02.11.2026rss_feed

Zeitumstellung – auch für Kühe eine Herausforderung?

Feste Routinen treffen auf neue Uhrzeiten: Melkroboter können den Stress für die Kühe reduzieren, da sie ihren Melkrhythmus weitgehend selbst bestimmen können.
In NRW nutzen rund ein Viertel der Milchkuhbetriebe Melkroboter. Diese ermöglichen es den Kühen, nach ihren eigenen biologischen Bedürfnissen zum Roboter zu gehen. Die Kühe in freiwilligen Melksystemen sind von der Zeitumstellung deutlich weniger betroffen, da die Tiere im selbstbestimmten Rhythmus gemolken werden. Es gibt dabei keinen klassischen Melktakt. Aber sie nehmen diese auch ein Stück weit wahr, da es auf den Betrieben neben dem Melken immer auch bestimmte Betriebsabläufe gibt, die dann früher oder später stattfinden, so Benedikt Langemeyer, Milchkuhhalter aus Mettingen. Im klassischen Melkstand werden die Kühe in der Regel zweimal am Tag gemolken. Da Kühe sensible Gewohnheitstiere sind, mögen viele von ihnen Regelmäßigkeit. Eine Stunde früher oder später gemolken zu werden, ist für die Tiere deutlich spürbar. Viele meiner Kollegen passen die Melkzeiten in der Übergangszeit deshalb auf eine halbe Stunde an, um näher am Biorhythmus der Tiere zu bleiben. Entspannte Kühe sind mir am liebsten. Und mehr Milch geben sie dann auch.