BRS News

21.09.2021

„Pathways to Dairy Net Zero“ - GDP und IDF präsentieren eine neue Klimaschutzinitiative

VdM - Am 13. September 2021 haben der Internationale Milchindustrieverband (GDP) und der Internationale Milchwirtschaftsverband (IDF) im Rahmen einer gemeinsamen Online-Veranstaltung eine neue Klimaschutzinitiative vorgestellt. Unter dem Namen Pathways to Dairy Net Zero sollen zukünftig Fortschritte bei der Reduktion der THG-Emissionen in der Milchwirtschaft und der Weg zur Klimaneutralität klarer und an einer Stelle kommuniziert werden. In einer gemeinsamen Erklärungfordern IDF und GDP dazu auf, die Rolle der Milchwirtschaft bei der Entwicklung eines widerstandsfähigeren, sicheren, gesunden und gerechten globalen Lebensmittelsystems in der Zukunft anzuerkennen. Die Initiative soll der Öffentlichkeit am 22. September 2021, kurz vor dem UN Food Systems Summit, offiziell präsentiert werden. Eine Internetseite ist bereits online. Registrierung zur digitalen "Pathways to Dairy Net Zero"-Präsentation

 
21.09.2021

Der Mann, der tierisches Methan vermindert

Anteil Rinderhaltung Am Globalen CO2 Ausstoß

Michael Kreuzer, Professor für Tierernährung und Pionier in der Vermeidung von Treibhausgasemissionen bei Nutztieren, geht nach 27 Jahren an der ETH Zürich in Pension. Kreuzer war einer der ersten Wissenschaftler, die sich ernsthaft mit der Frage befassten, wie man das klimaschädigende Methangas von Wiederkäuern senken kann. Bei Rindern, Schafen und Ziegen bauen Bakterien die Pflanzenfasern im Pansen ab. «Dabei entsteht Wasserstoff, den das Tier entsorgen muss», erklärt Kreuzer. Das übernehmen methanogene Ur-​Mikroben, in dem sie aus Wasserstoff und Kohlendioxid Methan herstellen, das Wiederkäuer übers Maul ausstossen.

«Der Clou ist, die Methanbildner zu hemmen, ohne die Verdauung der Fasern zu unterbinden», sagt Kreuzer. Er kennt in dieser Liga so ziemlich jeden Trick. Sein erster Versuch an der ETH war sein Schlüsselmoment: Er entdeckte, dass Kokosfett das Methan um bis zu 70 Prozent senken kann.

 
21.09.2021

Ernährungssicherung durch nachhaltige Landwirtschaft und freien Handel

Bei ihrem diesjährigen Treffen haben die Agrarministerinnen und Agrarminister der G20-Länder in Florenz darüber beraten, wie die Ernährung der Menschen weltweit nachhaltig gesichert, den landwirtschaftlichen Familien ein angemessenes Einkommen ermöglicht und zugleich Umwelt und Klima besser geschützt werden können. Diese gemeinsame Aufgabe ist angesichts der aktuellen Herausforderungen des Klimawandels, der Corona-Pandemie sowie der steigenden Anzahl der Hungernden dringender denn je. Für Deutschland nahm die Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Beate Kasch, an dem Treffen teil und bekräftigte die Bedeutung des One-Health-Ansatzes.

 
21.09.2021

Gärrest-Dünger optimal einsetzen

Die Anforderungen an das Gärrest-Handling steigen durch strengere Vorgaben beim Emissions-, Gewässer- und Klimaschutz, etwa im Zuge der neuen Dünge-Verordnung. Gleichzeitig stellen Gärreste einen wertvollen Dünger dar. Mit dem Ziel, Gärrestedünger als wertvolle Nährstofflieferanten emissionsarm, effizient und wirtschaftlich einzusetzen, verfolgen Forscher/-innen drei aktuelle Projekte. Düngeversuche sind in den Kulturen Mais, Durchwachsene Silphie, Wildpflanzen, Kartoffeln und Zuckerrüben geplant. Alle drei Vorhaben werden vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über den Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) gefördert.

