BRS News Schwein
Europäischer Rechnungshof nimmt Stellung zu neuen Vorschlägen für die Landwirtschaft
In einer Stellungnahme berät der Europäische Rechnungshof das EU-Parlament und den Rat unabhängig und fachkundig zu den Vorschlägen der EU-Kommission für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) und die gemeinsame Marktorganisation (GMO). Die Prüfer bewerten die künftige Gestaltung und Umsetzung der GAP unter dem Gesichtspunkt einer soliden Haushaltsführung, der Rechenschaftspflicht und des europäischen Mehrwerts. Sie warnen davor, dass Unsicherheit und mangelnde Klarheit zu Risiken führen, und betonen, dass die EU-Mittel rückverfolgbar bleiben müssen.
R+V: betriebliche Gesundheitsvorsorge
Mit einer betrieblichen Gesundheitsvorsorge können große Firmen, aber auch kleine und mittelständische Unternehmen ihre Mitarbeiter zusätzlich absichern. Der Arbeitgeber kann hochwertige Krankenzusatzversicherungen für seine Mitarbeiter abschließen und dafür auch die Beiträge übernehmen. Die Mitarbeiter erhalten somit von ihrem Arbeitgeber kostenfrei eine bessere Gesundheitsversorgung, die den Schutz ihrer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung ergänzt. Das R+V-GesundheitsKonzept PROFIL 2.0 bietet hierfür individuelle Lösungen.
Notfallplan "Schwanzbeißen im Schweinestall"
Das Netzwerk Fokus Tierwohl hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Rind und Schwein e. V. auf Basis bestehender Praxisleitfäden, Beraterempfehlungen und Praxiserfahrungen einen Notfallplan erstellt. Dieser bietet Unterstützung bei einem Auftreten von Schwanzbeißausbrüchen. In sechs Schulungsmodulen werden die Ursachen, Ablenkungsmaßnahmen, die Behandlung gebissener Schweine sowie Frühwarnsignale, die auf ein zukünftiges Schwanzbeißgeschehen hinweisen, erläutert. Das Poster Notfallplan Schwanzbeißen
steht zum Download zur Verfügung.
DLG-Merkblatt: Erfolgreiche Betriebsübertragung gestalten
Für die optimale Planung einer Betriebsübertragung im Wege der vorweggenommenen Erbfolge ist eine umfassende Analyse der familiären, betrieblichen und rechtlichen Rahmenbedingungen entscheidend. Der Ausschuss für Agrar- und Steuerrecht der DLG hat das Merkblatt 402 Betriebsübertragung im Wege vorweggenommener Erbfolge
aktualisiert und gibt darin einen strukturierten Überblick über notwendige Vorüberlegungen und Gestaltungsmöglichkeiten. Das Merkblatt ist in Form einer Checkliste aufgebaut, die diskussionswürdige Themenbereiche, nicht aber Lösungen aufzeigt. Es richtet sich sowohl an den Landwirt als auch an seine Berater.
Statistisches Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 2025 jetzt erhältlich
Mit über 280 Tabellen stellt das neue Jahrbuch umfangreiche Daten und Zeitreihen zu allen Bereichen der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft bereit. Neu aufgelegt wurde beispielsweise die Tabelle zum durchschnittlichen Bruttoverdienst der Beschäftigten in Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei. Die Tabellen des Jahrbuchs, darunter 32 über die EU-Mitgliedstaaten, stellen die Entwicklung wichtiger Kennzahlen im Agrar-, Ernährungs- Forst- und Fischereibereich dar. Über einen QR-Code unter dem Tabellenverzeichnis im Jahrbuch gelangen Interessierte zu einer Übersicht mit weiteren Tabellen und Zeitreihen, die ausschließlich online zur Verfügung stehen. Ab sofort kann das Statistische Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 2025 unter www.bmel-statistik.de/jahrbuch heruntergeladen oder über www.bmel-statistik.de/statistisches-jahrbuch/bestellformular bestellt werden.
