BRS News

29.09.2022

EFSA-Verbraucherumfage: Kosten schlägt Gewissen

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Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat gestern auf die Ergebnisse einer Befragung zu den Wahrnehmungen und Einstellungen der Europäer zur Lebensmittelsicherheit aufmerksam gemacht. Befragt wurden 27.000 Verbraucher. Die Ergebnisse überraschen nicht: 54 % der Befragten nannten die Kosten als wichtigsten oder zweitwichtigsten Faktor beim Einkauf von Lebensmitteln. Dahinter folgen Geschmack mit 51 % vor Lebensmittelsicherheit und Herkunft (jeweils 46 %). Im Vergleich zu 2019 wurden die Kosten in 21 Mitgliedstaaten häufiger erwähnt, wobei Deutschland mit + 10 %-Punkten mit den höchsten Anstieg verzeichnete (nur auf Malta und Zypern wurden noch stärkere Zunahmen ermittelt). Mit 48 % bleibt Deutschland aber knapp unter dem EU-Durchschnitt. Weniger wichtig sind den europäischen Verbrauchern ethische Überlegungen und Einstellungen (u. a. Tierschutz, Religion etc.). Nur noch 15 % der Befragten nannten dies als wichtigsten oder zweitwichtigsten Faktor (bei insgesamt maximal 3 Nennungen), das waren 4 Prozentpunkte weniger als 2019. Diese Antwortkategorie nahm in Deutschland mit minus 12 %-punkten besonders deutlich ab, wenngleich der Gesamtwert von 23 % deutlich über dem EU-Durchschnitt blieb (nur in DK, LU und SI lag der Wert mit 24 % noch höher; am niedrigsten war er in Spanien mit 5 %).

Das 163 Seiten umfassende Dokument Special Eurobarometer 97.2, Food safety in the EU kann auf der Website der EFSA heruntergeladen werden.

 
29.09.2022

Mit Betriebsoptimierung zu mehr Klimaschutz

(c)BRS: Rocco Lioy: "Keine simplen Lösungen für komplexe
Probleme: Reduziert man den Tierbestand, wandern möglicherweise nur Emissionen ins Ausland ab.“

In Zeiten knapper Ressourcen und einer kritischen Gesellschaft muss Effizienz anders bewertet werden, also noch vor 10 Jahren. Es sollte den Unternehmen nicht mehr nur um die bestmögliche Nutzung knapper Ressourcen gehen, sondern auch um den Schutz von Tier und Mensch sowie des Klimas und der Umwelt. Den Landwirten stehen dafür Hilfsmittel zur Verfügung. Ein Abbau von Tierbeständen dagegen kann der falsche Weg sein, wenn er mit einer Verlagerung von Treibhausgasen verbunden ist.

 
29.09.2022

Pflanzliche Konkurrenten zu Fleisch und Milch schwächeln

Die Aktien von Beyond Meat (BYND) lagen am Mittwoch bei rund 16 US-Dollar, nachdem der Aktienkurs beim Börsenstart 2019 noch bei 235 US-Dollar gelegen hatte. Ähnliche Entwicklungen beobachtet man beiOatly, dem Anbieter von Getränken auf Haferbasis. Dieses Unternehmen ging im Sommer diesen Jahres an die Börse und startete vielversprechend mit Höchstwerten um die 30 US-Dollar. Jetzt liegt die Akte bei rd. 3 US-Dollar, schreibt Paul R. La Monica für CNN Business. Als Gründe für die Entwicklung nennt der Journalist die niedrigeren Preise für echte Milch und echtes Fleisch, die aktuell hohe Inflationsrate, aber auch einen womöglich kleineren Markt als von den Investoren erwartet. Hierfür könnten kulturelle Vorbehalte gegenüber Nachbau-Lebensmitteln eine Rolle spielen

 
29.09.2022

Eine resiliente Landwirtschaft, die in Kreisläufen wirtschaftet, braucht Tierhaltung

Eine resiliente Landwirtschaft, die in Kreisläufen wirtschaftet, braucht Tierhaltung. Mit dem Nationalen Kongress zur Zucht und Erhaltung alter und bedrohter einheimischer Nutztierrassen rückte das BMEL das wichtige Thema gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern in den Fokus. Drei Tage lang bot der Kongress Verbänden, Verwaltung, Tierzucht, Tiermedizin und Praxis aus dem In- und Ausland eine wichtige Plattform für den Wissensaustausch. In Foren, Workshops und auf Panels wurde diskutiert, wie durch alte Nutztierrassen Biodiversität oder auch Eigenschaften wie Genügsamkeit erhalten werden können, was Züchterinnen und Züchter für eine erfolgreiche Arbeit brauchen, wie man Züchtung besser fördern und wie man die Vermarktung alter Rassen verbessern kann.

