Deutschland und China vereinbaren Fahrplan für Regionalisierungsabkommen
Wie das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) in einer Pressemitteilung vom 18. Juni 2026 mitteilt, haben Deutschland und China einen konkreten Fahrplan zur Ausarbeitung eines Regionalisierungsabkommens vereinbart. Damit soll ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung des bilateralen Agrarhandels und die Absicherung von Exportmöglichkeiten geschaffen werden.
Im Mittelpunkt steht die gegenseitige Anerkennung regionaler Tierseuchenbekämpfungsmaßnahmen. Künftig könnten Handelsbeschränkungen im Seuchenfall auf die tatsächlich betroffenen Regionen begrenzt werden, anstatt den Export aus ganz Deutschland einzuschränken. Dies wäre insbesondere für die Schweinehaltung und die Fleischwirtschaft von großer Bedeutung.
Nach Angaben des Ministeriums werden nun weitere fachliche Abstimmungen sowie Bewertungen der deutschen Tierseuchenbekämpfung durch chinesische Expertinnen und Experten folgen. Ziel ist es, die Voraussetzungen für ein entsprechendes Abkommen zu schaffen und den Marktzugang für deutsche Agrar- und Lebensmittelprodukte langfristig zu verbessern.
China zählt zu den wichtigsten Drittlandsmärkten für Agrar- und Ernährungserzeugnisse. Für die deutsche Schweinebranche könnte die Anerkennung regionaler Seuchenbekämpfungsmaßnahmen künftig zu mehr Planungssicherheit im Exportgeschäft beitragen.
