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12.08.2010

Emissionen und Strategien zu deren Minderung

Die Belastungen bei der Geflügelhaltung werden hauptsächlich durch die Schadstoffe Ammoniak, verschiedenste Spurengase sowie Staub hervorgerufen. Dies führt zu Beinträchtigungen von Stallluft und Landwirt, schreiben Jochen Hahne und Torsten Hinz vom Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI) in Braunschweig in der aktuellen Broschüre Wissenschaft erleben, Ausgabe 1/2010.
Nach dem Verbot der Käfighaltung in Deutschland im Jahr 2010 konkurrieren in der konventionellen Geflügelhaltung derzeit die Haltungsformen Freiland-, Boden-, Volieren- und Kleingruppenhaltung. Bei den seit 2007 kontinuierlich durchgeführten Messungen schnitt die Kleingruppenhaltung mit 6 mg pro Tier und Stunde um den Faktor Zehn am besten ab. Ursache ist der schnelle Abtransport des Kotes über Kotbänder in der Kleingruppenhaltung, während in allen anderen System der Kot im Stall verbleibt. Bei der Kleingruppenhaltung kommen daher auch rel. große Stallanlagen ohne technische Maßnahmen zur Emissionsminderung aus, schreiben die Wissenschaftler.
 

11.08.2010

Große Kluft zwischen Moralvorstellung und Einkaufverhalten

Im Zuge der Kritik an Discountern über Niedrigstlöhne, fragwürdige Arbeits- und Kündigungsmethoden sowie unzumutbare Arbeitsbedingungen in den Herstellerländern hat das Institut für Handelsforschung (IFH) in Köln das Verbraucherverhalten in einer Studie untersucht. Das Ergebnis: der Anspruch der Konsumenten nach sozial und ökologisch unbedenklichen Konsumgütern und das tatsächliche Kaufverhalten klaffen eklatant auseinander. Mehr als drei Viertel aller Verbraucher legen beim Einkauf Wert darauf, dass die Waren nach umweltverträglichen Aspekten hergestellt werden. Zudem befürworten die Konsumenten, das die Produkte in Bezug auf die Arbeitsbedingungen fair sind und soziale Mindeststandards (Code of Conduct) erfüllen. Kinderarbeit ist tabu. Doch die aktuellen Marktzahlen des IFH belegen: gekauft wird weiterhin im preiswerten Segment.
 

11.08.2010

Genomische Selektion wird Tierzucht nachhaltig verändern

WCGALP Die Tierzuchtforschung muss sich heute mit globalen Herausforderungen wie das Bevölkerungswachstum, der Erhalt der Artenvielfalt, die Ernährungssicherheit und den Klimawandel auseinandersetzen. Auf dem 9. Weltkongress für angewandte Genetik in der Tierproduktion (WCGALP) werden die neuesten Forschungsergebnisse aus der Tierzuchtforschung vorgestellt. Der alle vier Jahre stattfindende Kongress wird zum ersten Mal in Deutschland abgehalten. Rund 1.400 Wissenschaftler werden vom 1. bis 6. August 2010 in Leipzig erwartet. Der Fokus der Forschung wird in den kommenden Jahren noch stärker auf der Nachhaltigkeit liegen. Diese Forschungsergebnisse kommen schließlich auch den Verbrauchern zu gute, sagt Tagungspräsident Professor Dr. Ernst Kalm. Dass der Kongress in Deutschland stattfindet, unterstreicht auch die internationale Bedeutung der deutschen Agrarwissenschaften. Zuletzt trafen sich die Wissenschaftler in Frankreich (2002) und Brasilien (2006).
 

11.08.2010

Gesundheitsfördernder Aspekt von Bakterien

Forschungsreport 1/2010 Die Schutzwirkung von "Gemüse" beruht offensichtlich nicht nur aus einem Zusammenspiel vieler verschiedener Pflanzeninhaltsstoffe. Zunehmendes Interesse erhalten in jüngster Zeit auch den Millionen Bakterien, die auf der Pflanze beziehungsweise im pflanzlichen Gewebe leben und bei Verzehr von frischem Gemüse in den Verdauungstrakt des Menschen gelangen.
In wieweit die pflanzlichen Bakterienpopulationen allerdings tatsächlich einen gesundheitsfördernden Effekt beim Menschen bewirken ist noch völlig ungeklärt. Fest steht bislang nur, dass die bakterielle Population über die Inhaltsstoffe der Pflanze gezielt gesteuert werden können. Forscher vom Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau Großbeeren/Erfurt e.V. glauben gar an die Konzeption und Entwicklung eines pflanzenbasierten Probiotikums, die bisher auf Milchbasis hergestellt werden.
Der Einsatz probiotischer Bakterienstämme ist übrigens auch beim Fleisch bekannt, insbesondere in der Rohwurstherstellung. Nach aktuellen Untersuchungen von Dr. Kröckel, MRI Kulmbach, schneidet das Lactobacillus parcasei subsp. paracasei sogar besser ab, als der seit Jahrzehnten als Rohwurststarter eingesetzte Lactobacillus plantarum.
(beide Informationen aus: Forschungsreport 1/2010)
 

