BRS News Schwein

19.01.2023

Stellungnahme des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung: Zukunft der landwirtschaftlichen Tierhaltung: Den Wandel gestalten!

Die Bundesregierung hat in den letzten Monaten mehrere Gesetzesvorhaben zur Nutztier­haltung eingeleitet. Das Kompetenznetzwerk begrüßt, dass die Bundesregierung hier aktiv geworden ist. Allerdings sind die bisher vorgeschlagenen Maßnahmen in ihrer jeweiligen Ausgestaltung und im Zusammenwirken nicht in der Lage, den Umbau des gesamten Sektors zu bewerkstelligen. Wenn die Politik die Transformation des Sektors nicht langfristig und umfassend gestaltet, sondern sich vor allem auf die Weiterentwicklung von Ordnungsrecht und Kennzeichnung beschränkt, wird Tierhaltung in Länder mit geringeren Anforderungen verlagert und der inländische Konsum zunehmend durch Importe gedeckt. Wichtige Ziele der Bundesregierung würden so nicht erreicht. Die landwirtschaftlichen Betriebe benötigen eine klare Orientierung, wie Deutschland seine Nutztierhaltung entwickeln will, und dazu passen­de und verlässliche Politikmaßnahmen. Daher unterbreitet das Kompetenznetzwerk nach­folgend Vorschläge zur Verbesserung einzelner Gesetzesvorhaben und mahnt erneut eine kohärente Gesamtstrategie für den Nutztiersektor an.

 
19.01.2023

Forsa-Umfrage: Initiative Tierwohl überzeugt die Verbraucher

Forsa Umfrage ITW

Eine repräsentative Umfrage des forsa Instituts, die im Januar 2023 im Auftrag der Initiative Tierwohl (ITW) durchgeführt wurde, zeigt, dass 69 Prozent der befragten Verbraucher schon einmal von der ITW gehört oder gelesen haben und dass 92 Prozent das Konzept dahinter als gut bis sehr gut bewerten. 95 Prozent der Deutschen halten regelmäßige Kontrollen der landwirtschaftlichen Betriebe im Hinblick auf eine vertrauenswürdige Tierhaltungskennzeichnung für notwendig. Die Initiative Tierwohl weist darauf hin, dass regelmäßige Kontrollen der Betriebe vor Ort seitens der Bundesregierung im Rahmen der geplanten staatlichen Tierhaltungskennzeichnung jedoch bislang nicht vorgesehen seien.

 
18.01.2023

Tierhaltungsstandort Deutschland umbauen statt abbauen!

Positionspapier zum Umbau der Tierhaltung vom 18.01.2023 (BRS, DBV, DRV, ISN, ZDG)

Der Umbau der Tierhaltung ist gesellschaftlich, wirtschaftlich und ökologisch eine zentrale Herausforderung für die Agrar- und Ernährungswirtschaft. Mit den Vorschlägen der sogenannten Borchert-Kommission wurde 2020 ein umfassendes Gesamtkonzept zum Umbau der Tierhaltung vorgelegt, das den Landwirten eine realistische Perspektive für die anstehenden Investitionen in Tierwohl aufzeigt.

Fünf Verbände haben ein Positionspapier zum Umbau der Tierhaltung in Deutschland vorgelegt.

 
18.01.2023

Tierhaltung der Zukunft: wie kann sie aussehen?

In Deutschland wird seit Jahren über eine gesellschaftlich akzeptierte Schweinehaltung diskutiert. MIt der Anhörung von 7 Experten im Agrarausschuss des Deutschen Bundestages am 16.01.2023 setzt sich diese Diskussion auch 2023 fort. Die EuroTier im letzten Jahr war ein guter Gradmesser über die Weiterentwicklungen bewährter Verfahren, aber auch die neuen Konzepte. Dr. Meyer hat diese hier bewertet.

 
17.01.2023

Online-Seminare Nationales Wissensnetzwerk Kupierverzicht Februar/März 2023

Im Rahmen des Nationalen Wissensnetzwerk Kupierverzicht sind für Februar und März 2023 wieder Onlineseminare geplant, die sich an Schweinehalter:innen und alle interessierten Personen richten. Neben den aktuellen Erkenntnissen aus der Beratung in Deutschland werden die Erfahrungen finnischer Betriebe vorgestellt, die Expert:innen im vergangenen Jahr während einer Fachexkursion nach Finnland dokumentieren konnten. Die Online-Seminarreihe startet im Februar mit dem Themenschwerpunkt Buchtenstruktur.

