BRS News

Kategorie
25.09.2018

"Umbau" der Schweizer Landwirtschaft scheitert an den Verbrauchern

Am Sonntag stimmten die Schweizer gegen die von der Grünen Partei initiierten Fair-Food-Initiative. Damit sollten Standards für nachhaltige, ökologische und fair produzierte Lebensmittel in der Landesverfassung verankert werden. Abgestimmt wurde auch die Initiative Für Ernährungssouveränität, die ebenfalls keine Mehrheit erhielt.
Im Vorfeld war sehr emotional für beide Initiativen geworben worden und das Abstimmungsergebnis sei nach Einschätzung diverser Medien so deutlich nicht zu erwarten gewesen. Jetzt wird das Ergebnis auf eine Informationskampagne zurückgeführt, die als Folge der Initiative mit steigenden Lebensmittelpreisen rechnete. Ob es tatsächlich dazu gekommen wäre, ist völlig ungewiss. Das Abstimmungsverhalten verdeutlicht aber einmal mehr, dass Prinzip des Moralparadoxons: höhere Standards werden gerne gefordert, bezahlen will aber die Mehrheit der Verbraucher nicht dafür.
 
25.09.2018

Bewerbungsfrist für Ernst-Engelbrecht-Greve-Preis endet am 30. September

Mit dem Ernst-Engelbrecht-Greve-Preis werden innovative Projekte und Maßnahmen ausgezeichnet, die für den Erhalt und die Entwicklung von Lebens- und Bleibeperspektiven junger Menschen in ländlichen Räumen vorbildlich sind. 

Mit dem September endet auch die Bewerbungsfrist. Bis dahin allerdings können noch Projekte und Aktionen eingereicht werden, die ein Dorf oder das Land voranbringen. . Ausgezeichnet werden innovative Projekte und Maßnahmen, die für den Erhalt und die Entwicklung von Lebens- und Bleibeperspektiven junger Menschen in ländlichen Räumen vorbildlich sind. Insgesamt 10.000 Euro sind zu vergeben", so die stellv. BDL-Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) e.V., Barbara Bißbort.

 
24.09.2018

FLI und DJV veröffentlichen Empfehlungen zum Umgang mit der ASP

DJV - Der Deutsche Jagdverband (DJV) und das Friedrich-LoefflerInstitut (FLI) haben gemeinsam Empfehlungen zum Umgang mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) erarbeitet, die sich in drei Kernthemen gliedern: Früherkennung,  Übersicht der möglichen Maßnahmen im Seuchenfall sowie deren örtliche und zeitliche Anwendung anhand von konkreten Fallbeispielen. Der Fokus des Empfehlungspapiers liegt auf jagdlichen Mitteln für Wildschweine.
 
24.09.2018

FLI: Einwände gegen die Immunokastration sind unbegründet

FLI Stellungnahme zur Impfung gegen Ebergeruch, Stand 19.09.2018 age - Für unbegründet hält das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) die Einwände gegen die Immunokastration. Aus Sicht des wissenschaftlichen Tierschutzes stellt dieses Verfahren die mit Abstand beste Alternative zur betäubungslosen Kastration dar, heißt es in einem Beitrag von Institutspräsident Prof. Thomas Mettenleiter sowie den FLI-Wissenschaftlern Prof. Lars Schrader, Dr. Inga Schwarzlose und Dr. E. Tobias Krause. Nach deren Einschätzung sind mögliche Gründe für eine Ablehnung von geimpften Tieren im Markt wissenschaftlich nicht haltbar. Der Impfstoff sei im Hinblick auf die Lebensmittelsicherheit unbedenklich.
 
24.09.2018

ASP: Status-Quo in Belgien

Inzwischen seien in Belgien neun Fälle von Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen nachgewiesen worden, alle rund um den Primärherd in der Gemeinde Etalle, informiert die Außenstelle des Bundesverbandes Rind und Schwein e.V. aus Brüssel.

Die Föderale Lebensmittelsicherheitsbehörde AFSCA hat zur besseren Information der Öffentlichkeit eine Website online geschaltet. Unter www.favv-afsca.be/ppa findet man auf Französisch und Niederländisch alle Neuigkeiten aus Belgien und dem übrigen Europa sowie eine detailliertere Beschreibung der Vorbeuge- und Bekämpfungsmaßnahmen. Die AFSCA weist darauf hin, dass sie nur für Maßnahmen im Bereich der Nutztierhaltung zuständig ist; alles, was Wildschweine angeht, fällt in die Kompetenz der wallonischen Regionalregierung (die ebenfalls eine Website eingerichtet hat: www.wallonie.be/fr/actualites/mesures-de-lutte-contre-la-peste-porcine-africaine).