Tönnies mit neuer Haftpflichtversicherung für Lieferungen von Partnerbetrieben
Gemeinsam mit dem Versicherungsmakler Marsh und in enger Zusammenarbeit mit dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) hat die Firma Tönnies aus Rheda-Wiedenbrück einen Haftpflicht-Schutzschirm für alle Lieferungen von landwirtschaftlichen Partnerbetrieben abgeschlossen. Diese springt ein, wenn die Haftpflicht-Versicherung der Landwirte im Schadensfall nicht ausreicht oder erst gar nicht greift. Wer künftig seine Tiere an einen der Schlachthöfe des Familienunternehmens liefert, ist automatisch mitversichert. Die Kosten im niedrigen zweistelligen Cent-Bereich pro Schwein trägt zunächst das Unternehmen. In einem späteren Schritt ist die Einpreisung über die Vorkosten vorgesehen.
QS: Jahreszahlen der Haltungsform bestätigen Tierwohl‑Trend
Die Initiative Tierwohl GmbH hat als Trägerin der Haltungsform neue Zahlen zur Haltungsform‑Kennzeichnung vorgelegt, die die Verteilung der fünf Stufen im Jahr 2024 zeigen und den Vergleich zum Vorjahr ermöglichen. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Haltungsformstufe 2 bei Schweinefleisch auf einem sehr hohen und stabilen Niveau bleibt (75,2 % Bedientheke; 86,3 % SB-Regal). Die 2024 neu eingeführte Haltungsformstufe 5 Bio
erreicht bei Rind (14,1 %) sowie bei Milch- und Molkereiprodukten (12,8 % und 7,7 %) bereits einen beachtlichen Marktanteil. Die veröffentlichten Zahlen, die auf den Absatzmengen der Eigenmarken der teilnehmenden Lebensmitteleinzelhändler basieren, zeigen, das der Lebensmitteleinzelhandel sein Angebot in den tierwohlorientierten Haltungsstufen kontinuierlich ausbaut.
ASP: Nordrhein-Westfalen unterstützt Kreise bei der Bejagung von Schwarzwild
Vor acht Monaten wurde das erste mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierte Wildschwein in Nordrhein-Westfalen bei Kirchhundem im Kreis Olpe gefunden worden ist. Inzwischen sind rund 320 Wildschweine in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein positiv auf die ASP getestet worden. Als wichtiger Baustein zur Bekämpfung der ASP sind mittlerweile Jägerinnen und Jäger aufgerufen, in den betroffenen Gebieten verstärkt Schwarzwild zu bejagen, um die Wildschweinbestände weiter zu reduzieren. Hierzu hat Ministerin Silke Gorißen am 6. Februar in Olpe eine zusätzliche finanzielle Unterstützung aktuell betroffener Kommunen bei der Schwarzwildbejagung angekündigt. Das Land NRW beteiligt sich an Programmen der Kreise, die Jagdausübungsberechtigten einen Pauschalbeitrag pro erlegtem Wildschwein auszahlen.
Stall der Zukunft für Schweine mit Ringelschwänzen
Einen Förderbescheid über 950.000 Euro hat Ministerin Miriam Staudte jetzt an das Landwirtschaftliche Bildungszentrum (LBZ) in Echem (Landkreis Lüneburg) übergeben. Mit der Förderung sollen Haltungseinrichtungen in der Lehrwerkstatt so umgebaut werden, dass hier Schweine mit intakten Ringelschwänzen gehalten werden können. Angehenden Landwirtinnen und Landwirten wird so in der überbetrieblichen Ausbildung und im Rahmen von Weiterbildungen anschaulich dargestellt, wie auf das Kupieren der Ringelschwänze verzichtet werden kann und wie Schweine mit intakten Ringelschwänzen erfolgreich gehalten werden können. Damit kommt die Förderung perspektivisch einer großen Anzahl von Tieren zugute. Die Mittel werden über die politische Liste bereitgestellt.
Prüfung eines Fütterungskonzepts zur Reduzierung von Sojaextraktionsschrot in der Mast von Schweinen
Eine aktuelle Untersuchung der LfL zeigt, dass durch den Einsatz von Fermentationsprodukten und Phytogenen der Anteil an Sojaextraktionsschrot in der Schweinemast um 1,5 Prozentpunkte reduziert werden kann – ohne signifikante Einbußen bei Mast-, Futter- oder Schlachtleistungen.Neben einem stabilen Leistungsniveau ergeben sich je nach Sojapreis Kostenvorteile von bis zu 1,20 € pro Mastschwein. Hinweise auf das Potenzial dieses Fütterungskonzepts für eine ressourcenschonendere Tierernährung stellen W. Preißinger, S. Scherb und F. Ahrens (LfL) in einem aktuellen proteinmarkt-Fachbeitrag vor.
