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16.08.2011

Entlastung von Bt-Mais durch amerikanische Ökologen?

BMBF - Zum Erstaunen vieler Praktiker funktioniert das Bt-Konzept auch 15 Jahre nach der Markteinführung noch immer: Bisher gibt es kaum resistente Schädlinge. Das bisher praktizierte Resistenzmanagement hat sich als erfolgreich erwiesen. Resistente Schädlinge treten nur dort auf, wo es nicht konsequent praktiziert wird, so das Ergebnis einer aktuellen Studie amerikanische Ökologen. Allerdings: Anders als bei Schmetterlingsraupen wie dem Maiszünsler deutet einiges darauf hin, dass der Maiswurzelbohrer, ein Käfer, sich weit schneller als erwartet an den gegen ihn zielenden Bt-Wirkstoff angepasst haben könnte.
 

11.08.2011

Bauernhof im Koffer

Bauernhof im Koffer Kinder zeigen ein hohes Interesse an Bauernhofgeschichten. Jedoch stellen viele der Bilderbücher die Landwirtschaft eher verklärt dar. Mit erschreckenden Folgen: Kinder und Jugendliche wissen kaum noch, wo ihre Nahrung herkommt. Über elementare landwirtschaftliche Produktionsprozesse sind wenig Kenntnisse vorhanden. U.a. auch, weil die wenigsten Kinder heutzutage direkten Zugang zu landwirtschaftlichen Betrieben haben. Dr. Barbara Steinbrück, Agraringenieurin und gelernte Landwirte will diese Entwicklung mit Ihrem Angebot Bauernhof im Koffer durchbrechen. Dabei setzt die Wissenschaftlerin, selber Mutter von zwei Kindern, bei Kindern im Alter von fünf bis sechs Jahren an. Der Bauernhof im Koffer bietet die altersgerechte Vermittlung der Zusammenhänge zwischen Jahreszeiten, landwirtschaftlicher Erzeugung in der Region und Lebensmitteln auf dem Tisch.
Der Bauernhof im Koffer ist zu erreichen über Dr. Barbara Steinrück, Telefon: 02204-480 159 und E-Mail: info@bauernhof-im-koffer.de
 

10.08.2011

Warum gibt es Bioaussteiger?

Für nordrhein-westfälische Landwirte, die gerne auf ökologischen Anbau umstellen möchten, bestehen derzeit sehr gute Chancen sich am Markt zu etablieren und Verarbeitung und Handel mit Ökoprodukten aus regionaler Herkunft zu beliefern, heißt es in einer aktuellen Pressemeldung des Nordrhein-Westfälischen Landwirtschaftsministeriums. Tatsächlich aber hören immer wieder Betriebe mit der Ökolandwirtschaft auf. Mit einer Studie will man hierfür jetzt die Gründe herausfinden, kündigt Ökologie & Landbau in der aktuellen Ausgabe an.
Einer Meldung im Deutschland-Radio zur Folge, könne man sich die Ausgaben für diese Untersuchung sparen. Die Gründe seien ganz simpel: Wenn die Förderung wegfällt, rechnet sich das Ganze nicht mehr. Dann baut man lieber eine Biogasanlage. Das bringt mehr Subventionen.
Daran mag etwas dran sein. Der Ausstieg hat aber vermutlich noch viele andere Gründe, denn schließlich klagen viele Länder über eine abnehmende Bio-Bereitschaft der Landwirte.
 

08.08.2011

Bedeutung des Agribusiness für Deutschland

Bedeutung des AgriFoodBusiness am Standort Deutschland Die ökonomische Leistung und der gesellschaftliche Wert  des AgriFoodBusiness werden in Deutschland tendenziell unterschätzt. Für die Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Sektors sind jedoch gesellschaftliche und politische Anerkennung sowie ein positives Klima essentiell. Zu diesem Ergebnis kommt Prof. Dr. P. Michael Schmitz, Universität Giessen, in seiner 3. aktualisierten und erweiterten Auflage der Reihe Agribusiness Forschung Heft 24 zum Thema Bedeutung des AgriFoodBusiness am Standort Deutschland".
Mit knapp 20 % am Verbraucherwarenkorb, 11,5 % der Beschäftigten und dem viertgrößten Umsatz hinter der Autoindustrie, der chemischen Industrie und dem Maschinenbau, sei das AgriFoodBusiness eines der bedeutendsten Sektoren in der deutschen Volkswirtschaft. Das AgriFoodBusiness erweise sich seit Jahrzehnten als hochmoderne und innovative Branche, der es hervorragend gelingt, interdisziplinäres Wissen zusammenzubringen und erfolgreich in Konzepte und Produktlösungen umzusetzen.
 

05.08.2011

Milchmarkt wird weltweit stark wachsen

LID - Die weltweite Milchproduktion wird bis 2020 um153 Mio. Tonnen auf ca. 710 Mio. Tonnen steigen. Vor allem in Entwicklungsländern nimmt der Konsum zu. Dies geht aus einer Langfristprognose von OECD und FAO hervor. Als Gründe für die steigende Nachfrage werden wachsende Bevölkerungszahlen, höhere Einkommen und die Übernahme westlicher Ernährungsgewohnheiten genannt, berichtet aiz.info. Besonders in Nordafrika, dem Mittleren Osten und Ostasien wird der Konsum von Milchprodukten ansteigen. Derjenige in den Industrieländern wird hingegen nur mässig zulegen.

