BRS News

23.09.2020

"Haus Düsse": Baulehrschautag zeigt alle Isoflurangeräte am 30.09.

Ab dem 01.01.2021 dürfen Ferkel nur noch mit Betäubung kastriert werden. Neben Tierärztinnen und Tierärzten darf die Isoflurannarkose in Zukunft auch durch Personen mit Sachkundelehrgang und mit zugelassenen Geräten durchgeführt werden. Am 30. September 2020 wird das Lehr- und Versuchsgut Haus Düsse gemeinsam mit den Herstellerfirmen einige Geräte zur Betäubung mit Isofluran in der Baulehrschau vorstellen. Der Schweinegesundheitsdienst SGD wird die Demonstration mit einem Vortrag einleiten. Anschließend werden die Geräte bei der Kastration im praktischen Einsatz gezeigt. Weitere Beratung kann anschließend durch den SGD erfolgen, sowie an den Geräten durch die Hersteller.

Es handelt sich um eine informative Vorführung, nicht um eine Veranstaltung, die auf einen Lehrgang angerechnet werden kann.

 
23.09.2020

ASP verursacht Milliardenschäden

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) und die Corona-Krise verursachen nicht nur in der BRD Kopfzerbrechen und tägliche Millionenverluste, auch die internationalen Auswirkungen sind gigantisch, fasst der Schweizer Bauer die Auswirkungen der ASP in Deutschland zusammen. Nach Ansicht der Ringgemeinschaft Bayern machen die Exporte nach Asien bzw. China aber nur 5 bis 10 % der deutschen Schweinefleischproduktion aus. Die Wegbrechen dieser Märkte hätte daher auch nur einen Erlösrückgang um 5 bis 10 € je Schlachtschwein zur Folge haben dürfen, glaubt die bayerische Interessenvertretung. Nach Ansicht der Ringgemeinschaft gebe es keinen realistischen Grund, die Preise noch weiter zu senken. Wenn alle Marktteilnehmer jetzt besonnen reagieren und die Politik schnellstmöglich Verhandlungen mit den Drittländern führt, sollte eine gewisse Markterholung möglich sein, glaubt die Ringgemeinschaft.

 
23.09.2020

ASP: Ringgemeinschaft Bayern fordert Einrichtung „weißer Zonen“

Angesichts der aktuellen Wildschweinfunde in Brandenburg, die mit dem Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert sind, ruft die Ringgemeinschaft Bayern die Politiker auf Bundes- und Landesebene dazu auf, entlang der Risikogebiete sogenannte weiße Zonen zu schaffen. Gemeint sind Korridore, die komplett frei von Wildschweinen sind. Dazu müssten die Jagdmöglichkleiten jetzt umgehend angepasst werden, denn das aktuelle Seuchengeschehen nehme bedrohliche wirtschaftliche Ausmaße für die Schweinehalter in ganz Deutschland an, so die Ringgemeinschaft.

 
22.09.2020

Stallbaugenehmigung: Gericht gibt NABU-Einspruch nicht statt

Der 12. Senat des Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht hat mit Beschluss vom 15. September 2020 entschieden, dass ein Landwirt aus Wedemark von der ihm von der Region Hannover erteilten sofort vollziehbaren immissionsschutzrechtliche Änderungsgenehmigung für die Erweiterung seiner Hähnchenmastanlage um zwei Ställe auf insgesamt 164.000 Tierplätze trotz des dagegen vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) eingelegten Widerspruchs Gebrauch machen darf (Az.: 12 ME 29/20).

Zur Ermittlung des Futterflächenbedarfs könne allein darauf abgestellt werden, in welchem Umfang ein Futteranbau Flächen erfordern würde, der nur den Energiebedarf der Tiere zu decken bestimmt sei. Der vom NABU vorgetragenen Kritik, dass die im Widerspruchsverfahren zur Verfügung stehende Futterflächenbedarfsberechnung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen fehlerhaft sei, weil darin der Flächenbedarf für den Anbau der in üblichen Futtermischungen enthaltenen eiweißliefernden Pflanzen nicht berücksichtigt werde, sei nicht zu folgen.

 
22.09.2020

ASP: Zentraler Krisenstab nötig

DGS - Der Landesbauernverband (LBV) Brandenburg und der Deutsche Jagdverband (DJV) fordern einheitliche Regelungen bei der ASP-Bekämpfung. Wir benötigen einen zentralen Krisenstab, der mit Kompetenzen ausgestattet sein muss, betonte LBV-Präsident Henrik Wendorff. Überdies brauche es eine feste Zaunanlage um die Kernzone und auch an der deutsch-polnischen Grenze. Der jetzige Zaun weise deutliche Lücken auf. Der DJV fordert die schnelle Isolierung eines Seuchenherdes und eine gute Zusammenarbeit der Kreise, Jäger und Landwirte mit funktionierendem Informationsfluss. Es sollte außerdem Anreize für die verstärkte Bejagung geben. Die Länder sollten die Gebühren für die vorgeschriebene Trichinenuntersuchung übernehmen. Jäger, die sich am ASP-Monitoring beteiligen, Kadaver suchen oder beproben, müssten entschädigt werden. Die Direktvermarktung und Verwertung von Wildbret sei mit pragmatischen Lösungen zu fördern, so der DJV. 

