Schwankende Trockenmassegehalte: Wenn die berechnete Ration nicht am Futtertisch ankommt
Eine gleichbleibende Futtereinwaage bedeutet nicht automatisch eine konstante Nährstoffversorgung. Sinkt der Trockenmassegehalt einer Silage von 35 auf 30 Prozent, fehlen bei 1.000 kg Einwaage bereits 50 kg Trockenmasse. Das kann die Zusammensetzung der Mischration und die Versorgung der Milchkühe erheblich beeinflussen. Das Euter reagiert schnell, die Klaue braucht Wochen: Eine unzureichende Energieversorgung kann den Stoffwechsel belasten und die Immunabwehr beeinträchtigen. Dadurch kann auch das Risiko für Euterentzündungen steigen. Klauenprobleme zeigen sich dagegen häufig erst Wochen nach ihrer Entstehung. Da Klauenhorn nur etwa 4 bis 8 Millimeter pro Monat wächst, ist eine kontinuierliche Versorgung mit wichtigen Nährstoffen wie Zink, Kupfer und Biotin entscheidend für die Hornqualität. Regelmäßige Kontrollen der Trockenmassegehalte und eine bedarfsgerechte Anpassung der Ration schaffen wichtige Voraussetzungen für eine stabile Tiergesundheit, eine gute Klauenqualität und die Leistungsfähigkeit der Herde.