09.08.2010

Neues DLG-Merkblatt zu Fütterungsanlagen für Schweine

Dlgfuetterungsanlagenschweine Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hat ein neues Merkblatt zu Fütterungsanlagen für Schweine herausgegeben. Der DLG-Ausschuss für Technik in der tierischen Produktion hat sich mit den Teilbereichen Mischen und Transportieren beschäftigt und geht unter Federführung von Reinhard Schulte-Sutrum vom Landwirtschaftszentrum Haus Düsse der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen ausführlich auf die Platzierung der Futterzentrale, auf Komponentensilos, auf die speziellen Anforderungen für die Flüssig- und Trockenfütterung sowie auf den Energieverbrauch ein. Die Entscheidung für ein Verfahren ist sehr vielschichtig. Sie reicht von den erforderlichen Investitionskosten, über die unterschiedlichen betrieblichen Anforderungen, wie zum Beispiel die verwendeten Futterkomponenten, bis hin zur persönlichen Motivation im täglichen Umgang mit der Fütterungsanlage. Nur wer sich mit der jeweiligen Technik auseinandersetzt und die Abläufe versteht, kann gezielt Optimierungen vornehmen. Daher ist es vor Investitionen wichtig, sich intensiv mit den eigenen Ansprüchen und deren Umsetzung auseinander zu setzen.
Interessenten finden das DLG-Merkblatt 361 Fütterungsanlagen für Schweine – Mischen und Transportieren zum kostenlosen Herunterladen unter www.dlg.org/merkblaetter.
 

09.07.2010

Österreich führt Kampagne für einheimische Produkte ein

Heimisch kaufen! ist eine Kampagne zur Bewusstseinsänderung beim Konsumenten. Wer heimisch kauft, sichert den heimischen Wirtschaftsstandort. Davon hängen Zigmillionen Arbeitsplätze ab," appelliert der österreichische Bauernverband an seine Verbraucher. Anhand eines Ampelsystems soll der Verbraucher erkennen, woher die Rohstoffe des Lebensmittels stammen. Grün steht für eine rein österreichische Produktion, gelb für eine österreichische Teilproduktion und das rote Logo bedeutet, dass sowohl das Produkt als auch die Rohstoffe aus dem Ausland stammen. Mit der Aktion soll auch darauf aufmerksam gemacht werden, dass regionale Produkte einen Mehrwehrt aufweisen. So seien diese einerseits umweltverträglicher und sicherten oder schafften Arbeitsplätze in Österreich.
 

07.07.2010

Übersicht über Verbraucherinfos und Lehrmaterialien zum Thema „Landwirtschaft“

RLV - Wie werden Lebensmitteln hergestellt, welche Qualitätsstandards werden berücksichtigt und was sind die Folgen von Ramschpreisen für Nahrungsmittel? Welche rheinischen Betriebe öffnen in den Sommermonaten bis hinein in den Herbst im Rahmen der Aktion Tag des offenen Hofes ihre Hoftore?

Und wo kann ich als Lehrer Unterrichtsmaterialien zum Thema Landwirtschaft bestellen und wo eine Fortbildung dazu machen? Auf der Homepage des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) finden Interessierte dazu unter www.rlv.de/verbraucher zahlreiche Infos.

 

05.07.2010

Viehzählung: veränderte Erfassungsmethodik erschwert Vorjahresvergleich

Zum Stichtag am 3. Mai 2010 wurden laut Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Deutschland rund 26,5 Millionen Schweine gehalten. In der Schweinehaltung ist der Bestandsrückgang um rund 303.000 Schweine (– 1,1 %) auf eine Änderung der Methodik zurückzuführen. Um die Auskunftspflichtigen zu entlasten, wurde die untere Erfassungsgrenze angehoben. Dadurch wurden circa 20.000 kleine Betriebe von der Auskunftspflicht befreit.
Jetzt ist es kaum mehr möglich, die Entwicklung bei den Schweinebeständen zu schätzen, es sei denn, man legt die Bestandsgrößenstatistik aus dem Jahre 2007 zu Grunde und vergleicht die Bestände ohne die Betriebe mit einem Bestand kleiner 50 Tiere.
Zum gleichen Vorjahrestermin Mai 2009 wurden noch rd. 67.800 Schweinehalter gezählt.
 

01.07.2010

FAO-Empfehlung: mind. 20 Gramm tierisches Protein täglich

Rund um den Globus wird immer mehr Fleisch erzeugt. Zugleich hat sich aber auch der Bedarf erhöht: Der Verbrauch steigt in gleichem Maße an. Nach dem Dämpfer durch die Finanz- und Wirtschaftskrise führte der Verbrauchsanstieg trotz zunehmender Produktion deshalb jetzt wieder zu einer Erholung der Weltmarktpreise. Im Jahr 2008 wurden weltweit 279,3 Mio. Tonnen (t) Fleisch erzeugt. Im Jahr darauf waren es nach vorläufigen Zahlen bereits 281,5 Mio. t. Im laufenden Jahr prognostiziert die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) einen weiteren Produktionsanstieg auf 286,4 Mio. t, das wären erneut 1,8 Prozent mehr als im Jahr 2009.
Zur Vorbeugung von Mangel- und Unterernährung empfiehlt die FAO eine tägliche tierische Proteinaufnahme von mindestens 20 Gramm. Das entspricht einem Jährlichen Verzehr von 33 kg Fleisch oder einem Fleischverbrauch von rd. 38 kg.
 

30.06.2010

Intensive Landwirtschaft bremst den CO2-Ausstoss

Eine Forschungsarbeit der Carnegie Institution in Washington ist zum Schluss gekommen, dass durch die Landwirtschaft der CO2 Ausstoss seit 1961 um rund 600 Mrd. Tonnen reduziert wurde. Das entspricht dem 20-fachen Verbrauch von fossilen Treibstoffen auf dem Stand von heute, berichtet der Co-Autor der Studie Steven Davies zu Farmers Weekly vom 18. Juni. Zudem wurde durch die Intensivierung und die höheren Erträge rund 1,5 Mrd. Hektar weniger Ackerland benötigt. Fläche, die als Wald die CO2-Bilanz verbessert. Die Einsparung an CO2 übersteige bei Weitem die Emissionen durch die intensivere Bewirtschaftung, so die Forscher. >>>
 

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