 
21.09.2021

Co2-Krise trifft britische Fleischindustrie

Kohlendioxid wird in der Lebensmittelindustrie eingesetzt, um etwa Sprudel oder Dosenbier herzustellen, Backwaren zu verarbeiten, Kühlware zu transportieren oder Fleischpackungen vakuumdicht zu versiegeln. In Schlachtbetrieben wird CO2 auch zu Betäubungszwecken eingesetzt. In den kommenden Tagen und Wochen wird es in Großbritannien zu starken CO2-Engpässen kommen. Die britischen Düngemittelfabriken Billingham und Ince, die 60 % des lebensmitteltauglichen Co2 Großbritanniens liefern, werden die Produktion aufgrund der hohen Erdgaspreise auf unbestimmte Zeit einstellen. Der  Druck auf die britische Fleischverarbeitungsindustrie, die auf Co2 angewiesen ist, wird sich weiter erhöhen. Gerüchten zufolge wird sich in Spanien eine ähnliche Situation entwickelt , teilte die British Meat Processing Association (BMPA) mit. Nach BMPA-Angaben könnten zahlreiche Schlachtbetriebe in weniger als 14 Tagen keine Vorräte mehr haben. Dann können Unternehmen keine Tiere mehr annehmen und müssen Produktionslinien schließen, so der Verband. Das führe zu einem Rückstau bis auf die Bauernhöfe. Diese Situation gibt es schon bei Schweinefleisch-Produzenten, dort steht eine Keulung auf einigen Farmen kurz bevor.

 
21.09.2021

Interdisziplinäre Konferenz Landscape 2021 gestartet

Heute startete die internationale Konferenz Landscape 2021 des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. Im Fokus des Tagungsprogramms steht die Frage, wie eine Transformation der Landwirtschaft zu mehr Klimaresilienz und Nachhaltigkeit gelingen kann. Die Konferenz zeichnet sich durch ihre ganzheitliche Perspektive auf das Thema aus: alle Aspekte, die für eine nachhaltige Veränderung der Landwirtschaft wichtig sind, werden von über 400 Teilnehmenden aus 43 Ländern in den Blick genommen.

 
20.09.2021

Der Betrieb mit idealer Biosicherheit (1/2)

Die Internetseite 3drei3 stellt ein optimales Biosicherheitskonzept für einen Sauen haltenden Betrieb vor. Darin wird u.a. eine doppelte Umzäunung vorgeschlagen. Das kennen wir in Deutschland bisher nur aus der Schweinehaltungshygieneverordnung als Anforderung für Freilandbetriebe.

 
20.09.2021

Landwirte-Akademie Kompakt Schwein

MSD Landwirte Akademie

Im Rahmen des Fortbildungsformates Landwirteakademie kompakt der MSD Tiergesundheit findet am Dienstag, den 28.09.2021 von 15.00 -16.00 Uhr die nächste Online-Fortbildung statt. Florian Hoenmans-Leurs, Schweinehalter aus Kempen stellt sein Betriebskonzept mit Gruppensäugen im Abferkelstall inklusive Ferkelaufzucht vor. Er hat vor knapp zwei Jahren einen komplett neuen Stall für einen 5-Wochen-Rhythmus gebaut und wird von seinen Erfahrungen berichten.

 
20.09.2021

Ministerin Kaniber fordert vom Lebensmitteleinzelhandel klare Bekenntnisse zur heimischen Schweinefleischerzeugung

Angesichts der derzeit angespannten Lage auf dem Markt für Schweinefleisch hat Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) zur Solidarität mit den Schweinehaltern aufgerufen. Der Einzelhandel müsse seiner Verantwortung als verlässlicher Partner der heimischen Landwirtschaft gerecht werden. Die Ministerin begrüßte ausdrücklich die vom LEH bisher ergriffenen Maßnahmen, mit denen dieser die heimischen Erzeuger unterstützt. Einen zukunftsweisenden Ansatz, höhere Qualität verlässlich gegenüber Verbrauchern zu kommunizieren, stellen laut Kaniber staatliche Qualitätsprogramme im Schweinefleischbereich dar. Der Handel , so Kanniber, erhalte damit die Möglichkeit, regionale Produkte glaubwürdig zu kennzeichnen und Zusatzanforderungen den Bauern entsprechend zu honorieren.  Kaniber verweist auf die gemeinsam mit ihrem baden-württembergischen Kollegen Peter Hauk anstehenden Gespräche. Die Südschiene will zusammen mit Erzeugern, Fleischwirtschaft und Handel die heimische Produktion von qualitativ hochwertigem Schweinefleisch aus Bayern und Baden-Württemberg nachhaltig sichern. 

 
20.09.2021

Woher kommt die Milch? - Jetzt gibt es Unterricht im Stall

Rechtzeitig zum Weltkindertag am 20. September startet das Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf mit neuen Angeboten für Kitakinder und Schulklassen. Ab sofort können sich Träger von Kindertagesstätten und -gruppen oder Schulen auf der Homepage der Forschungseinrichtung über den Unterricht im Schweine- oder Rinderstall informieren und sich bei Interesse anmelden.