Aktuelles

Kategorie
30.06.2011

Kohlenhydratverzehr senken für eine gute Figur

Bereits ein mäßiger Verzicht von kohlenhydratreiche Lebensmittel soll positive Auswirkungen auf die Fettverteilung im menschlichen Körper haben. Die Ernährungswissenschaftlerin Barbara Gower, von der Universität in Alabama, Birmingham, stellte bei Probanden mit einer entsprechenden Diät vor allem einen Verlust des Bauchfettanteils fest und hofft, dass damit gleichzeitig das Risiko sinkt, an Diabetes zu erkranken.

Quelle: The above story is reprinted (with editorial adaptations by ScienceDaily staff) from materials provided by The Endocrine Society, via EurekAlert!, a service of AAAS.

In Deutschland ist ein vergleichbarer Artikel in der Zeitschrift Ernährung & Medizin zum Einfluss kohlenhydratreduzierter Ernährung auf die Hypertonie beim metabolischen Syndrom von Peter Heilmeyer, Beatrix Heilmeyer, Harald Knyrim und Nicolai Worm erschienen.
 

22.06.2011

Medikamenteneinsparung durch Lysozymeinsatz?

Außerhalb der EU werden antibiotisch wirksame Substanzen in nutritiven Dosen als Leistungsförderer in der Tierernährung eingesetzt. Wegen der zunehmenden Resistenzproblematik steht der Einsatz in der Kritik, wenn es sich um Substanzen handelt, die auch im Humanbereich im Einsatz sind.

In Fütterungsversuchen wurde jetzt als Alternative sog. Lysozyme getestet. Die Wirkung war vergleichbar mit der antibiotischer Leistungsförderer: vitalere Ferkel hatten eine bessere Futterverwertung und bessere Zunahmen. Vor dem Hintergrund, dass Lysozyme u.U. auch im Humanbereich benötigt werden, sind pflanzliche Zusatzstoffe u.U. die bessere Alternative. Auf EU-Ebene finden entsprechende Versuche statt. Ziel ist die Einsparung von Medikamenten und eine besserer Ausnutzung von Ressourcen.

 

Quelle: May et al. (2011), J.Anim. Sc. Midwest Abstracts, p. 32-33

 

21.06.2011

Ein Drittel aller Lebensmittel landet nicht im Magen

Food and agriculture organization of the united nations (FAO) Auf Einladung der Messe Düsseldorf und der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) kamen am 16. und 17. Mai 2011 internationale Experten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft beim SAVE FOOD Kongress zusammen, um Lösungen im Kampf gegen die weltweiten Lebensmittelverluste zu finden. Rund ein Drittel der globalen Lebensmittelproduktion (1,3 Milliarden Tonnen jährlich) gehen auf dem Weg vom Acker zum Konsumenten verloren. Während in den Industrieländern Produkte mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen werden und nach Ablauf oft weggeschmissen werden (müssen), ist das Hauptproblem der Entwicklungsländer fehlende Kühlketten, mangelhafte Verpackungen und Lagerverluste. Eine falsche Lagerung führt zudem zu Verlusten durch Schädlinge und Mikroorganismen (Pilze). Nur ein Drittel der Ernte landet so auf dem Teller.
 

20.06.2011

Gezielter Wirtschaftsdüngereinsatz wirkt klimaschonend

Nach Berechnungen des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landentwicklung, fallen in der Tierhaltung jährlich etwa 30 Millionen m3 Flüssigmist und 5 Millionen t Festmist an. Der Vergleich der Düngewirksamkeit von Wirtschaftsdüngern mit Mineraldüngern erfolgt in so genannten Mineraldüngeräquivalenten. Dieses beträgt beim Wirtschaftsdünger über 90 Millionen kg N, ca. 100 Millionen kg P2O5 und fast 230 Millionen kg K2O. Dabei sind die Werte für die Berechnung der Nährstoffvergleiche  nach der Düngeverordnung zugrunde gelegt worden. Faustzahlen für den Energiebedarf bei der Herstellung von Mineraldüngemitteln sind im KTBL-Heft Energieeffiziente Landwirtschaft 2008 veröffentlicht. Unter Verwendung dieser Werte beläuft sich die jährliche Kohlendioxideinsparung bei der Mineraldüngerherstellung auf über 450 Millionen kg Kohlendioxid pro Jahr. Das entspricht der Kohlendioxidmenge, die von den Bewohnern einer Stadt mit ca. 50.000 Einwohnern verursacht wird. Auf eine andere Bezugseinheit gebracht bedeutet das: Mit einem Fass Schweinegülle (15 m3) werden etwa 200 kg Kohlendioxid bei der Mineraldüngerherstellung eingespart.
 

20.06.2011

Intensive Landwirtschaft schont das Klima

Natürliche Ökosysteme speichern große Mengen Kohlenstoff, sowohl im Boden als auch im Bewuchs. ... Am besten für das Klima sei es, so wenig Flächen wir möglich für die Produktion von Agrarrohstoffen zu verwenden, diese aber intensiv zu nutzen, berichtet Dr. Sebastian Messerschmid von der Pressekonferenz des Industrieverbandes Agrar für die Landpost (19/2011).
Wenn die globale Landwirtschaft heute noch auf dem Ertragsniveau von 1961 wirtschaftete, müsste auf 1,76 Mrd. Ackerfläche zusätzlich angebaut werden, um die derzeitige Weltbevölkerung ausreichend mit Nahrung zu versorgen, wird Prof. Dr, Hermann Kuhlmann, Vorsitzender des IVA-Fachbereichs Pflanzenernährung zitiert. Diese Ausweitung der Fläche hätte in den vergangenen 40 Jahren mehr als 500 Mrd. t Kohlendioxid mehr verursacht. Das entspricht dem zehnfachen Wert der weltweit jährlichen Treibhausgas-Emissionen.
 

