Informationsportal Afrikanische Schweinepest

Am 10. September 2020 wurde in Brandenburg bei einem Wildschwein-Kadaver wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze im Landkreis Spree-Neiße das Virus der Afrikanische Schweinepest (ASP) amtlich nachgewiesen. Es handelte sich um den ersten Fall von ASP in Deutschland. Das Virus wurde bis heute in den Brandenburger Landkreisen Oder-Spree, Spree-Neiße und Märkisch-Oderland, Barnim und Uckermark sowie in der Stadt Frankfurt (Oder) nachgewiesen. Am 31.10.2020 wurde der erste ASP-Fall aus Sachsen (Görlitz) gemeldet. Am 19.02.2021 hat es im Landkreis Dahme-Spreewald einen ersten bestätigten Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei einem Wildschwein gegeben. Am 16.07.2021 wurde die Afrikanischen Schweinepest (ASP) erstmals bei Tieren aus zwei Hauschweinbeständen in Brandenburg bestätigt. Die positiv getesteten Schweine stammen aus einem Bio-Betrieb im Landkreis Spree-Neiße und einer Kleinst-Haltung im Landkreis Märkisch-Oderland. Am 17.07.2021 wurde ASP bei Hausschweinen in einem weiteren Kleinstbetrieb im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg gemeldet.

Am 15.11.2021, wurde in einem Schweinemastbestand im Landkreis Rostock das Vorliegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) amtlich festgestellt. Durch das Referenzlabor am FLI  wurde dieses Ergebnis am Abend des 15.11.2021 bestätigt. Das Veterinäramt des Landkreises Rostock hat den Betrieb gesperrt sowie eine Schutzzone im Radius von 3 Kilometern und eine Überwachungszone im Radius von 10 km um den Seuchenausbruchsbestand verfügt. Für alle Tierhalter im betroffenen Gebiet gelten strenge Vorschriften.

Am 25.11. meldete das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), dass die Afrikanische Schweinepest (ASP) bei einem verendeten Wildschwein in Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen wurde. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat die Tierseuche in der entsprechenden Probe bestätigt. Der Fundort befindet sich im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Autobahnnähe, in einem bisher ASP-freien Gebiet.

 

 

Die Zahl der mit Afrikanischer Schweinepest (ASP) infizierten Wildschweine in Ostdeutschland ist mittlerweile deutlich angestiegen. Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) wurde das Virus in Brandenburg und Sachsen bisher in 3.763 Tieren nachgewiesen.

Die zuständigen Behörden haben Maßnahmen ergriffen, um eine Weiterverbreitung der Seuche zu verhindern. Die Vorgehensweise richtet sich nach den Vorgaben der nationalen Schweinepest-Verordnung auf Grundlage von EU-Gesetzen. Wichtig ist derzeit, das Infektionsgeschehen einzugrenzen und in den Betrieben alle Biosicherheitsmaßnahmen konsequent einzuhalten, um eine Einschleppung in Hausschweinebeständen zu verhindern. Hinsichtlich der Auflagen für Betriebe, die in den eingerichteten Restriktionsgebieten liegen, sind die von den Behörden der betroffenen Landkreise herausgegebenen Informationen zu beachten. Dies gilt besonders für Beschränkungen beim Viehverkehr und für Vermarktungsveranstaltungen.

Die Tierseuche ist für Menschen ungefährlich. Auch vom Verzehr von gegebenenfalls kontaminierten Fleisch geht keine Gefahr für die Gesundheit aus.

Nach der Sperrung mehrerer Drittländer für den Import von deutschem Schweinefleisch aufgrund des ASP-Ausbruchs sind die Drittlandsausfuhren stark eingebrochen. Neben dem Corona-Virus stellt nun auch die ASP die Ferkelerzeuger und Mäster vor große Herausforderungen. Begrenzte Schlacht- und Zerlegekapazitäten an den Schlachthöfen, die zu Vermarktungsengpässen führen sowie die angespannte Preissituation setzen die Schweinehalter unter Druck.

ASP Piktogramm



Übersicht der Restriktionszonen in Brandenburg (Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg)











FAQ zur Afrikanischen Schweinepest

FAQ des BMEL

FAQ des Friedrich-Loeffler-Instituts (Stand: 03.12.2020)

FAQ des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR ) v. 16.07.2021

FAQ des Landes Niedersachsen

FAQ des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit



Statusuntersuchungen auf ASP




Biosicherheit zum Schutz gegen ASP





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