BRS News Schwein

08.02.2021

Verbändebündnis fordert Korrektur des Insektenschutz-Pakets

Ein breites Bündnis aus Landwirten, Waldbesitzern, Gartenbau, Genossenschaften, Landnutzern und Flächeneigentümern fordert die Bundesregierung auf, den Entwurf für das Insektenschutz-Paket jetzt zurückzuziehen und eine Neuausrichtung im Geist der Kooperation zwischen Land- & Forstwirtschaft und Naturschutz zu suchen. In der gemeinsamen Erklärung schlagen die Verbände vor, gemeinsam mit der Bundesregierung nach dem Vorbild der ‚Borchert-Kommission‘ einen kooperativen und tragfähigen Vorschlag für mehr Biodiversitätsleistungen der Landwirte und Landnutzer zu entwickeln.

 
08.02.2021

Kreativität bringt Tierwohl in die Ställe

Ein Sack mit Stroh, Ketten mit Holz zum Kauen – Schweinen im Stall wird Einiges geboten, um ihre Langeweile zu vertreiben. Denn die Tiere sind von Natur aus neugierig und erkunden gerne ihre Umgebung. Zudem benötigten sie ursprünglich zur Nahrungssuche viel Zeit zum Wühlen und Kauen. Dieses natürliche Verhalten wird in tiergerecht ausgestatteten Buchten nachgeahmt, schreibt der Landvolk-Pressedienst. Zudem sind Beschäftigungsmöglichkeiten in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung vorgeschrieben. Über die Vorschriften hinaus müssen die Sachen aber auch Sinn machen, sagt Thorsten Riggert. Der Vorsitzende des Bauernverbandes Nordostniedersachsen hat mit seinen Ställen am bundesweiten Ringelschwanzprojekt teilgenommen und misst der Tierbeobachtung einen großen Stellenwert bei. Dann kann man individuell entscheiden, was bei Problemen hilft, lautet sein Fazit. Die besten Erfahrungen hat er mit Seilen gemacht, auf denen die Schweine herumkauen, anstatt die Ringelschwänze der anderen Schweine zu verletzen.

 
08.02.2021

Handbuch zu Treibhausgasemissionen erschienen

Die Treibhausgase Lachgas und Methan, die zu einem großen Teil in der Landwirtschaft entstehen, spielen für den Klimawandel eine entscheidende Rolle. Laut Prognosen könnten sich die Freisetzungen, in den kommenden Jahren noch um bis zu 60 Prozent erhöhen, falls keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Daher ist es wichtig, Quellen, Prozesse, Entstehungsbedingungen und Freisetzungsmengen der Treibhausgase aus der Landwirtschaft genau zu kennen. Wissenschaftler der an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) angesiedelten DFG-Forschungsgruppe DASIM (Denitrification in Agricultural Soils: Integrated control and Modelling at various scales) haben gemeinsam mit einem internationalen Forscherteam und mit Unterstützung des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie sowohl Methoden zur Messung und Berechnung als auch Möglichkeiten der Verminderung in einem neuen Handbuch zusammengestellt.

 
05.02.2021

 Forschungsvorhaben soll die Ausbreitung von Salmonellen und Hepatitis-E-Viren begrenzen

Bakterien der Gattung Salmonella und das Hepatitis-E-Virus (HEV) können Mensch wie Tier infizieren. Sie führen beim Schwein häufig zu symptomlosen (subklinischen) Infektionen. Bei Menschen und Schweinen können sie aber auch schwere und potenziell tödliche Infektionen hervorrufen. Besonders Landwirte und Tierärzte haben aufgrund ihres häufigen und intensiven Kontakts mit Schweinen ein erhöhtes Risiko einer Salmonellen- und HEV-Infektion. Das europäische Forschungsvorhaben BIOPIGEE (Biosecurity practices for pig farming across Europe), das vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) koordiniert wird, soll nun mehr darüber herausfinden, wie das Auftreten von Salmonellen und HEV in europäischen Schweinebetrieben zu begrenzen ist. Ziel des Projekts ist es, jene Vorgehensweisen zu ermitteln, mit denen sich die Krankheitserreger am besten eindämmen lassen.

 
05.02.2021

Interaktives Forum zu Stallumbauten: BLE informiert auf der EuroTier über Förderung und Wissenstransfer

Eine Möglichkeit, individuelle Fragen rund um Stallumbauten und die Förderung im entsprechenden Bundesprogramm des BMEL zu stellen, haben Sauenhalterinnen und Sauenhalter auf der diesjährigen EuroTier digital. Außerdem stellt das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) Planungsbeispiele für Stallbaumodelle der Zukunft vor. Praxisbeispiele aus der Forschung werden per Kurzfilm erlebbar – ob zu mehr Tierwohl im Stall, einer klimafreundlicheren Tierhaltung oder mehr Nachhaltigkeit in der landwirtschaftlichen Praxis. Am Mittwoch, 10. Februar, können sich Interessierte um 16 Uhr im Spotlight Schwein über die Fördermöglichkeiten des Bundesprogramms Stallumbau informieren. Anträge auf Stallumbauten nimmt die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) noch bis zum 15. März 2021 entgegen. Die BLE wird über die Rahmenbedingungen informieren und beantwortet Fragen. 

