BRS News
Milchtrends - Neuseeland: Strategien für mehr Klimaschutz in der Milchviehhaltung
VDM - Im Oktober 2026 haben die Autorinnen Lassen und Raschel vom Thünen-Institut für Betriebswirtschaft auf der Plattform Milchtrends das Trendthema Neuseeland: Strategien für mehr Klimaschutz in der Milchviehhaltung
veröffentlicht. In ihrem Beitrag beschreiben sie, wie die neuseeländische Milchwirtschaft mithilfe von Initiativen wie AgriZeroNZ
, Bonusprogrammen von Molkereien und der Förderung neuer Technologien ihre Methanemissionen aus der Milchviehhaltung senken will, ohne die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu gefährden. Zudem arbeiten Molkereien, Forschungseinrichtungen und Praxisbetriebe in Demonstrations- und Forschungsnetzwerken zusammen, um klimafreundlichere Produktionssysteme zu testen und deren Umsetzung in der Milchwirtschaft zu beschleunigen. Der Beitrag bietet eine gute Grundlage für den Besuch des Weltmilchgipfels und kann hier abgerufen werden.
Webinar: Effiziente Wassernutzung und -wiederverwendung in der Milchproduktion
VDM - Die International Dairy Federation (IDF) veranstaltet am 27. Oktober 2026 von 21:00 bis 22:00 Uhr das Webinar Dairy Farmers Roundtable: Water Use and Reuse. Milchkuhhalterinnen aus den USA, Schweden und Simbabwe berichten über ihre Erfahrungen mit dem effizienten Einsatz und der Wiederverwendung von Wasser in der Milchproduktion. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Ansätze für ein nachhaltiges Wassermanagement auf Milchviehbetrieben, Herausforderungen im Betriebsalltag sowie innovative Lösungsansätze. Darüber hinaus werden Erfahrungen und Erkenntnisse zur Förderung nachhaltiger und widerstandsfähiger Milchproduktionssysteme ausgetauscht. Das Webinar bietet eine Gelegenheit, internationale Perspektiven kennenzulernen und sich über bewährte Praktiken im Wassermanagement auszutauschen.
Stellenausschreibung Zuchtleitung (m/w/d) für den Rinderzuchtverband Franken am AELF Ansbach
Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus schreibt die Stelle der staatlichen Zuchtleitung des Rinderzuchtverbands Franken e. V. am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ansbach aus. Das Dienstgebiet umfasst Mittel- und Unterfranken.
Aufgaben: Leitung der Rinderzucht, Beratung der Zuchtbetriebe, Überwachung der Zuchtbuchführung sowie Zusammenarbeit mit Behörden und landwirtschaftlichen Organisationen.
Anforderungen: Abgeschlossenes agrarwissenschaftliches Studium mit Schwerpunkt Nutztierwissenschaften oder vergleichbare Qualifikation, fundierte Kenntnisse in der Rinderzucht und -haltung sowie Kommunikations- und Verantwortungsbereitschaft.
Rahmenbedingungen: Unbefristete Beschäftigung bis EG 13 TV-L bzw. Übernahme bis A 14, flexible Arbeitszeiten, mobiles Arbeiten, 30 Tage Urlaub und attraktive Sozialleistungen.
Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht.
60 Millionen Euro EU-Krisenhilfe für besonders betroffene Betriebe
Wie das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) am 23. Oktober 2026 mitteilt, stehen Deutschland 60 Millionen Euro EU-Krisenhilfe für landwirtschaftliche Betriebe zur Verfügung, die besonders unter gestiegenen Düngemittel- und Energiepreisen infolge des Nahost-Konflikts leiden. Die Auszahlung soll antragslos über das InVeKoS-System als Hektarprämie erfolgen.
Erster Nachweis des Shamonda-Virus beim Menschen – kein Gesundheitsrisiko für Allgemeinbevölkerung erkennbar
Die französischen Gesundheitsbehörden haben am 22. Oktober 2026 über den weltweit ersten dokumentierten Nachweis des Shamonda-Virus (SHAV) bei einem Menschen informiert. Betroffen war ein Patient mit stark geschwächtem Immunsystem, der wegen einer schweren Grunderkrankung behandelt wurde und Anfang Oktober verstarb. Die klinischen, biologischen und epidemiologischen Untersuchungen dauern an.
