23.05.2016 rss_feed

Verpflichtende Herkunftskennzeichnung für verarbeitetes Fleisch

Das EU-Parlament fordert in einer Entschließung vom 12.05. die Einführung einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung von Fleisch und Milch. Die obligatorische Kennzeichnung würde dazu beitragen, das Vertrauen der Verbraucher in Lebensmittel aufrechtzuerhalten, weil dann die Nahrungsmittel-Lieferkette transparenter werden würde, heißt es in dem Text.

Anm. d. Red.: Bei Rinder-, Schweine-, Schafs- und Ziegen- sowie Geflügelfleisch gilt diese Herkunftsangabe bereits. Neu ist in der Entschließung aber, dass die Herkunftsangabe auch auf verarbeitetes Fleisch ausgedehnt werden sollte. Wer Produktionsprozesse in der Fleischwarenindustrie kennt, weiß, dass diese Forderung kaum umsetzbar sein wird. Z.B. weil aus einem Schwein zahlreiche Teilstücke unterschiedlich verarbeitet werden müssen und damit z.T. riesige Tierchargen in einem Produkt verarbeitet werden. Insbesondere kleinere Schlachtunternehmen dürften mit der Forderung logistisch überfordert sein.

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