Größter Milcherzeuger ist Indien, dem die FAO eine Steigerung um 4,4 % auf 52,50 Mio. t Milch voraussagt.
Ein schlechtes Gewissen braucht man beim Milchverzehr übrigens nicht zu haben. Grund dafür ist eine einfache Kosten-Nutzen-Rechnung: Zwar erzeugt die Produktion von
Kuhmilch mehr Emissionen als etwa Sojamilch – aber die Nährstoffdichte der Kuhmilch ist so hoch, dass pro Emissionseinheit mehr Nährwert herausspringt.

 

 

04.08.2011

Flächenarme Veredlungsbetriebe werden durch Umwelt- und Tierschutzpolitik massiv benachteiligt

Dr. Jesko Hirschfeld hat in seiner Dissertation die Auswirkungen von Umwelt- und Tierschutzpolitik auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft untersucht. Insbesondere intensive, flächenarme Veredlungsbetriebe seien in ihrer Betriebsplanung und in ihren Einkommensmöglichkeiten deutlich eingeschränkt worden. Der Wissenschaftler nennt in diesem Zusammenhang als wesentliche Einflussfaktoren die Düngeverordnung und die Tierschutzgesetzgebung.
 

03.08.2011

Fleisch aus der Retorte: Chancen für die Viehzucht?

An der Universität von Missouri laufen Untersuchungen zur Herstellung von künstlichem Fleisch aus (embryonalen) Stammzellen. In einer Pressemeldung des Internetportals Porknetwork wird darüber informiert, dass dies mit finanzieller Unterstützung der Organisation People for the Ethical Treatment of Animals erfolgen soll. Einige Landwirte hätten auf diese Ankündigung bestürzt reagiert. Nicht so der Don Nikodim, Vizepräsident der Schweinefleischerzeuger in Missouri. Er erhofft sich neue Einblicke in den Muskelaufbau, die von der traditionellen Tierzucht u.a. zur genetischen Verbesserung der Fleischqualität genutzt werden könnten.
 

01.08.2011

Sojaextraktionsschrot: wichtiges Koppelprodukt der Sojaölgewinnung

Die Sojabohne besteht zu 20 % aus Öl, weshalb sie als wichtigste ölliefernde Speisepflanze gilt. Fast 28 Prozent des weltweiten Speiseöls stammt aus Sojabohnen. Allerdings hat auch die Förderung der sog. erneuerbaren Energien dazu geführt, dass Sojaöl vermehrt als Biodiesel verwendet wird. Von dieser Entwicklung profitiert die Tierernährung, weil sich die Rückstände aus der Ölgewinnung hervorragend über den Tiermagen veredeln lasssen: aus 10 kg Sojabohnen werden 2 kg Sojaöl für den menschlichen Verzehr und 8 kg Futter.
Diese Koppelproduktion ist ökologisch sinnvoll und weit verbreitet. So landen Rapsexkrationsschrot, Nicht-Zuckerbestandteile der Zuckerrübe oder die Nicht-Mehlbestandteile des Weizens oder die Nicht-Stärkebestandteile des für die Bioalkoholproduktion verwendeten Roggens (Schlempe) im Futtertrog, alledings erst nach erfolgreicher Zertifizierung. Bester Verwerter ist und bleibt das Schwein.
Aktuelle Futterrationen mit Sojaschrot sind in jedem landwirtschaftlichen Wochenblatt zu finden.
In der aktuellen SuS wird beschrieben, wie man Futterkosten senken kann.
 

28.07.2011

Fleischverzehr und Gesundheit

Die Ergebnisse von sog. Beobachtungsstudien müssen immer wieder dafür herhalten, einen vermeintlichen Zusammenhang zwischen Fleischverzehr und Gesundheit herzustellen. Beste Chancen zitiert zu werden, haben Langzeitbeobachtungen. Selbst die Deutsche Gesellschaft für Ernährung greift gerne auf solche Studien zurück, um ihre Ernährungsempfehlungen zu rechtfertigen. Dabei lassen solche Studien kaum Aussagen über Ursache und Wirkung einer Beobachtung zu. Schon gar nicht, wenn innerhalb von zehn Jahren nur einmal nach dem Fleischverzehr gefragt werde, meint die Ernährungsberaterin Ulrike Gonder in einer Stellungnahme zu der größten amerikanischen Verzehrsstudie.
Das gilt wahrscheinlich auch für Studienergebnisse, die ein höheres Darmkrebsrisiko trotz Fleischverzicht gefunden zu haben meinen.
 

26.07.2011

Wie wahrscheinlich sind Kriege um Wasser?

Die Kriege des 20. Jahrhunderts werden ums Öl ausgefochten, die Kriege des 21. Jahrhunderts werden ums Wasser geführt werden - so lautet eine der meistzitierten Prognosen, die 1995 vom damaligen Vizepräsidenten der Weltbank aufgestellt worden ist. Die Fakten indes sprechen eine andere Sprache. Wendy Barnaby, Herausgeberin des britischen Wissenschaftsmagazin People & Science erklärt in der Mai-Ausgabe des Geo-Magazins warum auch die Länder mit knappen oder erschöpften Ressourcen keine Kriege führen (müssen). Der Grund ist virtuelles Wasser. "Wer Äpfel, Getreide oder andere Agrarprodukte auf dem Weltmarkt einkauft, importiert auch das Wasser, das für die Produktion des Lebensmittels benötigt worden ist. Für die Produktion von einem Apfel sind 70 Liter Wasser, für die Produktion von 1 kg Weizen 1.300 Liter Wasser nötig.
 

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