei seinen Rülpsern kräftig zur Erderwärmung beizutragen. In der Tat entstehen bei der Vergärung der pflanzlichen Nahrung im Pansen der Kuh beträchtliche Mengen an klimaschädlichem Methan. Doch der Anteil des Rindviehs am Klimawandel sollte realistisch eingeschätzt und die Tierhaltung nicht zu Unrecht in Bausch und Bogen verurteilt werden, meint das Landvolk Niedersachsen. Langjährige Untersuchungen haben nämlich ergeben, dass der Beitrag der Rinder zum Treibhauseffekt verschwindend gering ist und dank steigender Milchleistungen sogar weiter sinkt: Turbokühe sind klimafreundlicher, zitiert der Landvolk-Pressedienst aus der Fachzeitschrift Neue Landwirtschaft Ergebnisse Rostocker Forscher.
 

27.05.2009

Wissenstransfer entscheidend für Sicherung der Welternährung

Fortschritte in der Produktivität sind besonders in Entwicklungsländern nur zu erreichen, wenn Innovationen auch umgesetzt werden können. Alle Anstrengungen auf dem Gebiet der Forschung bleiben wirkungslos, wenn der Transfer in die Praxis nicht gelingt. Das International Food Policy and Research Institute (IFPRI) in Washington D.C. weist in seiner aktuellen Veröffentlichung Knowledge and Innovation for Agricultural Development" darauf hin, dass Landwirte in Entwicklungsländern häufig über die ineffektive Agrarberatung klagen. Die Strukturen seien versorgungsorientiert, stark zentralisiert und würden die Bauern wenig einbinden. Frauen seien zudem in den bestehenden Beratungssystemen benachteiligt, obwohl Untersuchungen gezeigt hätten, dass die Produktivität um 22 Prozent steige, wenn Frauen die selbe Beratungsleistung wie Männer erhielten.
 

22.05.2009

Darmerkrankungen mit Schweineparasit behandelbar

Formen der Autoimmunerkrankungen, wie zum Beispiel Rheuma oder Allergien gegen Pollen und Lebensmittel, sollen mit einem Darmparasiten behandelt werden können, der bei Schweinen zu Koliken und Durchfall führt. Die Rede ist von dem Schweinepeitschenwurm, der im Gegensatz zum Schwein beim Menschen keine Schäden verursacht. Stattdessen regt er das Immunsystem an. Zurzeit gibt es noch kein staatlich zugelassenes Arzneimittel, jedoch produziert eine Firma in Barsbüttel die Glasfläschchen mit den Wurmeiern. In Abstimmung mit dem behandelnden Arzt kann man diese käuflich erwerben. Für 2500 Eier werden 300 Euro fällig.
 

Seite: 1 2 3 ⋅⋅⋅ 627 628 629 630 631 632 633 ⋅⋅⋅ 646 647 648
top