BRS News

04.12.2020

Bundesprogramm Stallumbauten: Haushaltsausschuss beschließt Möglichkeit zur Übertragbarkeit der Mittel in das Jahr 2022

Die Förderperiode für das 300-Millionen-Euro-Stallumbauprogramm des Ministeriums wird über das Jahr 2021 hinaus verlängert. Vor diesem Hintergrund wird das Bundesministerium auch eine Verlängerung der Antragsfrist prüfen – sie ist bisher auf Ende März 2021 festgelegt. Abzuwarten ist zunächst aber die Verabschiedung des Bundeshaushalts durch den Deutschen Bundestag in der kommenden Woche.

 
04.12.2020

Was verbirgt sich hinter der ALEPH-Initiative

Der neue Blog ALEPH informiert über tierische Lebensmittel als Bestandteil einer ethischen, nachhaltigen und gesunden Ernährung. ALEPH steht für Animal source foods and Livestock: Ethics, Planet, and Health) und steht sinnbildlich auf für den ersten Buchstaben des Proto-kanaanitischen Alphabeth, der sich wiederum vom westsemitischen Wort für Ochse ableitet. Als solches repräsentierte er nicht nur einen vokalen Klang und ein schriftliches Element, sondern auch Vorstellungen von Stärke, Vitalität, Fruchtbarkeit und Großzügigkeit. In der gesamten Vorgeschichte und Geschichte des Menschen hatten Tiere (entweder gejagt oder domestiziert) und tierische Nahrungsmittel (ASFs) immer diese Konnotationen, da sie für das Überleben und den Lebensunterhalt unerlässlich waren. In jüngster Zeit gibt es jedoch eine bemerkenswerte Tendenz, ihre ursprüngliche Bedeutung umzukehren, insbesondere in den städtischen Zentren von Ländern mit hohem Einkommen. Der Konsum von ASPs wird regelmäßig und in zunehmendem Maße als unethisch und schädlich sowohl für unsere Gesundheit als auch für unseren Planeten dargestellt, so dass einige für eine Planetarische Gesundheitsdiät" armer ASPs oder in einigen Fällen sogar für das Ende der Viehwirtschaft eintreten. Dabei bleiben wesentliche Fakten unberücksichtigt bzw. werden sogar gänzlich vergessen. Mit dem Blog wollen 30 internationale und interdisziplinär tätige Wissenschaftlicher an diese Fakten erinnern. Der Blog versteht sich als Anlaufstelle für all diejenigen, die an einer wissenschaftlichen Einordnung der Vorwürfe gegenüber der Tierhaltung interessiert sind. Dabei machen die Wissenschaftler deutlich, dass sich die Informationen jederzeit ändern können, so wie es in der Wissenschaft aufgrund neuer Erkenntnisse eben üblich ist.

 
04.12.2020

Sacred cow: "It's not the Cow, it's the HOW"

Sacred Cow: it's not the cow, it's th how

Auch durch ständige Wiederholung wird die Aussage nicht wahrer: Kuhfurze ruinieren unseren Planeten - sie sind schlimmer als die Transportindustrie! Dabei handele es sich nicht nur um ein Ablenkungsmanöver für der fossilen Brennstoffindustrie, sondern spiegele auch ein schlechtes Verständnis von Methan und dem Kohlenstoffkreislauf wider, glaubt Diana Rodgers, die den Blog Sacred Cow verantwortet. Im aktuellen Newsletter stellt sie klar: Methan wird nicht über den Darm emittiert, sondern über das Maul, als natürliches Gas der Magenbakterien. Gleichzeitig macht sich auf die Unterschiede von fossilen und regenerativen Kohlenstoffkreisläufen aufmerksam.

 
04.12.2020

„Fairgrow“ – für mehr Nahrungsmittelsicherheit und weniger Lebensmittelverschwendung

Mit der Gründung einer neuen Stiftung verstärkt die BayWa Tochter T&G Global, Marktführer im neuseeländischen Obsthandel, ihr karikatives Engagement. Unter dem Dach der "Fairgrow" Wohltätigkeitsorganisation sollen Menschen, die sich frisches Obst und Gemüse kaum leisten können, künftig leichter Zugang zu gesunden Lebensmitteln erhalten. In Folge der Corona-Pandemie leiden viele neuseeländische Familien unter wachsenden finanziellen Problemen, was sich negativ auf die Versorgung mit Nahrungsmitteln, einschließlich nahrhaftem frischen Obst und Gemüse auswirkt. Zugleich werden jedes Jahr 122.500 Tonnen Lebensmittel im Wert von 872 Millionen Neuseeland-Dollar (ca. 509 Millionen Euro) weggeworfen.

Fairgrow will auf vielfältige Weise helfen, diesen Konflikt zu lösen: In Zusammenarbeit mit 1.200 Anbaupartnern soll ein Überangebot an Obst und Gemüse von Erzeugern, aber auch aus den T&G-eigenen Betrieben aggregiert und als Spende an Bedürftige verteilt werden.

 
04.12.2020

Bauernverband zur Offerte von Lidl Rukwied: Trostpflaster reichen nicht

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, sieht das vorgelegte Angebot des Lebensmitteleinzelhändlers Lidl äußerst kritisch: Das ist zwar eine nette Geste und ein Zeichen der Wertschätzung für die Initiative Tierwohl. Aber wegen des andauernden Preiskampfs verlieren unsere Bauern diesen Betrag fast wöchentlich. So ein Trostpflaster reicht bei Weitem nicht aus, um die grundsätzlichen Probleme zwischen Landwirtschaft und dem gesamten Lebensmitteleinzelhandel zu lösen. Wir brauchen eine grundlegende Veränderung in der Zusammenarbeit.