 
05.02.2021

BMEL ruft zu Bundeswettbewerb auf: Insektenfreundliche Landwirtschaft. Stichtag: 28.02.21

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sucht Unternehmen, die sich für Insektenschutz in der Landwirtschaft engagieren und ruft zur Teilnahme am Bundeswettbewerb insektenfreundliche Landwirtschaft Land.Vielfalt.Leben. auf. Bewerbungsschluss ist der 28. Februar 2021. Die Auszeichnung erfolgt in zwei Kategorien. Pro Kategorie werden drei Gewinner gekürt und Preisgelder zwischen 2.500 und 5.000 Euro vergeben. Eine vom Bundeslandwirtschaftsministerium eingesetzte, unabhängige Jury wählt unter allen Bewerbungen die insgesamt sechs Gewinner aus.

 
05.02.2021

Gratis: SUS-Sonderheft "Gesunde Schweine"

(c)SuS: Gratis "Sonderheft Schweinegesundheit"Schweine SUS Gratis

Wir haben das SUS-Sonderheft Gesunde Schweine mit der Dezemberausgabe unserer Verbandszeitschrift Schweinezucht und Schweinemast verschickt. Aufgrund der überaus positiven Resonanz hat sich die SuS-Redaktion entschlossen, das Heft allen Interessierten gratis als PDF anzubieten.

Hier gehts zum Inhaltsverzeichnis und hier zum Download.

 
04.02.2021

Neuer Lehrgang "Digitale Kommunikation in der Veredelungswirtschaft"

Seit Jahren sind digitale Medien nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken. Bewährtes wird adaptiert, manches verschwindet wieder von der Bildfläche, Neues kommt - eine solche Entwicklung ist nicht nur in der neuen digitalen Welt zu sehen, sondern in allen Bereichen und Branchen. Das betrifft natürlich auch die Veredelungswirtschaft. Die Landwirtschaft ist aufgrund der Technisierung und Digitalisierung von starken Veränderungen ergriffen und umso mehr ist hier eine verstärkte Kommunikation mit der Gesellschaft gefragt. Deshalb veranstaltet nun der Verein Nachhaltige Tierhaltung Österreich (NTÖ), der die Bildungsangebote der Rinder, Geflügel, Schafe und Ziegen bündelt, in Kooperation mit dem LFI Österreich den Lehrgang Digitale Kommunikation in der Veredelungswirtschaft. Am 12. März findet das Online-Seminar zur Krisenkommunikation statt. Themen sind u.a.

  • Emotionen und Konflikte
  • Emotionalisierung
  • Ethische Überlegungen
  • Wie kommt die Landwirtschaft bei den Konsument/innen an?
  • Bearbeitung von Fallbeispielen
  • Argumentationstraining
  • Argumentationslinien der einzelnen Produktionssparte
 
04.02.2021

Vilofoss: neues Futterkonzept verspricht Einsparungen bei Futterkosten und Flächenbedarf für die Gülleausbringung

VILOFOSS 1

Die hohen Eiweißfutterkosten bereiten vielen Schweinehaltern Sorgen. "Mit eine angepasste Fütterung und dem Einsatz der Wirkstoffkombination NutriSpar® können die Futterkosten durch die Einsparung von bis zu 3 % Proteinträgern deutlich reduziert werden. Gleichzeitig verringert sich der Flächenbedarf durch weniger Gülleanfall, informiert das Unternehmen Vilofoss in einer Pressemeldung. Wie das geht, erfahren Sie in einem Erklärfilm auf der Internetseite des Unternehmens. Dort gibt es auch eine Betriebsreportage.

 
04.02.2021

Bioökonomie in der Tierzucht

Die Gesellschaft für Tierzuchtwissenschaft (GfT) hat eine Stellungnahme zu den Beiträge der Tierzuchtwissenschaften zur Bioökonomie veröffentlicht. Experten der GfT haben sich mit Faktoren beschäftigt, die die Bioökonomie der Tierhaltung  in Zukunft sichern können. Die große Bedeutung der Nutztiere in der Bioökonomie ist ihre Rolle als Transformatoren von Biomasse mit unterschiedlichster Qualität in hochwertige Lebensmittel und in weitere Produkte, schreibt die GfT in ihrer Stellungnahme. Die Experten nehmen hierbei Bezug auf die Nationale Forschungsstrategie Bioökonomie 2030" der Bundesregierung. So sei beispielsweise die Nutzung von Grünland, dass rund 70 % der Erdfläche ausmacht, ohne Tiere nicht möglich. Laut der Experten sei eine gelungene Tier-Bioökonomie dann möglich, wenn folgende Grundvoraussetzungen beachtet werden: Die Effizienz der Umwandlung von Biomasse in hochwertige Lebensmittel ist weiter zu steigern. Negative Folgen für die Umwelt und insbesondere für das Klima sind zu reduzieren. Die Nahrungsmittelkonkurrenz gilt es deutlich zu minimieren und im Idealfall nahezu aufzuheben. Das Tierwohl darf nicht beeinträchtigt werden. Ausgehend von diesen vier Zielvorgaben ergeben sich daraus 12 Kernpunkte und Thesen.