BRS News

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30.09.2019

Ländliche Räume und Landwirtschaft haben Anspruch auf Fairness, Verlässlichkeit und Planungssicherheit

Die Landwirtschaft hat deshalb Anspruch auf Fairness, auf Verlässlichkeit und Planungssicherheit. Dies wird ihr von Teilen der Politik und Gesellschaft verweigert, stellte Gitta Connemann, stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, in einer Pressemeldung zur Erntedankfeier am 29. September fest. Wir brauchen eine breite gesellschaftliche Debatte über die Zukunft der Landwirtschaft in Deutschland – sachlich und ideologiefrei, mit und nicht über die Betroffenen. Die Bundesebene könnte mit der Einsetzung einer Enquetekommission flankieren. Am Ende muss ein Gesellschaftsvertrag stehen, auf den sich die Familien auf den Höfen verlassen können, heißt es in der Pressemeldung.

 
30.09.2019

Überlegungen zur langfristigen Ausrichtung der Nutztierstrategie

Es gibt inzwischen viele Initiativen, die eine Verbesserung des Tierwohl-Niveaus in Deutschland anstreben. Hierbei setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass die Frage der Finanzierung von entscheidender Bedeutung ist. Landwirte stehen untereinander im Wettbewerb, und sie können sich die Mehrkosten einer Tierwohl-Produktion nur leisten, wenn diese irgendwie durch höhere Erlöse kompensiert werden. Wenn der Staat dies nicht beachtet und einfach nur die Tierschutz-Auflagen verschärft, wird dies früher oder später zur Verlagerung der Produktion ins Ausland führen. Prinzipiell kann die Politik drei Optionen verfolgen, um zusätzliche Erlöse für Tierwohl-Prozenten zu generieren:

  1. Sie schafft ein staatliches Tierwohllabel, das der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) für die Auszeichnung tierischer Lebensmittel verwenden kann, aber nicht muss.
  2. Sie verpflichtet den Handel, für Lebensmittel aus tierischer Produktion eine Kennzeichnung der Haltungsform vorzunehmen.
  3. Sie zahlt Landwirten, die höhere Tierwohlstandards befolgen, eine staatliche Prämie.

Prof. Folkhard Isermeyer, Johann Heinrich von Thünen Institute, hat diese drei Instrumente vergleichend untersucht. Die Prämie weist gegenüber den Instrumenten Label und Kennzeichnung Vorteile auf.

 
27.09.2019

Fachtagung zur Ferkelkastration - Jetzt ist Zeit für Antworten! Anmeldungen nur noch bis 01.10. möglich

Ferkelkastration - Zeit für Antworten

Welche Kastrationsalternativen akzeptieren Schlachter, Verarbeiter und Handel? Welche Marktpotenziale bieten die Verfahren? Große Podiumsdiskussion am 8. Oktober im Niedersachsenhof in Verden/Aller. Die Anmeldefrist endet am 01. Oktober 2019.

 
27.09.2019

Rindertransporte: BRS legt Tiertransportstandard vor

BRS

Rindertransporte stehen in der Kritik. Der Bundesverband Rind und Schwein (BRS) hat jetzt ein Positionspapier vorgelegt und spricht sich darin für einen einheitlichen Standard bei Tiertransporten aus.

 
27.09.2019

Tierhalter diskutierten Kommunikationsarbeit auf dem DBV-Veredlungstag

Wie sehr sich Landwirte für das Tierwohl engagieren, wurde auf dem DBV-Veredlungstag im westfälischen Coesfeld deutlich. Mit der Initiative Tierwohl und dem Projekt EinSichten in die Tierhaltung sorgen sie für mehr Tierwohl und Transparenz in der Nutztierhaltung. Gleichwohl erreichen diese Aktivitäten nicht immer das Interesse breiter Verbraucherkreise. Wie diese Situation verbessert werden kann, war Thema einer Podiumsdiskussion, die der i.m.a e.V. anlässlich des Veredlungstags organisiert hatte. Tierhalterin Gabriele Mörixmann, in der Branche durch ihren Aktivstall für Schweine bekannt, plädierte dafür, die Verbraucher als Kunden zu verstehen und auch so zu bezeichnen. Diese Perspektive könne bei den Tierhaltern zu einem positiveren Selbstverständnis ihrer Arbeit beitragen und damit eine bessere Basis für den kritischen Dialog bieten. Für Christoph Becker, dessen Tierhaltung mit dem Innovationspreis der Initiative Tierwohl prämiert wurde, hat neben der Kommunikationsarbeit in den sozialen Medien vor allem die Akzeptanz seiner Arbeit in der unmittelbaren Nachbarschaft große Bedeutung. Becker plädierte für eine transparente Darstellung der Tierhaltung und den offenen Umgang mit Fehlern. 