 
22.09.2020

EU-Methan-Reduktionsstrategie benachteiligt Tierhaltung durch falsches Schätzmodell?

Mit der VO EU 2018/1999 will die EU Maßnahmen festlegen, um die Ziele des Klimaabkommens von Paris zu erreichen. Artikel 16 enthält auch einen Plan zur Reduzierung des Methanausstoßes. Frank Mitloehner,  Professor and Air Quality CE Specialist an der University of California, Davis, Director, CLEAR Center, hat hierzu eine Stellungnahme eingereicht, in der er empfiehlt, die Bezugsbasis für eine Evaluierung der Maßnahmen gemäß den Vorschlägen aus Oxford zu berücksichtigen, um die Methanemissionen aus der Tierhaltung gerechter bewerten zu können. Prof. Mitloehner gehört zu den Wissenschaftlern, die für eine nachhaltige Intensivierung der Tierhaltung und eine Unterscheidung von biogenem und fossilem Kohlendioxid werben.

Zur EU-Initiative sind insgesamt 130 Stellungnahmen eingereicht worden.

 
22.09.2020

Deutsches Milchkontor führt Festpreismodell ein

Nach Abschluss eines Pilotprojekts zur Milchpreisabsicherung führt das Deutsche Milchkontor (DMK) mit Fixed Price nun ein Preisabsicherungsmodell für ihre Mitglieder ein. Ab November können Landwirte einen Teil ihrer Milchmenge zu Festpreisen absichern und erhalten so zusätzliche Planungssicherheit für ihre Betriebe. Aktuell gibt die DMK Group einen ersten Überblick zu den Rahmenbedingungen des neuen Festpreismodells. 

 
22.09.2020

Neubesetzung in der Vertriebsleitung von German Genetic

Kress 1

Ab 20. Oktober 2020 wird Herrn Dr. Kevin Kress verantwortlich die Aufgaben der Vertriebsleitung bei German Genetic übernehmen. Der bisherige Vertriebsleiter für das German Genetic-Jungsauenprogramm und Ansprechpartner für BuS-Kunden in Süddeutschland, Herr Dr. Cord Lellbach, wird das Unternehmen zum 30. September 2020 verlassen. Nach dem Bachelorstudium der Volkswirtschaftslehre und Praxiserfahrung bei einer Unternehmensberatung erwarb Herr Kress einen Masterabschluss im Studiengang Agribusiness. Danach arbeitete er in einer leitenden Position im Vertrieb von landwirtschaftlichen Produkten. Im Anschluss promovierte er an der Universität Stuttgart-Hohenheim zum Thema Immunocastration of Male Pigs.

 
22.09.2020

Fragen und Antworten zur Afrikanischen Schweinepest von den betroffenen Landkreise

ASP Berlin - Brandenburg: Stand 21.09.20

In Brandenburg sind bei mittlerweile 20 Wildschweinen wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt in den Landkreisen Spree-Neiße und Oder-Spree die Afrikanische Schweinepest (kurz: ASP) festgestellt worden. Der erste Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest beim Schwarzwild in Deutschland ist amtlich vom Landkreis Spree-Neiße am 10. September 2020 festgestellt worden. Für den Menschen und für andere Haus- und Nutztierarten als Schweine ist die Afrikanische Schweinepest ungefährlich. Die Maßnahmen zum Schutz vor einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest laufen im Land Brandenburg auf Hochtouren. Oberstes Ziel ist es, die Tierseuche auf ein möglichst kleines Gebiet einzudämmen und zu verhindern, dass diese sich ausbreiten kann. Um die Fundorte wurden sogenannte Restriktionszonen eingerichtet, in denen verschiedene Maßnahmen umgesetzt werden. Die betroffenen Landkreis beantworten wiederkehrende Fragen auf ihrer Internetseite als FAQ und haben dort auch ihre Tierseuchen-Allgemeinverfügungen veröffentlicht.

 
22.09.2020

Was die Milchzusammensetzung mit der Käseerzeugung zu tun hat

Dank dem hohen Kasein-Anteil, besonders bezüglich Kappa-Kasein BB, eignet sich Brown-Swiss-Milch besonders für die Käseproduktion, infomiert die European Brown Swiss Federation in ihrem aktuellen September-Newsletter. Untersuchungen der Universität in Parma hätten gezeigt, dass Milch mit Kappa-Kasein BB bei gleichem Eiweiss-Anteil eine höhere Käseausbeute als AA-Milch mit gleich hohem Eiweissgehalt ermögliche.