26.05.2021

Bessere Effizienz in der Lebensmittelproduktion durch Wiederkäuer

Welche Futtermittel Verwertet Die Kuh

Durch den mehrteiligen Wiederkäuermagen ist es Rindern möglich, pflanzliche Rohstoffe als Nahrung zu nutzen, die für Menschen unverdaulich sind. Sie machen damit Ressourcen nutzbar, die der menschlichen Ernährung sonst nicht zur Verfügung stehen würden. Ein erheblicher Anteil (über 80 Prozent) der pflanzlichen Agrarproduktion ist nicht unmittelbar für den Menschen essbar. Dazu gehört beispielsweise nicht essbare Biomasse aus Zwischenkulturen im Rahmen der Fruchtfolge. Bei der Lebensmittelherstellung und der Bioenergieproduktion entstehen Nebenprodukte, z.B. Rapsextraktionsschrot und Zuckerrübenschnitzel. Koppelprodukte, z.B. Stroh, fallen bei der Ernte an. Landwirtschaftliche Flächen, die wegen ihrer Lage oder Bodenbeschaffenheit nicht für den Ackerbau geeignet sind, werden als Weiden oder für die Grünfutterproduktion genutzt. Rund 85 % dessen, was Rinder verwerten, ist nicht für die menschliche Ernährung geeignet. Diese Menge enthält jedoch sehr viele Nährstoffe. Mit der Verfütterung an Wiederkäuer werden daraus hochwertige tierische Lebensmittel erzeugt. Bei den restlichen 15 bis 20 % handelt es sich um Futtergetreide oder Körnermais, die nur bedingt für die Backwarenerzeugung geeignet sind, bzw. die als ganze Pflanze in Form von Silagen genutzt werden. Tiere sind ein wichtiger Teil der Bioökonomie. Ohne sie wäre eine nachhaltige Lebensmittelerzeugung nicht möglich.