22.02.2017rss_feed

Unterstützung für nachhaltige Betriebsführung

Eigentlich sollten Ökoeffizienzkriterien das Maß jeder Unternehmensführung sein. Zumindest haben sich darauf alle Parteien verständigt. Der Gleichklang von Ökonomie, Ökologie und Soziales bildet auch international eine gute Orientierung. Darüber hinaus gibt es zahlreiche andere Nachhaltigkeitslabel, die hiervon abweichen. Wer soll da den Überblick behalten und welches Zertifikat ist von Wert?
Eine neue Internetseite will Landwirten Orientierung bieten. Auf der Internetseite Nachhaltigkeit-Agrar soll interessierten Landwirt/innen und Unternehmen aus dem landwirtschaftlichen Umfeld unabhängige und neutrale Informationen zur Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft angeboten werden.
Außerdem erhalten Interessierte einen Überblick über das Angebot an Nachhaltigkeitsinstrumenten zur Bewertung und Beratung, mit ausführlichen Informationen zu deren Nutzen und Anwendungsgebieten.
Auch der Rat für Nachhaltigkeit, dessen Geschäftsstelle direkt vom Bundeskanzleramt finanziert wird, versucht sich in einer Bewertung verschiedener Label. Leider nur unter Berücksichtigung der Kriterien "Ökologie" und "Soziales". Damit weicht der Rat von politischen Vorgaben ab und er erweist dem Verbraucher und den Labeln einen Bärendienst. Während die vorgestellten Label im Nachhaltigen Warenkorb fast alle 100 Prozent beim Kriterium Ökologie erhalten, schwächeln viele Biolabel beim Kriterium Soziales. Wie soll so ein nachhaltiger Einkauf möglich sein und warum fehlen konventionelle Label völlig?