 
27.09.2019

Brandenburger Wolfsmanagementplan überarbeitet

Das Umweltministerium hat heute den überarbeiteten Wolfsmanagementplan vorgelegt. Dieser umfasst drei Teile. Neben aktualisierten Angaben zum laufenden Wolfsmanagement gibt es einen umfassenden Serviceteil mit allen wichtigen Kontaktdaten, Förderrichtlinien und Vorschriften zum Wolf. Als bundesweite Besonderheit sind im Mittelabschnitt des Plans insgesamt 29 Thesen über die künftige Weiterentwicklung des Wolfsmanagements in Brandenburg enthalten. Die Thesen sind von den Landnutzer- und Naturschutzverbänden und dem Ministerium gemeinsam entwickelt worden und werden von allen Beteiligten mitgetragen. Der Plan enthält u.a. 29 gemeinsam entwickelten Thesen zu Wolf – Mensch, Weidetierhaltung – Wolf, Aktives Management, Monitoring, Zukunft der Weidetierhaltung, Prävention, Präventionsförderung, Schadensausgleich, Kommunikation und Forschung sowie Rissbegutachtung. Die Förderung von bisher maximal 15.000 Euro innerhalb von drei Jahren aufgehobe wird pro Betrieb verdoppelt.

 
27.09.2019

Agrarexport sichert Arbeitsplätze in strukturarmen Regionen

Die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft leistet einen ganz entscheidenden Beitrag zur Arbeitsplatzsicherung in und zur Entwicklung strukturarmer Regionen. Das ist die Kernbotschaft der in der GEFA vereinten Exportorganisationen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages anlässlich ihres Parlamentarischen Abends am 25.09.2019 in Berlin. Inzwischen ist die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft viertstärkster Wirtschaftsbereich in Deutschland. Allein die Ernährungswirtschaft mit ihren ca. 6.000 industriell produzierenden Unternehmen beschäftigt heute ca. 600.000 Arbeitnehmer direkt. Rechnet man die Landwirtschaftsunternehmen, Hersteller im Agrarsektor sowie die direkt vor- und nachgelagerten Dienstleistungsbereiche dazu, dann steht die Branche für ca. 2 Mio. Arbeitsplätze.

 
27.09.2019

Beratertagung: „Die Lebensaufzuchtleistung der Sauen im Fokus"

Boehringer

Das Unternehmen Boehringer Ingelheim Vetmedica sowie die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen laden auch in diesem Jahr wieder zu einer Beraterfortbildung nach Münster ein. Thema ist Die Lebensaufzuchtleistung der Sauen und zwar mit folgenden Schwerpunktreferaten:

  • Wo kommt’s her – die Schweizer, 10 Jahre Erfahrung zur freien Abferkelung & - Isofluran (Dr. Matteo Aepli, SUISAG, Schweiz)
  • Lebensaufzuchtleistung - Rechnet sich das letzte Ferkel? (Stefan Leuer, Landwirtschaftskammer  Nordrhein-Westfalen)
  • Sauen(verluste) analysieren - was steckt im Sauenplaner? (Birgitt Hameister, VzF Uelzen)
  • Lebensaufzuchtleistung - den Uterusschutz im Fokus (Herbert Heger, Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH)
  • Influenza - ein unlösbares Problem? (Dr. Claudia Lambrecht, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen)
  • Luft für die Sauen - Was die Technik leisten kann! (Ulrich Averberg, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen)

Termin ist der 6. November. Das Programm sowie Infos zu Anmeldung und Anreise finden Sie hier.

 
27.09.2019

DVT: für offene Rohstoffmärkte und Innovationen

Offene Märkte und der ungehinderte Zugang zu Rohwaren sind für die Futtermittelbranche von großer Bedeutung. Das ist eine der Kernaussagen von Jan Lahde, Präsident des Deutschen Verbands Tiernahrung e. V. (DVT) in seiner Eröffnungsrede zur Verbandsjahrestagung: Nur mit dem freien Zugang zu den global verfügbaren Ressourcen können wir eine nachhaltige Tierernährung – auch im Sinne des Klimaschutzes – realisieren. Wenn wir über die geografische Herkunft diskutieren und auf Importe von einzelnen Rohstoffen aus den jeweils klimatisch bevorzugten Regionen verzichten, ist das eine Luxusdebatte, stellt Lahde klar.