Anstieg der Wolfsrisse in Deutschland
Die Zahl der Wolfsrisse an Nutztieren hat in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren stark zugenommen. So stieg die Zahl der getöteten, verletzten und vermissten Tiere von 737 im Jahr 2015 auf 3.783 im Jahr 2025. Die überwiegende Mehrheit der Risse betraf Schafe (3.167), gefolgt von Gehegewild (303), Rindern (166), Ziegen (110) sowie anderen Tieren wie Pferden und Alpakas (37). Die meisten Nutztierrisse wurden in Niedersachsen verzeichnet, wo auch die meisten Wölfe ansässig sind. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Brandenburg und Sachsen. Aber auch das Saarland und die Stadtstaaten Bremen und Hamburg meldeten Wolfsrisse, obwohl dort noch keine dauerhaft lebenden Wölfe bekannt sind. Insgesamt wurden den Bundesländern im vergangenen Jahr 990 Wolfsübergriffe (teils mit mehreren gerissenen Tieren) gemeldet, 2015 waren es 199. Ein hundertprozentiger Schutz vor Wolfsrissen ist in der Weidetierhaltung nicht möglich, jedoch kann ein geeigneter wolfsabweisender Herdenschutzzaun Übergriffe reduzieren. Das Bundeszentrums für Landwirtschaft (BZL) hat zu dem Thema eine Grafik veröffentlicht.