 
24.09.2018

Landwirte demonstrieren zur Agrarministerkonferenz

Wir haben frühzeitig mit unserem Brief ‚5 vor 12 in der Sauenhaltung‘ auf die unbefriedigende Situation der Ferkelerzeuger in Niedersachsen und die drohenden Konsequenzen hingewiesen, in vielen Gesprächen mit den politisch Verantwortlichen haben wir das Thema vertieft. Die Entscheidung des Bundesrates gegen die Verlängerung der befristeten Übergangslösung macht unsere Sauenhalter mutlos, erklärt Landvolk-Präsident Albert Schulte to Brinke. Das Landvolk Niedersachsen unterstützt daher einen Aufruf des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes, am kommenden Donnerstag, 27. September, ab 10 Uhr im Zuge der Agrarministerkonferenz (AMK) in Bad Sassendorf vor dem Maritim-Hotel Schnitterhof ihre Kritik an der Entscheidung deutlich zu formulieren.
 
21.09.2018

Toennies fordert klares Bekenntnis der Politik für deutsche Landwirtschaft

24 ZDS RESSOURCEN Mehr Nutztiere 300dpi Das Schlachtunternehmen Toennies informiert auf seiner Internetseite über zwei ministerielle Vorgänge im Bundeslandwirtschaftsministerium und im Bundesumweltministerium. Der vom Bundesumweltministerium vorgelegte Entwurf zur Änderung der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft – TA Luft wägt sehr kritisch zwischen dem Immissionsschutz und den Anforderungen zum Tierwohl ab. Nach Meinung des Unternehmens wird das noch mehr Bürokratie für die Landwirtschaft zur Folge haben. Wer solche politischen Forderungen festlege, stelle die Zukunft der deutschen Tierhaltung in Frage, heißt es in der Meldung sinngemäß.

Der zweite Vorgang stammt aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium. Um die Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft bis 2030 um 11 bis 14 Mio. t CO2-Äquivalente zu senken, setzt das Ministerium als eine der zentralen Maßnahmen auf die Düngeverordnung. Das Schlachtunternehmen befürchtet, dass hierfür eine Bestandsabbau in der dt. Nutztierhaltung billigend in Kauf genommen werde, obwohl nur 7 % des weltweiten CO2-Austoßes auf die landwirtschaftliche Produktion zurückzuführen sei. Tatsächlich sinken die Bestände längst: aufgrund ungünstiger politischer Rahmenbedingungen aber auch aufgrund zunehmender Ökoeffizienz.

 
21.09.2018

Kastration: Niedersächsischer Antrag auf Fristverlängerung kriegt keine Mehrheit

Der Antrag auf Verlängerung der befristeten Übergangsregelung um zwei Jahre bei der Ferkelkastration ohne Betäubung bekommt im Bundesrat keine Mehrheit, informiert top agar aktuell auf seiner Homepage. Damit bleibt es zunächst bei der Betäubungspflicht ab 2019, obwohl die Wirtschaft und Experten mehr Zeit gefordert haben, um weitere Alternativen testen zu können. Der Bundesrat hat heute Morgen zur Fristverlängerung für die betäubungslose Ferkelkastration abgestimmt.

Das ist ein harter Schlag für alle Sauenhalter in Deutschland, kommentierte Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast die Entscheidung in einer aktuellen Pressemeldung. Sie hatte zuvor in ihrer Rede betont, dass sie den Ausstieg aus der Kastration ohne Betäubung grundsätzlich nicht in Frage stellt. Wer Tierschutz will, muss regionale Sauenhalter stärken, betonte die Ministerin. Der mit langen Transportwegen verbundene Import von Ferkeln aus Drittländern stelle überhaupt keine Alternative dar.

 
21.09.2018

Belgien plant ASP-Schutzzaun

©SuS - In Belgien wurde der Kadaver eines sechsten infizierten Wildschweines gefunden. Die Untersuchung des am 16. September in der Nähe der fünf bereits bekannten positiven Fälle verlief positiv. Acht weitere Wildschweine, die im abgegrenzten Umkreis gefunden wurden, waren negativ. Fünf weitere Tierkörper werden noch analysiert, so die Informationen aus dem Landwirtschaftsministerium in Belgien.
Unterdessen hat Landwirtschaftsminister Collin erklärt, dass sein Ministerium kurzfristig finanzielle Mittel für die ASP-Bekämpfung bereitstellen wird. Das Geld soll u.a. für den Bau eines Schutzzauns verwendet werden, um die infizierten Wildschweine vom Verlassen des Infektionsgebiets abzuhalten.
 
21.09.2018

Ferkelkastration: Niedersachsen bringt heute Antrag in den Bundesrat ein

Niedersachsen bringt heute, am 21. September, einen Plenarantrag für eine Verlängerung der befristeten Übergangsregelung um zwei Jahre bei der Ferkelkastration ohne Betäubung in das Plenum des Bundesrates ein, nachdem sich bereits zahlreiche Experten, die Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft und sogar die drei großen Schlachtunternehmen für eine Fristverlängerung bzw. weitere Ausstiegsalternativen werben.
Jedem muss klar sein, dass wir nicht nur über die Ferkel abstimmen, sondern über die Zukunft der Schweinehaltung in Deutschland entscheiden, heißt es in einer Pressemeldung des Ministeriums.