Informationsportal Afrikanische Schweinepest

Am 10. September 2020 wurde in Brandenburg bei einem Wildschwein-Kadaver wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze im Landkreis Spree-Neiße das Virus der Afrikanische Schweinepest (ASP) amtlich nachgewiesen. Es handelte sich um den ersten Fall von ASP in Deutschland. Das Virus wurde bis heute in den Brandenburger Landkreisen Oder-Spree, Spree-Neiße und Märkisch-Oderland nachgewiesen. Am 31.10.2020 wurde der erste ASP-Fall aus Sachsen (Görlitz) gemeldet. Am 19.02.2021 hat es im Landkreis Dahme-Spreewald einen ersten bestätigten Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei einem Wildschwein gegeben. Der Fundort des toten Tieres liegt im bereits festgelegten Kerngebiet 3, das sowohl Teile des Landkreises Oder-Spree als auch rund 2 100 ha im Kreis Dahme-Spreewald umfasst. Es gibt daher keine weiteren Auswirkungen auf die bereits im Dahme-Spreewald-Kreis festgelegten Restriktionszonen.

Die Zahl der mit Afrikanischer Schweinepest (ASP) infizierten Wildschweine in Ostdeutschland ist mittlerweile deutlich angestiegen. Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) wurde das Virus in Brandenburg und Sachsen bisher in 987 Tieren nachgewiesen.

Die zuständigen Behörden haben Maßnahmen ergriffen, um eine Weiterverbreitung der Seuche zu verhindern. Die Vorgehensweise richtet sich nach den Vorgaben der nationalen Schweinepest-Verordnung auf Grundlage von EU-Gesetzen. Wichtig ist derzeit, das Infektionsgeschehen einzugrenzen und in den Betrieben alle Biosicherheitsmaßnahmen konsequent einzuhalten, um eine Einschleppung in Hausschweinebeständen zu verhindern. Hinsichtlich der Auflagen für Betriebe, die in den eingerichteten Restriktionsgebieten liegen, sind die von den Behörden der betroffenen Landkreise herausgegebenen Informationen zu beachten. Dies gilt besonders für Beschränkungen beim Viehverkehr und für Vermarktungsveranstaltungen.

Die Tierseuche ist für Menschen ungefährlich. Auch vom Verzehr von gegebenenfalls kontaminierten Fleisch geht keine Gefahr für die Gesundheit aus.

Nach der Sperrung mehrerer Drittländer für den Import von deutschem Schweinefleisch aufgrund des ASP-Ausbruchs sind die Drittlandsausfuhren stark eingebrochen. Neben dem Corona-Virus stellt nun auch die ASP die Ferkelerzeuger und Mäster vor große Herausforderungen. Begrenzte Schlacht- und Zerlegekapazitäten an den Schlachthöfen, die zu Vermarktungsengpässen führen sowie die angespannte Preissituation setzen die Schweinehalter unter Druck.

ASP Piktogramm



open_in_newÜbersicht der Restriktionszonen in Brandenburg (Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg)











FAQ zur Afrikanischen Schweinepest (BRS)


















Statusuntersuchungen auf ASP




Biosicherheit zum Schutz gegen ASP





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