19.03.2018rss_feed

Kuriose Folgen der neuen DüVO: Milchviehbetriebe müssen Wirtschaftsdünger verkaufen

Grünland ist Eiweißfutter. Der Eiweißertrag von Intensiv-Grünland ist pro Hektar doppelt so hoch wie beim intensiven Maisanbau. Entsprechend hoch ist der Stickstoffbedarf und entsprechend niedrig ist der Nitratgehalt unter Grünland. Daran erinnert der Agrarstatistiker Georg Keckl in einem Kommentar auf seiner Internetseite. Aufgrund der neuen Düngeverordnung dürfen Gründlandbauern (i.d.R. Milchviehhalter) neuerdings nur noch 170 kg Stickstoff aus Gülle und Gärreste düngen, obwohl diese nie ein Problem mit Nitrat im Grundwasser hatten. Das führe lt. Keckl zur kuriosen Situation, das Milchviehhalter Mineraldünger zu- und wirtschaftseigenen Dünger verkaufen müssten. Das wirke sich negativ auf das Betriebseinkommen aus.