12.01.2018 rss_feed

Mit "Schweinefakten" gegen Vorurteile

Faktencheck Deckblatt Immer wieder zum Jahresanfang, passend zur größten internationalen Ernährungsmesse in Berlin, positionieren sich diverse Organisationen aus (satten) Ländern, um gegen die Ernährungsindustrie und insbesondere die heimische Landwirtschaft zu protestieren. Angeblich hat sich dabei in diesem Jahr die Argumentation geändert, meint zumindest der Agrarstatistiker Georg Keckl, der sich den Fleischatlas angeschaut hat.
Zwar verzichte man im neuen Bericht auf absurde Argumente, wie Vorwürfe zum Wasserverbrauch (15.000 Liter für ein Kilo Rindfleisch) oder angeblich schädliche Wirkung von Mineraldüngern für unseren Boden; dafür positioniere man sich durch einen wissenschaftlichen Gastbeitrag aus Göttingen hin zu guter Ernährung. Über Nudging zu weniger, dafür aber besseren Fleischverzehr.

Man muss sich der Meinung des Agrarstatistikers nicht anschließen, zumal Werbung für gute Ernährung nicht verkehrt ist: Bevormundung aber mag der dt. Verbraucher überhaupt nicht und schon gar nicht bis auf den eigenen Teller. Verbraucher, die sich zu Hintergründen häuiger Vorwürfe informieren möchten, können das mit den Schweinefakten tun (sk).

top