BRS News Schwein

16.05.2022

Onlineseminare Nationales Wissensnetzwerk Kupierverzicht Juni 2022

Im Rahmen des Nationalen Wissensnetzwerk Kupierverzicht sind für Juni 2022 wieder Onlineseminare geplant, die sich an Schweinehalter:innen und alle interessierten Personen richten. Die Veranstaltungen finden via ZOOM statt und sind kostenfrei. Folgende Themen werden behandelt:

  • Teil 1: Wasserversorgung beim Schwein - ein unterschätztes Thema
  • Teil 2: Kupierverzicht in Skandinavien - Stallklimaführung vs. Schwanzbeißen
 
13.05.2022

Keine Eierkennzeichnung beim Fleisch

©SuS - Gute Haltungsbedingungen sollen sichtbar werden. Deshalb arbeitet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) an einer verbindlichen Haltungskennzeichnung. Bis Ende des Jahres soll ein Gesetzesvorschlag zur Haltungsformkennzeichnung in den Bundestag eingebracht werden, zunächst für frisches Schweinefleisch.

Das Ministerium plant offenbar nicht mehr, die Haltungsform analog zur Eierkennzeichnung von 0 (Bio) bis 3 (Käfig) zu labeln. Diskutiert wird laut Ophelia Nick, Parlamentarische Staatssekretärin im BMEL vielmehr, auf Ziffern zu verzichten und stattdessen die Haltungsform genau zu beschreiben. Gepusht werden soll zudem die Herkunftskennzeichnung.

 
13.05.2022

Nachhaltige Landwirtschaft: Umfrage der Universität Hohenheim

Manche landwirtschaftlichen Betriebe haben das Thema Nachhaltigkeit bereits auf ihrer Agenda – doch honoriert wird das bisher noch wenig. Ziel eines Forschungsprojektes der Universität Hohenheim ist es, landwirtschaftlichen Unternehmen einen besseren Zugang zu dem Thema zu ermöglichen. Dafür bitten die Forschenden Landwirte und Landwirtinnen um Teilnahme an einer Online-Umfrage bis 25.06.2022. Die Ergebnisse fließen unter anderem in neue Förderansätze ein.

Die Online-Umfrage dauert ca. 10 Minuten und läuft bis 25.06.2022: ww2.unipark.de/uc/NEAL_Landwirtschaft1. Alle erhobenen Daten werden anonymisiert und streng vertraulich behandelt. Die Verarbeitung der Daten erfolgt lediglich im Rahmen des wissenschaftlichen Zwecks der Studie. Die Umfrage wird mit dem Tool Unipark des Softwareunternehmens Questback durchgeführt, die den höchstmöglichen Standard an Datensicherheit gewährleistet.

 
13.05.2022

Carbon Farming als Klimaschutzmaßnahme in der Landwirtschaft

Die Treibhausgas-Emissionen der Landwirtschaft lassen sich in absehbarer Zeit nicht auf null reduzieren. Um das europäische Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen, müssen daher Maßnahmen ergriffen werden, die der Atmosphäre CO2 aktiv entziehen. Carbon Farming ist eine dieser Maßnahmen, doch was genau verbirgt sich hinter diesem Begriff? Wie wirkt sich Carbon Farming aus, wie kann es finanziert werden, und was sind die Probleme mit den sogenannten Humuszertifikaten? Darum geht es in einem kürzlich erschienenen Opinion Paper von Dr. Carsten Paul, Wissenschaftler am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF).

 
13.05.2022

Regionalität schlägt Haltungsform

Die Fleischmedien (afz - allgemeine fleischer zeitung und FLEISCHWIRTSCHAFT) der dfv Mediengruppe haben in Kooperation mit der Managementberatung Ebner Stolz die Top 100 Unternehmen der Branche befragt. Die Umfrageergebnisse finden Sie hier. U.a. sehen die befragten Unternehmen aufgrund der Verteuerung der Konsumprodukte im Handel eine Verschiebung der Verbrauchernachfrage. Die Preissensibilität steige. 78% der Befragten bestätigten lt. Pressemeldung, dass Konsumenten preiswerte Produkte suchen. Lediglich 68% (Platz drei der Trends) sähen die Nachfrage von höheren Tierhaltungsformen. Stärkster Zukunftstrend bleibe Regionalität mit 84%. 

