14.05.2020rss_feed

Community Supported Agriculture - Innovative Nischenstrategie für landwirtschaftliche Betriebe?

Community Supported Agriculture (CSA), häufig übersetzt als solidarische Landwirtschaft, ist eine innovative Form der direkten Kooperation zwischen Landwirten und Verbrauchern: Nach gemeinsam festgelegten Grundsätzen teilen sie die Kosten sowie die Produkte aber auch die Verantwortung und die Risiken, die aus der landwirtschaftlichen Produktion entstehen. Von der engen Verbindung von Produktion und Konsum werden positive Effekte auf die ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit agrarischer System erwartet. Um zu dem bislang geringen Kenntnisstand zu CSA in Deutschland beizutragen, wurde im Zeitraum von 2015 bis 2018 am Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung ein Forschungsprojektes durchgeführt, das durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert wurde. Ziel des Projektes war es, CSA als alternative Nischenstrategie für landwirtschaftliche Betriebe zu betrachten.


Insbesondere Betriebe, die im Einzugsgebiet von Universitäts- oder Großstädten angesiedelt sind, können das Interesse der urbanen Bevölkerung an der Lebensmittelproduktion nutzen und sich durch die Integration der gesellschaftlichen Ansprüche an die Landwirtschaft in die tägliche Praxis einen Nischenmarkt erschließen, der eine zahlungsbereite und -kräftige Zielgruppe anspricht. Die Umsetzung einer CSA erfordert jedoch – wie jede betriebliche Strategie – eine sachgerechte Planung des Arbeitszeitbedarfs und der benötigten Produktionsfaktoren, damit sie langfristig tragfähig ist.