Stefan Russ Gewinner des Sonderpreises der Initiative Tierwohl beim CERES AWARD
Stefan Russ aus Lottstetten ist der erste Gewinner des Sonderpreises der Initiative Tierwohl (ITW), der am 21. Oktober im Rahmen des CERES AWARD in Berlin verliehen wurde. Die mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung würdigt landwirtschaftliche Betriebe, die mit innovativen, praxisnahen Lösungen neue Maßstäbe für mehr Tierwohl setzen. Auf seinem Familienbetrieb setzt Russ auf eine stressarme Rinderhaltung mit stabilen Tiergruppen, großzügigen Außenklimaställen, viel Stroh und vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten. Ergänzt wird das Konzept durch eine ausgewogene Fütterung und intensive Tierbeobachtung. Neben dem Tierwohl engagiert sich Russ für den Dialog zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft. Als zertifizierter Lernort ermöglicht sein Betrieb Kindern und Schulklassen Einblicke in die Nutztierhaltung. In einem eigenen Schulungshaus bietet er zudem Weiterbildungen für Landwirte, Metzger und Gastronomen an. Mit dem erstmals vergebenen Sonderpreis macht die Initiative Tierwohl Betriebe sichtbar, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus Verantwortung übernehmen und wirksame Maßnahmen für mehr Tierwohl umsetzen.
Bayerischer Agrarbericht: Tierhaltung weiter unter Druck
Der 27. Bayerische Agrarbericht zeigt, dass die Tierhaltung in Bayern weiterhin mit großen Herausforderungen konfrontiert ist. Zwischen 2023 und 2025 sank der Rinderbestand um rund 91.000 Tiere (3,3 Prozent). Auch die Zahl der Milchviehhalter und der Schweinebestand gingen zurück. Gleichzeitig stiegen die Gewinne der Haupterwerbsbetriebe im Wirtschaftsjahr 2024/2025 um rund 13 Prozent auf durchschnittlich 85.100 Euro. Besonders tierhaltende Betriebe profitierten von besseren Erlösen. Zudem entfielen rund 72 Prozent der bewilligten Agrarinvestitionen 2024 und 2025 auf die Milchviehhaltung. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber betont die Notwendigkeit verlässlicher Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und wirtschaftlich tragfähiger Investitionen in mehr Tierwohl, um die Zukunft der bayerischen Tierhaltung zu sichern.
Schwankende Trockenmassegehalte: Wenn die berechnete Ration nicht am Futtertisch ankommt
Eine gleichbleibende Futtereinwaage bedeutet nicht automatisch eine konstante Nährstoffversorgung. Sinkt der Trockenmassegehalt einer Silage von 35 auf 30 Prozent, fehlen bei 1.000 kg Einwaage bereits 50 kg Trockenmasse. Das kann die Zusammensetzung der Mischration und die Versorgung der Milchkühe erheblich beeinflussen. Das Euter reagiert schnell, die Klaue braucht Wochen: Eine unzureichende Energieversorgung kann den Stoffwechsel belasten und die Immunabwehr beeinträchtigen. Dadurch kann auch das Risiko für Euterentzündungen steigen. Klauenprobleme zeigen sich dagegen häufig erst Wochen nach ihrer Entstehung. Da Klauenhorn nur etwa 4 bis 8 Millimeter pro Monat wächst, ist eine kontinuierliche Versorgung mit wichtigen Nährstoffen wie Zink, Kupfer und Biotin entscheidend für die Hornqualität. Regelmäßige Kontrollen der Trockenmassegehalte und eine bedarfsgerechte Anpassung der Ration schaffen wichtige Voraussetzungen für eine stabile Tiergesundheit, eine gute Klauenqualität und die Leistungsfähigkeit der Herde.
AVA-Kälber- und Fresserfachtagung, 10./11. November 2026
Am 10. und 11. November 2026 veranstaltet die Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) im Gasthof Röhrs in Sottrum bei Bremen eine zweitägige Fachtagung rund um die Gesundheit, Aufzucht und das Management von Kälbern und Fressern. Die Veranstaltung richtet sich an Tierärztinnen und Tierärzte, Rinderhalter sowie Fachberater. Namhafte Referenten, darunter Prof. Dr. Martin Kaske, Dr. Hans-Jürgen Kunz und Tierärztin Carina Hastedt-Herms, vermitteln aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und praxisnahe Ansätze für den Betriebsalltag. Schwerpunkte sind unter anderem das Kälber- und Kolostrummanagement sowie der fachliche Austausch zwischen Landwirtschaft, Tiermedizin und Beratung.
Termin: 10.–11. November 2026
Ort: Gasthof Röhrs, Sottrum bei Bremen
Programm und Anmeldung: www.ava1.de
Kontakt: info@ava1.de
Online-Seminar: Verhalten von Schweinen im Brandfall
Ein Stallbrand stellt Mensch und Tier vor große Herausforderungen. Wie reagieren Schweine in Gefahrensituationen und worauf müssen Landwirte und Einsatzkräfte bei der Rettung achten? Das Bildungswerk des Bayerischen Bauernverbands bietet in Kooperation mit der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) am 20. Oktober 2026 um 19 Uhr ein kostenloses Online-Seminar an. Praxisnahe Beispiele zeigen, wie im Brandfall schnell, sicher und tierschutzgerecht gehandelt werden kann. Die Veranstaltung richtet sich an Feuerwehren, Landwirte und alle Interessierten.

EU Krisenhilfe