13.01.2017rss_feed

Neue Alternative bei Ferkelkastration hilft auch kleineren Betrieben

bbv - In weniger als 48 Monaten läuft in Deutschland die ausdrückliche Zulässigkeit der Kastration von unter acht Tage alten Ferkeln ohne Betäubung aus. Gerade für kleinere und mittlere Betriebe fehlen jedoch nach wie vor Alternativen. Ein vom Bayerischen Bauernverband gemeinsam mit zahlreichen Organisationen aus Landwirtschaft, Schlachtwirtschaft, Vermarktung und Handel in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten zeigt nun einen möglichen Ausweg. Gesetzlich ist nicht unbedingt eine Vollnarkose gefordert. Auch eine örtliche Schmerzausschaltung ist ausreichend. Dafür ist die Zulassung moderner Lokalanästhetika nötig. Unter diesen Voraussetzungen ist eine örtliche Schmerzausschaltung durch den Landwirt möglich, sagte Dr. Wolfgang Hansen, Rechtsanwalt und Experte für Veterinärrecht bei der Präsentation seines Gutachtens am Freitag in München. Damit wird neben den drei vom Bundeslandwirtschaftsministerium favorisierten, aber für süddeutsche Verhältnisse völlig unpassenden Methoden ein tierschutzkonformer, praktikabler und wirtschaftlich tragfähiger Weg der Ferkelkastration eröffnet, sagte der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl.