BUT-Gelder reichen voraussichtlich nicht aus
SuS, Ausgabe 2.2026 - Das Bundesprogramm zum Umbau der Tierhaltung (BUT) läuft Ende August 2026 aus. Ob die Antragsfrist doch noch einmal verlängert wird, ist immer wieder Diskussionsthema. Ein konkreter Entwurf hierfür liegt jedoch nicht vor und nach Einschätzung des Bundesverbands Rind und Schwein e.V. (BRS) sollte auch nicht mehr darauf spekuliert werden.
Bis Anfang März 2026 sind 393 Anträge bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) eingegangen. 338 dieser Anträge wurden positiv beschieden. Mit den derzeit noch in Bearbeitung befindlichen 38 Anträgen konnte der Rückstand aus den vergangenen Monaten weitgehend abgebaut werden. Landwirte, die die nötigen Voraussetzungen erfüllen und sich für die Förderung interessieren, müssen nun zügig den Antrag stellen. Der Bauantrag muss hierfür genehmigt vorliegen. Alle Bemühungen, die Förderrichtlinie so anzupassen, dass auch ein sich in Bearbeitung befindlicher Bauantrag ausreicht, führten nicht zum Erfolg. Zügigkeit ist auch deshalb geboten, weil von den für 2026 vorgesehenen Fördermitteln in Höhe von 210 Mio. € nur noch rund 65 Mio. € verfügbar sind. Im Durchschnitt werden die einzelnen Projekte mit bis zu 730.000 € gefördert. Demnach ist davon auszugehen, dass die Mittel ausgeschöpft sein werden, bevor der 31.08.2026 verstreicht, sofern die Zahl der Förderanträge nicht plötzlich abreißt. Auch der Ansatz der Verbände, bei der Vergabe der Fördergelder Sauenhalter zu bevorzugen, konnte nicht in der Förderrichtlinie verankert werden. Es gilt weiterhin das Windhundprinzip. Inzwischen warnen alle landwirtschaftlichen Verbände und Organisationen vor dem Wegbrechen unserer Sauenhaltung in Deutschland. Ursachen hierfür sind unter anderem die erheblichen Investitionskosten, die aufgrund des Umbaus des Deckzentrums und der Abferkelställe nun getätigt werden müssen, ohne dass die Sauenhalter einen entsprechenden Mehrerlös erwarten können. Verschiedene Experten gehen von einem Investitionsbedarf von rund 3 bis 4 Mrd. € bis 2036 aus. Die Politik muss nun handeln und ein Bundesprogramm Sauenhaltung
mit einem jährlichen Fördervolumen im niedrigen bis mittleren dreistelligen Millionenbereich auflegen.