 
17.01.2023

Wissenschaftler fordern Abbau der Stickstoffüberschüsse in der Landwirtschaft

Wissenschafter der Deutschen Akademie für Technikwissenschaftler (acatech) zeigen in einem Positionspapier auf, wie entlang der gesamten Wertschöpfungskette Stickstoffüberschüsse wirksam reduziert werden können. Sie empfehlen neben schärferen Grenzwerten sowie einer präziseren Düngung und einer Bepreisung von Stickstoffüberschüssen auch die Ausweitung des Ökologischen Landbaus, die nachhaltige Gestaltung des konventionellen Landbau und die Verringerung der regionalen Überkonzentration der Nutztierhaltung.

 
17.01.2023

Abschlussveranstaltung des Verbundprojekts "Feldstudie zur Impfung gegen Ebergeruch"

Am 1. März 2023 von 11.00 - 16.00 Uhr findet an der Christian Albrechts Universität zu Kiel (CAU), Emil-Lang-Hörsaal, Hermann-Rodewald-Str. 4, 24118 Kiel, die Abschlussveranstaltung des Verbundprojekts FINGER Feldstudie zur Impfung gegen Ebergeruch als Hybridveranstaltung statt. Ziel des Verbundvorhabens war die wissenschaftliche Begleitung des 100.000 Eber Projekts zur Evaluierung der Immunokastration als Alternative zur betäubungslosen Ferkelkastration.

 
17.01.2023

Einfluss von Pflanzenschutzmitteln auf das Insektensterben ist möglicherweise überbewertet

Eine österreichische Studie, die das Bundeslandwirtschaftsministerium zusammen mit den Bundesländern in Auftrag gegeben hat, um eine wissenschaftliche Einschätzung über die Entwicklung der Insektenvielfalt zu bekommen, kommt zu überraschenden Ergebnissen: im Gegensatz zur Krefelder Studie in Nordrhein-Westfalen konnte kein pauschaler Rückgang von 75 % festgestellt werden. Die Insektenbestände waren im Schnitt sogar stabil geblieben.

 
17.01.2023

Netzwerk Fokus Tierwohl veröffentlicht erste Arbeitsgruppenergebnisse zur Klauengesundheit und zu Abferkelsystemen

Im Rahmen des Projektes Netzwerk Fokus Tierwohl wurden Arbeitsgruppen gebildet, in denen Fragen diskutiert werden, mit denen sich Tierhalter in Hinblick auf die Themenbereiche Tiergesundheit, Tierwohl und Nachhaltigkeit konfrontiert sehen. Die ersten Ergebnisse dieser Zusammenarbeit in den Arbeitsgruppen Klauengesundheit und Saugferkelverluste wurden nun veröffentlicht.

 
17.01.2023

Niedersachsen fördert Beratung zur Nachhaltigkeit

Mit rund 6 Mio Euro wird die Beratung landwirtschaftlicher Betriebe in Niedersachsen in den kommenden drei Jahren im Rahmen des ländlichen Entwicklungsprogrammes KLARA gefördert. Darauf hat das niedersächsische Landwirtschaftsministerium am 11.1. hingewiesen. Der Fokus der Beratungen soll in den Bereichen Biodiversität, Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimafolgen und Tierwohl liegen. Ziel der Förderung ist dem Agrarressort zufolge, die Nachhaltigkeit landwirtschaftlicher Betriebe durch Wissenstransfer voranzutreiben. Das Vergabeverfahren wird durch das Logistik Zentrum Niedersachsen (LZN) durchgeführt. Das Landwirtschaftsministerium ruft neutrale Beratungsanbieter auf, sich an der Ausschreibung zu beteiligen. Angebote können bis 2. Februar um 10.00 Uhr über den Vergabemarktplatz des LZN abgegeben werden. Die geförderten Beratungen können bei erfolgreicher Teilnahme voraussichtlich ab Mai 2023 umgesetzt werden.