Dazu gehören aus Sicht des Deutschen Bauernverbandes folgende Punkte:

  • Klare Selbstverpflichtung des Handels zum Ausstieg aus der Dauerniedrigpreiskultur
  • Das Kartellrecht darf nicht länger Landwirte und ihre Vermarkter daran hindern, Gegengewichte zum Handel zu bilden
  • Förderung der heimischen Landwirtschaft in der Einkaufspolitik
  • Transparenz durch eine flächendeckende Herkunftskennzeichnung
  • Angemessene Bezahlung für höhere Qualitätsstandards
  • Aufbau langfristiger und verlässlicher Lieferbeziehungen
  • Anwendung der UTP-Regel für alle erzeugergetragenen Vermarktungsunternehmen
 
04.12.2020

DLG-Podcast Landwirtschaft Der Experten-Podcast für alle Landwirte

Gemeinsam mit Experten aus dem DLG-Netzwerk diskutiert Moderator Dr. Klaus Erdle Lösungen für die aktuellen Herausforderungen der Land- und Agrarwirtschaft. In der Folge 6 geht es um die Ferkelkastration – Isofluran und andere Alternativen. Welche Alternativen gibt es und wie können sie betrieblich umgesetzt werden? Sind die angebotenen Technologien praxistauglich? Wie steht es mit dem Risiko für den Anwender?

Um diese Fragen zu beantworten haben sich die DLG Kollegen Susanne Gäckler und Dr. Klaus Erdle zwei Profis eingeladen. Mit Dr. Jürgen Harlizius des Schweinegesundheitsdienstes der Landwirtschaftskammer NRW und Andreas Kox, Landwirt und Sauenhalter ebenfalls aus NRW, werden die Alternativen ins Visier genommen und auf Praxistauglichkeit hin geprüft. 

 
04.12.2020

Weiderindkonzept zum Schutz von Grünland

(c) BZL: C02 - Speichervermögen der Weidehaltung

Ein Hektar Wiesen und Weiden bindet mehr C02 als ein Hektar Wald. Der Beitrag Grünlandschutz in benachteiligen Mittelgebirgsregionen durch ein Bio-Weiderindkonzept am Beispiel des Südschwarzwalds untersucht die gesamte Wertschöpfungskette Bio-Weiderindfleisch und entwickelt einen Leitfaden, der die Erfolgsvariablen dafür und die daraus resultierenden Aufgaben:

  • angefangen von der zu erhaltenden naturschutznahen Grünlandbewirtschaftung,
  • über die Nutzung örtlicher Rinderrassen
  • bis hin zur Vermarktung des Fleischs an der Ladentheke

darlegt.  

 
04.12.2020

Corona-Hilfen sind zumeist nichts für Bauern

Der Ruf nach Berlin nach Hilfen in dieser Corona-Zeit wird seitens der Landwirte lauter. Die Pandemie mit ihren Folgeerscheinungen sowie weitere Geschehen, wie die Afrikanische Schweine- oder die Geflügelpest, führen aktuell zu starken Verwerfungen auf den Märkten. Die Schweine stauten sich in den Ställen, die Schweinepreise fallen und wenn man als landwirtschaftlicher Betrieb als  weiteres Standbein die Vermietung von Ferienwohnungen hat, dann sieht es auf manchem Hof momentan recht düster aus.

 
03.12.2020

Arzneimittelrückstände in Trinkwasser und Gewässern – Mengenanalyse, Risikobewertung und Vorsorgemaßnahmen

Vor dem Hintergrund eines stetig steigenden Verbrauchs von Arzneimitteln legt das TAB mit dem Arbeitsbericht Nr. 183 »Arzneimittelrückstände in Trinkwasser und Gewässern« einen konzentrierten Überblick über den Wissensstand zu Mengen, Qualitäten und Wirkungen der Mikroverunreinigungen auf Mensch und Umwelt vor, trägt Vorschläge zur Vermeidung der Verunreinigungen zusammen und identifiziert Wissenslücken und mögliche Handlungsstrategien zur Verringerung der Risiken durch Arzneimittelrückstände im Wasser.

Laut der am Montag (30. November) in der Zeitschrift Water Research veröffentlichten Studie von INRAE haben die winzigen Konzentrationen dieser Moleküle erhebliche potenzielle Auswirkungen auf aquatische Ökosysteme und die menschliche Gesundheit.

 
03.12.2020

Kapazitätseinbußen auf Schlachthöfen

hib/EIS - Infolge des Corona-Infektionsgeschehens sind in einigen Schlachthöfen Hygiene- und Arbeitsschutzmaßnahmen erforderlich, die mit Kapazitätseinschränkungen einhergehen. Insbesondere das Abstandsgebot führe an Zerlegebändern zum Teil zu einer Reduzierung des Personaleinsatzes mit entsprechenden Kapazitätseinbußen, heißt es in einer Antwort (19/24543) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/24149) der FDP-Fraktion. Darüber hinaus würden coronabedingte Einreise- und Quarantänebestimmungen teilweise zu Problemen bei der Personalbesetzung mit aus dem Ausland für Schlachtung und Zerlegung angeworbenen Beschäftigten führen.