Bei Essen hört der Spaß auf. Vielfalt, statt Ausgrenzung

Toleranz zeigt sich häufig schon bei der Schulverpflegung. Aus falscher Rücksichtnahme oder Angst vor Anfeindungen oder einfach aus Bequemlichkeit, verzichten Schulen auf traditionelle, mitteleuropäische Speisen. Das führt zu Ärger bei den Eltern und zur Ausgrenzung von Schülern. Schulen und deren Caterer übersehen, dass die Berücksichtigung anderer kultureller Speisevorschriften eine Bereicherung des gewohnten Speiseplans darstellen kann. So wie heute niemand mehr auf vegetarische oder vegane Angebote verzichten muss, kann man in der Gemeinschaftsverpflegung durchaus auf kulturelle Besonderheiten achten, ohne auf die Curry-Wurst verzichten zu müssen. Vielfalt, statt Ausgrenzung ohne auf bekannte Speisen verzichten zu müssen, dafür werben der Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) und sein Projektpartner, der Information Medien Agrar e.V. (ima) mit einem Unterrichtsmodul und einem Leitfaden für Schulen, Lehrer und Speisenanbieter.

Viele Menschen machen sich Gedanken über das, was sie essen: aus gesundheitlichen, moralischen oder ökologischen Gründen. Dazu kommen die Speisevorschriften unterschiedlicher Religionen. All dies unter einen Hut zu bringen, ist eine große Herausforderung für die Schul­ und Gemeinschaftsverpflegung. Idealerweise ist die Schulkantine ein Ort für alle und Schüler*innen jeden Alters und jeglicher Herkunft gehen dort gerne miteinander essen. Längst finden sie dort geeignete Speisen, auch wenn sie eine (häufige) Lebensmittelallergie haben oder Vegetarier sind. Religiöse Vorschriften machen die Speisenauswahl komplizierter. Das zeigen bereits ein paar Beispiele wichtiger Weltreligionen. Hinzu kommen spezielle Ernährungsstile, die heute im Trend sind, und persönliche Vorlieben.



Unterrichtsbaustein Schweinefleisch, halal, koscher & Co

Im Rahmen des Projektes PorkInklusio wurde der Unterrichtsbaustein "Schweinefleisch, halal, koscher & Co" entwickelt, der in der Ausgabe 39/2019 des Lehrermagazins Lebens.Mittel.Punkt der Information Medien Agrar (ima) für die Sekundarstufe angeboten und an 10.000 Schulen verteilt wurde. Einen besonders sensiblen Aspekt im Hinblick auf ein tolerantes Miteinander von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen in einer Gesellschaft stellt die Ernährung dar. Das Lehrermagazin verdeutlicht vor welchen Herausforderungen Betreiber von Schulkantinen bei der Gemeinschaftsverpflegung stehen, wenn in Schulen nicht nur vegetarisches oder veganes Essen angeboten werden soll, sondern auch Speisen, die halal oder koscher sind. So ist z.B. für Muslime der Verzehr von Schweinefleisch verboten, denn die Tiere gelten im Islam als unrein. Auch Juden meiden Schweinefleisch, zudem sollen Milch- und Fleischspeisen getrennt zubereitet, gelagert und gegessen werden. Anliegen des Unterrichtsbausteins ist es, mehr über andere Menschen und deren Herkunft, Glauben und Lebenseinstellungen zu erfahren. Schüler sollen sich mit ihrer eigenen Ernährung befassen, Vorlieben und Abneigungen artikulieren, Fakten über Speisevorschriften verschiedener Religionen kennenlernen und auch Gemeinsamkeiten in den unterschiedlichen Ernährungsweisen entdecken.


Leitfaden für Schul­verpflegung mit Vielfalt statt Verzicht

Im Rahmen des Projektes PorkInklusio wurde ein Leitfaden für Schulen, Lehrer und die Schulcaterer aufgelegt, um eine praktische Umsetzung in der Gemeinschaftsverpflegung zu fördern. Der Leitfaden möchte bei der Umsetzung kultureller Besonderheiten unterstützen. Es werden Anregungen für den Einkauf, die Lagerung, die Zubereitung und das Speisenangebot im Schulalltag gegeben. Neben Rezepten und einem Speiseplan, berichtet eine Ernährungsexperten von Ihren Erfahrungen im Schulalltag. Der Leitfaden eignet sich auch für die Weitergabe an Eltern durch Fleischereifachpersonal. Er kann mit dem eigenen Logo oder einer Adresse nachgedruckt und am Point of Sale ausgelegt werden.


Best-Practice-Beispiele

Auf dieser Internetseite sollen künftig Best-Practice-Beispiele (Rezepte, Speisekarten usw.) gesammelt werden. Lehrer, Schüler und die Systemgastronomie können über das Formular Anregungen und Beispiele nennen. So entsteht vielleicht eine Rezeptdatenbank, die die Umsetzung des Leitfadens an Schulen noch einfacher machen.


Formular einbauen


Sie finden die Idee Vielfalt statt Verzicht in der Gemeinschaftsverpflegung gut?

Sie können mit Ihrer Absenderadresse für das Projekt bei Ihren Kunden oder in Schulen werben. Senden Sie Ihre Kontaktdaten und Ihr Logo an unsere Grafikagentur, die Ihnen ein fertige Druckdatei zum Eigendruck zur Verfügung stellen. Der Leitfaden kostet der Druckerei hier nur 0,75 € je Exemplar.

Sie möchten mit einem Einleger auf das Konzept in Ihrer Verbandzeitschrift oder Kundenmagazin aufmerksam machen? Auch hierfür stellen wir gerne Druckdateien zur Verfügung. Bei Bedarf auch mit Ihren Kontaktdaten.

 

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