BRS News Schwein
Prüfung eines Fütterungskonzepts zur Reduzierung von Sojaextraktionsschrot in der Mast von Schweinen
Eine aktuelle Untersuchung der LfL zeigt, dass durch den Einsatz von Fermentationsprodukten und Phytogenen der Anteil an Sojaextraktionsschrot in der Schweinemast um 1,5 Prozentpunkte reduziert werden kann – ohne signifikante Einbußen bei Mast-, Futter- oder Schlachtleistungen.Neben einem stabilen Leistungsniveau ergeben sich je nach Sojapreis Kostenvorteile von bis zu 1,20 € pro Mastschwein. Hinweise auf das Potenzial dieses Fütterungskonzepts für eine ressourcenschonendere Tierernährung stellen W. Preißinger, S. Scherb und F. Ahrens (LfL) in einem aktuellen proteinmarkt-Fachbeitrag vor.
Mecklenburg-Vorpommern hebt Düngelandesverordnung auf
Mecklenburg-Vorpommern wird seine Düngelandesverordnung aufheben. Das hat Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus heute auf dem Boden- und Düngungstag MV in Linstow verkündet. Hintergrund: Das Bundesverwaltungsgericht hat am 24. Oktober 2025 die bayerische Düngelandesverordnung für unwirksam erklärt, weil die bundesrechtliche Ermächtigungsgrundlage den Anforderungen des Grundgesetzes nicht genügt. Damit fehle auch für die anderen Bundesländer die notwendige Rechtssicherheit. Wir können von den Betrieben nicht verlangen, dass sie unter Regeln arbeiten, die juristisch auf wackeligen Füßen stehen. Das ist kein Rückzug aus dem Gewässerschutz
, betonte Backhaus. Aber wir müssen jetzt sauber arbeiten: rechtlich belastbar, fachlich präzise und praxistauglich.
, sagte Backhaus. An den Bund formulierte er erneut die klare Forderung, Verantwortung zu übernehmen und schnell für eine rechtskonforme Lösung zu sorgen.
LfL-Projekt "FeedWel": Unversehrte Ferkelschwänze durch optimierte Fütterung
Im Rahmen des Projekts FeedWel
der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) wurden drei verschiedene Futterkonzepte erprobt und ihre Wirkung auf das Auftreten von Schwanzverletzungen und Schwanzbeißen bei unkupierten Aufzuchtferkeln, auf Wachstum, Tiergesundheit und Futterverbrauch beobachtet. Durch eine Optimierung von Futter und Fütterungsstrategie soll die erfolgreiche Haltung unkupierter Ferkel auch in konventionellen Ställen ermöglicht werden.
18 Millionen für die Förderung von Agrarinvestitionen in Niedersachsen
Niedersachsen ermöglicht für das Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP) 2026 eine frühe Antragstellung. Durch diese frühe Antragsphase können auch die Bewilligungen früher erteilt werden, sodass den Begünstigten mehr Zeit zur Umsetzung ihrer baulichen Maßnahmen bleibt. Im AFP 2026 stehen für landwirtschaftliche Betriebe in Niedersachsen, Bremen und Hamburg insgesamt rund 18 Millionen Euro zur Verfügung, die aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg sowie vom Bund und der EU stammen. Gefördert werden im Rahmen des AFP beispielsweise tierfreundliche Stallbauinvestitionen oder die Anschaffung von Maschinen oder Geräten für eine sparsame, gezielte Ausbringung von Gülle oder Pflanzenschutzmitteln. Alle Vorhaben müssen bestimmte Anforderungen im Bereich Umwelt- oder Klimaschutz erfüllen, bei Stallvorhaben zusätzlich im Bereich Tierschutz.
Podcast "Das Schwein hat die Wahl - Aktivstall mit Gabriele Mörixmann"
In einer neuen Folge des Jung & Landwirtin-Pocasts
geht es um den Aktivstall und die Frage, wie Schweinehaltung praxisnah weiterentwickelt werden kann. Im Gespräch zeigt Gabriele Mörixmann, Ideengeberin und Gründerin des Aktivstalls, wie ein System funktionieren kann, bei dem das Schwein die Wahl hat
. Spaltenboden oder Stroh? Ruhe oder Bewegung? Nähe oder Abstand?
Im Aktivstall entscheiden die Tiere selbst.