 
29.09.2022

Positionspapier des Umweltbundeamtes zum Treibhausgas Methan

(c) BRS: Methanquellen weltweit

Mit seinem neuen Positionspapier Unterschätztes Treibhausgas Methan will das Umweltbundesamt über die Wirkungen und die wichtigsten Emissionsquellen von Methan informieren und zeigt dafür Handlungsempfehlungen und Maßnahmen auf, die Methan auf nationaler Ebene und weltweit reduzieren sollen.

 
29.09.2022

meistro ENERGIE Webtalk zur aktuelle Situation am Energiemarkt

Am Freitag, den 30.09.2022 von 11.00 - 12.00 Uhr lädt das Unternehmen meistro ENERGIE zum kostenlosen Webtalk Aktuelle Situation am Energiemarkt ein. Norman Köhler und Franziska Huber werden darüber informieren, was die aktuelle Situation für den einzelnen Energieverbraucher bedeutet, was meistro plant, um selbst unabhängiger von Lieferanten zu werden und wie es um die Versorgungssicherheit im Herbst und Winter steht.

 
29.09.2022

EU-Agrarminister drängen auf Lockerung bei gentechnisch veränderten Pflanzen

Der EU-Gerichtshof hat 2018 entschieden, dass selbst Pflanzen deren Erbgut mit der Genschere CRISPR Cas verändert wurden, als gentechnisch veränderte Organismen (GVO) gelten. Damit gelten für die Zulassung die Vorgaben der EU-GVO-Richtlinie. Mittlerweile haben sich die Rahmenbedingungen in Europa jedoch dramatisch verändert. Düngemittel werden unbezahlbar und der Klimawandel führt zu Trockenheit oder Überschwemmungen. Die Agrarminister der EU gehen davon aus, dass die Erntemengen schrumpfen und die Lebensmittelversorgung nicht mehr auf Dauer gesichert sein könnte. Sie fordern die EU-Kommission daher auf, die gesetlichen Auflagen für neue Gentechniken zu lockern. Dahinter steht auch die Befürchtung, dass die Europäische Wissenschaft bei diesem wichtigen Thema abgehängt wird. Schießlich wird die Technik bereits fast damit Europa den Anschluss an neue Züchtungsverfahren nicht verliert überall eingesetzt.

 
28.09.2022

Neue Unterrichtseinheit: Milch macht fit und ist gut für das Klima

Zur pädagogischen Unterstützung des EU-Schulmilchprogramms NRW hat die Landesvereinigung NRW die Themenkomplexe ausgewogene Ernährung, Nachhaltigkeit und Klimaschutz aufgegriffen in einer neuen Unterrichtseinheit inklusive neuer Lehrmedien aufgegriffen. Die Förderung von Ernährungskompetenzen im Zusammenhang mit einer vollwertigen Ernährung steht dabei ebenso im Vordergrund wie die Stärkung des Bewusstseins für die Zusammenhänge zwischen einer ausgewogenen Ernährung, Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Die Schülerinnen und Schüler sollen anhand ihrer Ernährungsgewohnheiten erkennen können, welche Verhaltensweisen zu einem gesunden und nachhaltigen Frühstück beitragen.

Das Milch eine wichtige Nahrungsressource für Kinder ist, zeigt diese aktuelle Publikation.

 
28.09.2022

Özdemir: ZKL wichtiger Ratgeber für nachhaltiges Agrar- und Ernährungssystem

Die Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) hat heute auf Bitten des Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir, ihre Weiterarbeit aufgenommen. Das Gremium soll als Forum des Interessenausgleichs fortgeführt werden, um die konkrete Umsetzung zentraler, politischer Fragen der Transformation des Agrar- und Ernährungssystems näher zu erörtern. Bundesminister Özdemir hatte bereits kurz nach Amtsantritt den Austausch mit den ZKL-Mitgliedern gesucht. Im März 2022 setzte er diesen fort, um über die Folgen des völkerrechtswidrigen Krieges Russlands gegen die Ukraine sowie die Notwendigkeit einer krisenfesten und nachhaltigen Landwirtschaft zu sprechen. Özdemirs anschließende Bitte zur Fortführung ihrer Arbeit stieß bei der ZKL auf große, positive Resonanz.

 
28.09.2022

Stellenausschreibung: Förderverein Bioökonomieforschung (FBF) sucht eine(n) Geschäftsführer/in

Anzeige: Stellenangebot beim Förderverein Bioökonomieforschung

Der Förderverein Bioökonomieforschung e. V. (FBF) ist ein Zusammenschluss von Unternehmen und Verbänden in der Tierzucht, Besamung sowie Leistungs- und Qualitätsprüfung bei den Tierarten Rind und Schwein mit dem Zweck der gemeinsamen Forschung. Der FBF beschäftigt sieben Mitarbeiter/innen und sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine(n) Geschäftsführer/in (m/w/d).