Aktuelles

23.03.2006

500 Millionen Euro für den Tierschutz

Mit der Drucksache 119/06 will das Bundeslandwirtschaftsministerium einem Bußgeldverfahren der Europäischen Union wegen der Nichtumsetzung einer Richtlinie zum Schutz der Schweine zuvorkommen. Versäumnissse von Frau Künast muß Minister Seehofer ausbügeln. Leider weicht der jetzt dem Bundesrat zugeleitete Entwurf in zahlreichen Punkten von den EU-Vorgaben ab und kostet den Schweinehaltern damit allein für die Umrüstung der Stallböden fast 500 Millionen Euro.
 

10.03.2006

Schweinefleisch senkt Cholesterin?

Wer Schweinefleisch isst, tut etwas Gutes für seine Gesundheit, heißt es in einer Pressemeldung der AMA, Österreich. Für Männer sei das sogar wissenschaftlich belegt. In einer Studie des Instituts für Ernährung und Stoffwechselerkrankungen sei die cholesterinsenkende Wirkung nachgewiesen worden.
 

21.02.2006

VO 183/2005: Einordnung von Betrieben als Futtermittelunternehmen

Mit der Futtermittelhygiene-Verordnung EG 183/2005 wird eine umfassende Registrierungspflicht für alle Futtermittelunternehmen eingeführt. Um die Vorschriften zu umgehen, kann es in der Praxis vorkommen, dass Stoffe nicht als Futtermittel, sondern als Abfall zur Verwertung oder Lebensmittel gekennzeichnet werden. In einem Schreiben an die betroffene Wirtschaft hat das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz jetzt ein mit den Ländern abgestimmtes Positionspapier zur Einordnung von Betrieben als Futtermittelunternehmen und zur Einordnung von Stoffen als Futtermittel übermittelt.
 

21.02.2006

Lebensmittelunternehmen und Landwirtschaft produzieren auf Augenhöhe

Spätestens mit In-Kraft-Treten der Futtermittelhygieneverordnung zum 01.01.2006 dürfte allen Lebensmittelproduzenten klar sein: Landwirtschaft und Verarbeiter von landwirtschaftlichen Erzeugnissen bewegen sich auf Augenhöhe. Nicht nur was die Qualitätsanforderungen anbelangt, sondern auch hinsichtlich Haftung und Rückverfolgbarkeit. Umso unverständlicher ist die Haltung einiger Lebensmittelkonzerne, hochwertige Lebensmittelreste aus der laufenden Produktion nicht mehr an die Landwirtschaft abzugeben, sondern in den Müll zu kippen. Dahinter steht die Angst, dass im Falle einer Futtermittelkrise der Firmenname in der Presse auftaucht - mit negativen Folgen für den Lebensmittelabsatz.
 

13.02.2006

BMELV: Hinweise zur Schlachttierkennzeichnung

Am 06.02.06 hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) eine Klarstellung zur Frage der Nachkennzeichnung von Schweinen bei Verlust der Ohrmarke an die zuständigen Landesbehörden verschickt. Bei den sog. Cross-Compliance-Kontrollen war es hierzu immer wieder zu regional unterschiedlichen Auslegungen der Bestimmungen der nationalen Viehverkehrs-Verordnung gekommen.
 

16.01.2006

Leitlinie zur effizienten und umweltverträglichen Schweinemast

Einen schönen Überblick zur Marktsituation und die Rahmenbedingungen unter denen landwirtschaftliche Unternehmer Schweinefleisch erzeugen, hat die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft in Form der Leitlinie zur effizienten und umweltverträglichen Schweinemast herausgegeben. Das Kapitel Produktionsverfahren beschreibt die Anforderungen an das Tiermaterial, die Haltung, die Fütterung und die notwendigen Dokumentationspflichten. Das Kapitel Verfahrensbewertung erläutert die Bewertung verschiedener Produktionsverfahren. Die neunzehnseitige Leitlinie(pdf-Datei) steht zum Download im Internet der TLL. Artikel herunterladen
 

22.12.2005

EU-Hygienepaket: Übergangsregelungen im Amtsblatt veröffentlicht

Die EU-Komission hat jetzt die Verordnung 2076 im Amtsblatt veröffentlicht. Die Verordnung legt Durchführungsvorschriften zu den Verordnungen des sog. EU-Hygienepaketes (VO 852, 853, 854) fest, die EU-einheitlich zum 01.01.2006 gelten. Darin enthalten ist auch die Möglichkeit für Übergangsvorschriften. Für den Schweinesektor ist eine zweijährige Frist möglich. Jetzt wartet die Wirtschaft auf eine deutsche Dringlichkeitsverordnung, damit z.B. die geforderten Begleitpapiere für Schlachtschweine, die 24 Stunden vor Ankunft der Tiere beim Schlachthof vorliegen müssen, vorbereitet werden und elektronische Übertragungswege aufgebaut werden können.
Siehe auch ZDS-Meldung vom 20.12.2005
 

30.11.2005

Womit beschäftigen sich Schweine am liebsten?

In der EU-Richtlinie 2001/93/EG Anhang, Kapitel 1, Punkt 4, heißt es: Unbeschadet von Artikel 3 Absatz 5 müssen Schweine ständigen Zugang zu ausreichenden Mengen an Materialien haben, die sie untersuchen und bewegen können, wie z. B. Stroh, Heu, Holz, Sägemehl, Pilzkompost, Torf oder eine Mischung dieser Materialien, durch die die Gesundheit der Tiere nicht gefährdet werden kann. Derzeit werden im Rahmen einer Dissertationsarbeit am Institut für Tierhaltung und Haltungsbiologie der Universität Giessen die unterschiedlichsten Materialien auf ihre Praxistauglichkeit untersucht. Dabei zeichnen sich bereits jetzt eindeutige Präferenzen ab.
 

15.11.2005

Schweine lieben es dämmrig

Am Institut für Klinische Veterinärwissenschaften der Universität Bristol wurde das Verhalten von Schweinen bei unterschiedlichen Lichtstärken untersucht. In Wahlversuchen mit unterschiedlich stark ausgeleuchteten Ställen konnten Schweine die für sie angenehmsten Stallbereiche frei wählen. Durch ihr Verhalten bestätigten die Schweine, dass sie Dämmerungstiere sind; Stallbereiche mit Lichtstärken < 4 Lux wurden bevorzugt.
(N.R. Taylor, G. Perry, M. Potter, N.B. Prescott, C.M. Wathes: Preference of pigs for illuminance, BBSRC 2003)
 

31.10.2005

Schweinehaltung: EU-Gutachten zum Tierschutz

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat soeben ein Gutachten des Wissenschaftlichen Gremiums über die Einflüsse verschiedener Platzangebote und Bodenarten auf den Tierschutz von Absetzferkeln und Zuchtläufern veröffentlicht. Dabei werden die Vor- und Nachteile verschiedener Bodenarten benannt und Empfehlungen zum Platzbedarf ausgesprochen.
Das Gutachten kommt auch zu dem Ergebnis, das weder die Bodenbeschaffenheit noch das Platzangebot wesentliche Auswirkungen auf die Fleischqualität, die Luft- und Wasserverschmutzung oder menschliche Krankheiten haben. Allerdings sei die Häufigkeit der Entmistung wichtig, um die Ammoniakemission in Ställen und in der Umwelt zu verringern. >>>
 

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