20.06.2011

Wirkung einer Kohlenhydratarmen, eiweißreichen Diät bei Krebserkrankungen

In der Zeitschrift Cancer Research wurden soeben Studienergebnisse veröffentlicht, von der sich Mediziner Hoffnungen für eine unterstützende Krebsbehandlung machen. In Fütterungsversuchen mit Mäusen wurden unterschiedliche Diäten getestet. Kohlenhydratarme und eiweißreiche Rationen zeigten positive Effekte sowohl hinsichtlich des Risikos an Krebs zu erkranken also auch bzgl. des Wachstums vorhandener Tumore. Die Wissenschaftler glauben, dass die Ergebnisse ausreichen, um auf den Menschen übertragen werden zu können.

Quelle: V. W. Ho, K. Leung, A. Hsu, B. Luk, J. Lai, S. Y. Shen, A. I. Minchinton, D. Waterhouse, M. B. Bally, W. Lin, B. H. Nelson, L. M. Sly, G. Krystal. A Low Carbohydrate, High Protein Diet Slows Tumor Growth and Prevents Cancer Initiation. Cancer Research, 2011; DOI: 10.1158/0008-5472.CAN-10-3973
 

14.06.2011

Landwirtschaft in den Entwicklungsländern sollte nachhaltiger werden

Gemäss FAO haben die Bauern in den Entwicklungsländern die Nahrungsmittelproduktion von 1961 bis 2000 von 800 Mio. Tonnen auf mehr als 2,2 Mio. Tonnen erhöht. Der Preis für diese Steigerung war hoch: Fruchtbares Land wurde ausgelaugt, Grundwasser aufgebraucht, biologische Vielfalt zerstört sowie Luft, Boden und Wasser verschmutzt. Da es angesichts der wachsenden Weltbevölkerung lt. FAO keine Alternative zu einem noch intensiveren Getreideanbau gibt, muss die Landwirtschaft in den Entwicklungsländern nachhaltiger werden ohne Einbußen bei der Produktivität. Wie das funktioniert, zeigt der integrierte Landbau durch den wechselnden Anbau von Früchten und bodenschonende Bearbeitung. Wichtig ist auch, die pflanzlichen Überreste der Ernte auf dem Boden zu belassen. Mit der Entnahme als Stroh zum Einstreu oder Vergärung der Reststoffe in Biogasanlagen, kann das Gleichgewicht nachhaltig gestört werden.
 

12.06.2011

Vitamin B schützt vor Dickdarmkrebs?

Amerikanische Ernährungsstudien deuten darauf hin, dass eine optimale Vitamin-B-Versorgung trächtiger Mäuse, zu weniger Darmkrebsfällen bei deren Nachkommen führen. Ob die Ergebnisse auf Menschen übertragbar sind, muss überprüft werden.
Vitamin-B12 kommt in nennenswerten Mengen nur in tierischen Produkten vor.

Eric D Ciappio, Zhenhua Liu, Ryan S Brooks, Joel B Mason, Roderick T Bronson, Jimmy W Crott. Maternal B vitamin supplementation from preconception through weaning suppresses intestinal tumorigenesis in Apc1638N mouse offspring. Gut, 9 June 2011 DOI: 10.1136/gut.2011.240291
 

09.06.2011

Gentechnik: Verbraucher legen Wert auf Transparenz

Das Berliner forsa-Institut hat in der Vergangenheit für verschiedene Unternehmen und Organisationen Bundesbürger zum Thema Gentechnik befragt. Das Ergebnis war nahezu identisch: Die Kennzeichnung ohne Gentechnik sei aus Sicht der Verbraucher wichtig. Die Mehrheit der Befragten beurteilten eine derartige Kennzeichnung auf Lebensmitteln als sinnvoll; ein ähnlich hoher Prozentsatz gab an, sich beim Einkauf am Hinweis ohne Gentechnik zu orientieren.
Dabei sollen die aktuellen Kennzeichnungsvorschriften zur Gentechnik tatsächlich keine echte Wahlfreiheit gewährleisten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Bayreuth. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass vor jeder zukünftigen Umfrage, den Befragten das dt. Gentechnikgesetz und die Kennzeichung ohne Gentechnik erklärt werden müsste. Auf das Ergebnis dieser Umfragen darf man gespannt sein.
 

08.06.2011

Impfstoff aus dem Schweinestall

Gerötete Augen, NIesanfälle, Schnupfen, schlechte Stimmung: Immer mehr Deutsche leiden an Allergien, fasst  Harding Niehues ein Problem für die Oldenburgische Volkszeitung (Schweinestall-Luft beugt Allergien vor) zusammen, für das es zukünftig eine Lösung geben könnte: Ein Impfstoff aus dem Schweinestall. Dabei bezieht sich der Journalist in der OVS-Ausgabe vom 21.05.2011 auf eine Aussage des Allergologen Dr. Norbert Naber aus Cloppenburg.
Das Phänomen der gesünderen Bauernkinder ist nicht unbekannt. Der ZDS hatte darüber bereits mehrfach informiert.
 

Seite: 1 2 3 ⋅⋅⋅ 644 645 646 647 648 649 650 ⋅⋅⋅ 689 690 691
top