Neue Studie: Konsens und Dissens bei agrarpolitischen Zielsetzungen zwischen Landwirten und Bevölkerung
In einer Studie der Agrarforschung Schweiz (Agroscope) und der ETH Zürich, wurden sowohl Landwirt:innen als auch Nicht-Landwirte zu den Zielen der Agrarpolitik befragt. Die Ergebnisse zeigen sowohl gemeinsame als auch abweichende Ansichten. Beide Gruppen sind sich sowohl über die Legitimität der verschiedenen Ziele der Agrarpolitik als auch darüber einig, dass heimische Nahrungsmittelproduktion und landwirtschaftliches Einkommen zu den wichtigsten Zielen der Agrarpolitik gehören. Landwirt:innen legen größeren Wert auf angemessenes landwirtschaftliches Einkommen, Nicht-Landwirte auf niedrigere Lebensmittelpreise und darauf, Umweltwirkungen zu verringern. Die Meinungen unter Landwirten gehen in Bezug auf agrarökologische Ziele deutlich auseinander, insbesondere hinsichtlich der Reduzierung von Treibhausgasen.
„Typisch Fruchtbarkeit“: Neues E-Book zur Sauenhaltung von Boehringer Ingelheim
Ein neues E-Book von Boehringer Ingelheim bietet Sauenhaltern und Tiergesundheitsexperten fundiertes, praxisorientiertes Wissen zur Verbesserung der Fruchtbarkeit in der Schweinehaltung. Entstanden in Zusammenarbeit mit der GFS Ascheberg bietet das Nachschlagewerk auf fast 150 Seiten Expertenwissen aus der Praxis für die Praxis rund um die Fruchtbarkeit von Sauen. Das E-Book ist in sechs Kapitel unterteilt und informiert über die relevanten Phasen der Sauenhaltung: Grundlagen der Fruchtbarkeit, Jungsaueneingliederung, Besamungsstall, Wartebereich, Abferkelstall sowie Absetzen der Ferkel. Das E-Book steht kostenfrei auf der Website von Boehringer Ingelheim zum Download bereit.
Theorie trifft Praxis – Kupierverzicht in der Schweinehaltung
Gemeinsam mit dem Netzwerk Fokus Tierwohl, der Versuchsstation Wehnen und dem Projekt Transparency in Pig Production (TiPP) fand ein Seminar zum Thema Kupierverzicht in der Schweinehaltung
statt. Gesetzlich ist das Kupieren der Schwanzspitze von Schweinen in den meisten europäischen Ländern nur in Ausnahmefällen erlaubt – und dennoch greifen viele Betriebe auf diese Ausnahmeregelung zurück. Unter dem Motto Theorie trifft Praxis
ging es darum einen Einblick in den Kupierverzicht
zu bekommen, Erkenntnisse aus Projekten in der Versuchsstation Wehnen und eigene Erfahrungen auszutauschen, wie der Kupierverzicht erfolgreich umgesetzt und Schwanzbeißen im Stall verhindert werden kann.
Neue Online-Plattform "LeguDash"
Die neue datenbasierte Online-Plattform LeguDash, die zentrale Informationen zum Leguminosenmarkt bündelt, wurde vom Fachbereich Agrarwirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen in Soest im Rahmen des Forschungsprojekts LeguNet entwickelt und ist ab sofort auch auf BMEL-Statistik abrufbar. Die Plattform bietet einen kompakten Marktüberblick zu den vier großen Körnerleguminosen Ackerbohne, Erbse, Soja und Lupine. Auf LeguDash findet man aber auch interaktive Grafiken mit aktuellen Zahlen zu Anbauflächen, Erntemengen und Erträgen. Ziel ist es, Landwirtinnen und Landwirte, Beratende und Forschende mit fundierten Entscheidungshilfen zu unterstützen und mehr Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu schaffen.
Social-Media-Aktion für mehr Fleischgenuss: „Tschüss Veganuary. Willkommen Genuss-Februar!"
Vor dem Hintergrund der anhaltend angespannte Marktlage im Bereich Schweinefleisch und den schlechten Erzeugerpreisen haben der Deutsche Bauernverband (DBV) sowie die Landes- und Kreisbauernverbände beschlossen, deutschlandweit ein positives Zeichen zu setzen. Ziel ist es, den bewussten Genuss von Schweinefleisch mit Freude am guten Essen wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Unter dem Motto Tschüss Veganuary. Willkommen Genuss-Februar!
startet ab dem 1. Februar bis zum Aschermittwoch am 18. Februar 2026 eine gemeinsame Social-Media-Aktion, die auf regionale Spezialitäten, handwerkliche Qualität und ehrlichen Geschmack Appetit machen soll. In den digitalen Kanälen werden in diesem Zeitraum genussvolle Bilder rund um Schweinefleisch geteilt.