Das Branchenecho Fleischwirtschaft wird gemeinsam von der dfv Mediengruppe und der Managementberatung Ebner Stolz durchgeführt. Befragt wurden erstmalig die 100 umsatzstärksten Unternehmen der Fleisch- und Wurstindustrie in Deutschland.

 
13.05.2022

Französische Politiker machen mobil gegen die Nährwertampel

In Frankreich haben 22 Abgeordnete und Senatoren eine Petition unterzeichnet, mit dem sie auf eine Benachteiligung regionaler Produkte durch die Nährwertampel hinweisen möchten. Auch in Italien und Spanien wächst die Skepsis. Dort wird befürchtet, dass die traditionelle Mittelmeerdiät negativer bewertet würde, als hoch verarbeitete Convenience-Produkte.

 
13.05.2022

Getreide so stark verteuert wie zuletzt 2011

destatis - Der Krieg in der Ukraine hat Auswirkungen auf die globale Getreideversorgung und auf die Getreidepreise. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stiegen die Einfuhrpreise für Getreide im März 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 53,6 %. Eine höhere Veränderungsrate hatte es zuletzt im Mai 2011 gegeben (+74,0 % gegenüber Mai 2010). Die Preissteigerungen ziehen sich durch alle Getreidearten: Weizen verteuerte sich im März 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 65,3 %, Gerste, Roggen, Hafer ebenfalls um 65,3 % und Mais um 37,4 %. Die Preise für importiertes Getreide haben sich allerdings bereits vor dem Ukraine-Krieg deutlich verteuert – seit Januar 2021 liegen die monatlichen Veränderungsraten im Vergleich zum Vorjahresmonat durchweg im zweistelligen Bereich.

 
13.05.2022

Image der modernen Landwirtschaft verbessert sich

Das Forum Moderne Landwirtschaft hat Anfang 2020 gemeinsam mit den Meinungsforschern von Civey und der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Kiel einen Index entwickelt, der aufzeigen soll, wie die Gesellschaft die Landwirtschaft aktuell wahrnimmt. Der quartalsweise erscheinende Verbrauchermonitor Moderne Landwirtschaft besteht aus 10 Fragen und 44 Antwortmöglichkeiten, die relevante Bereiche der Landwirtschaft abdecken. Dadurch können im Detail Meinungsbilder der deutschen Bevölkerung zur Landwirtschaft dargestellt werden. Bisheriges Fazit: Das Image der modernen Landwirtschaft wird deutlich positiver bewertet als noch vor zwei Jahren.

 
13.05.2022

Befördert der Ausbau des Ökolandbau die Hungerkrise?

Das Europäische Parlament hat den von der Kommission vorgelegten EU-Aktionsplan für ökologische Landwirtschaft am 3. Mai befürwortet. Allerdings bleibt das angestrebte Ziel von 25 Prozent bis 2030 in dem Entschließungspapier nicht erwähnt. Stattdessen will man den Ausbau dem Markt, also der Nachfrage, überlassen. Und da sieht es derzeit düster aus. Steigende Lebenshaltungskosten führen dazu, dass der Verbraucher wieder verstärkt Handelsmarken nachfragt. Leidtragende sind (Tierwohl-)Label und Biobetriebe.

In den letzten Woche ist die Kritik an der geplanten Extensivierung in der EU gestiegen. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium hat mit einer Studie auf die nachteiligen Folgen des Green Deals für die Getreidemenge, die Lebensmittelpreise sowie eine steigende Anzahl hungernder Menschen hingewiesen. Deutsche Studien sehen die Verlagerung von Treibhausgasemissionen durch die Ökologisierung kritisch.

 
12.05.2022

High-Tech im Stall, KI auf dem Acker: Digitalisierung sichert Zukunft der Landwirtschaft

Bitkom und die Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) stellen am 12.5. die Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Befragung zur Digitalisierung unter 500 Landwirtinnen und Landwirten in Deutschland vor. So stimmen z.B. 92 Prozent der Aussage zu, dass digitale Technologien helfen, Dünger, Pflanzenschutzmittel und andere Ressourcen einzusparen. 81 Prozent sind überzeugt: Die Digitalisierung ermöglicht eine umweltschonendere landwirtschaftliche Produktion. Fast zwei Drittel (63 Prozent) betonen, dass die Höfe mit Hilfe der Digitalisierung langfristig ihre Kosten senken können. Auch eine Steigerung des Tierwohls ist für 62 Prozent ein wichtiger Aspekt der Digitalisierung.