BRS News

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13.06.2017

Entwicklungshilfepläne in der Kritik

Der Marshallplan war ein großes Wirtschaftswiederaufbauprogramm der USA, das nach dem Zweiten Weltkrieg dem an den Folgen des Krieges leidenden Westeuropa zugute kam. Es bestand aus amerikanischen Krediten, Rohstoffen, Lebensmitteln und Waren, was heute rd. 129 Milliarden Dollar entsprechen würde (1). Auch wenn davon heute niemand mehr etwas davon wissen will: Die Wirtschaft der Teilnehmerstaaten war Dank der Unterstützung stärker als vor dem Krieg und führte zu nie dagewesenem Wohlstand. So etwas schwebt auch Entwicklungshilfeminister Müller für Afrika vor. Dabei verkennt er allerdings, dass die politische und geschichtliche Ausgangssituation eine gänzlich andere ist. Kritiker befürchten gar, dass ein Afrikanischer Marshallplan zu Lethargie und Terror führen könnte. Was in dem Zusammenhang häufig vergessen wird: der Marshall-Plan legte den Grundstein für eine modern und produktive Landwirtschaft, damit sich Europa wieder selbst ernähren konnte. Von dem Erfolg zehren wir noch heute. Allerdings droht aktuelle die Gefahr, dass unsere unsere Extensivierungsbemühungen die Ackerflächen der Dritlländer belasten, nicht nur durch steigende Bioimporte, sondern auch die Verschwendung von Ressourcen.
 
12.06.2017

Update

Unbenannt

First Update for the DHV-Genetik Sale

 
12.06.2017

Alarmismus des Bundesumweltamtes zu Nitrat im Grundwasser?

Nitratfakten (DBV) Das Umweltbundesamt titelt in seiner Pressemitteilung am Wochenende mit: Zu viel Dünger: Trinkwasser könnte teurer werden. Dabei wird auf eine Haus eigene Studie zum Nitratgehalt im Grundwasser verwiesen. Experten erstaunt der Generalverdacht, mit dem das UBA die Tierhaltung und den Verzehr von Billigfleisch versieht. Belegen lassen sich derartige Zusammenhänge nämlich nicht und sie lassen sich auch aus den Ergebnissen der Studie nicht ableiten.
Nicht nur, dass der Fleischpreis überhaupt nichts mit guter fachlicher Praxis bei der Nutzung von Wirtschaftsdung zu tun hat; die Studie selber zeigt, dass die Nitratwerte in zwei Regionen mit hohem Viehbesatz vereinzelt über den Grenzwerten lagen. In anderen Regionen sinken die Nitratwerte, obwohl Landwirtschaft auf den Flächen stattfindet. Auch das UBA informiert in anderen Pressemeldungen richtig Im Einzeljahr 2015 stammten 56 % der Stickstoffzufuhr in den deutschen Agrarsektor aus Mineraldüngern, 21 % aus inländischem Tierfutter sowie 12 % aus Futtermittelimporten. 4 % des Stickstoffs wurden über den Luftpfad eingetragen (Deposition aus Verkehrsabgasen und Verbrennungsanlagen); 6 % sind der biologischen Stickstofffixierung von Leguminosen (zum Beispiel Klee oder Erbsen) anzurechnen, die in der Lage sind, Luftstickstoff in erheblichem Maße zu binden, und etwa 1 % der Stickstoffzufuhr stammte aus Saat- und Pflanzgut.

Was also soll dieser Alarmismus? Gerade wurde eine Düngegesetz und Düngeverordnung  neue Düngegesetzgebung verabschiedet, die den landwirtschaftlichen Strukturwandel hin zu großen Betrieben wieder einmal forcieren wird. Auch die Rolle des EEG für die Umwelt wird völlig verschwiegen. Wird hier gar Wahlkampf durch eine Bundesbehörde unzulässig mit Steuergeldern betrieben?

Wer sich intensiver mit der nicht ganz einfachen Materie beschäftigen will, kann das u.a. hier tun.
 
12.06.2017

Tierschau für Züchter und Familien

VEL - Dalum. Rinder, Schafe und Pferde werden sich am Sonntag, dem 25. Juni 2017, auf der Tierschau Emsland – Grafschaft Bentheim präsentieren. An diesem Tag kommen Landwirte und Verbraucher gleichermaßen auf ihre Kosten. Neben den Tier-Wettbewerben wird es auch ein buntes Rahmenprogramm für Groß und Klein geben.
 
09.06.2017

Agrar-O-Mat ist online: Der ‚Wahl-O-Mat‘ für Landwirte

agrarheute - Am 24. September ist Bundestagswahl. Im Vorfeld der Wahlen informieren sich Bürger gern mit dem ‚Wahl-O-Mat‘ der Bundeszentrale für politische Bildung. Das Nachrichtenportal des dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag, agrarheute.com, bietet ab jetzt den ‚Agrar-O-Mat‘, ein interaktives Wahltool speziell für Landwirte und Vertreter der Agrarbranche.  Mit dem ‚Agrar-O-Mat‘ kann der User schnell und einfach herausfinden, welche der Parteien seine agrarpolitischen Positionen am ehesten vertritt.
 
09.06.2017

Natürlich gut? Wie natürlich soll unsere Landwirtschaft sein?

DLG Logo Zum zweiten Hohenheimer Landwirtschaftsdialog laden das Junge DLG/Team Hohenheim und die Fakultät Agrarwissenschaften der Universität Hohenheim am 22. Juni 2017 ein. Die Veranstaltung steht unter dem Thema Natürlich gut? Wie natürlich soll unsere Landwirtschaft sein? und findet im Otto Rettenmaier-Audimax, Garbenstr. 30 (Bio II), 70599 Stuttgart, statt. Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
 
09.06.2017

Paradigmenwechsel in der Ausbringung von Wirtschaftsdüngern

Im Vergleich zum reinen Ausbringen von Mineraldüngern hat die Nutzung von organischen Wirtschaftsdüngern im Ackerbau zunächst den Vorteil geringerer Düngerkosten. Da Angebot und Nachfrage bekanntermaßen den Preis regeln, können im Ackerbau nötige Nährstoffe in Einzelfällen durch den (teilweisen) Wechsel von Mineral- auf organische Wirtschaftsdünger sehr günstig eingekauft werden.
Ein Problem dabei ist, dass man bei flüssigen, organischen Wirtschaftsdüngern wie Gülle oder Gärresten zwar die ausgebrachte Menge, nicht jedoch die ausgebrachten Inhaltsstoffe kennt. Diese variieren selbst innerhalb desselben Lagerbehälters oft stark und alle Bemühungen, die Behälterinhalte, zum Beispiel durch Aufrühren zu homogenisieren, sind eine echte Herausforderung.
Flächendeckende Abhilfe könnten die Nah-Infrarot-Sensoren (NIRS) schaffen, die kontinuierlich während der Betankung des Güllefasses oder während der Ausbringung die Nährstoffinhalte messen und ggf. die Ausbringmenge pro Hektar an die Inhaltsstoffe anpassen. Sobald diese Sensoren genau genug kalibriert sind und vor allem der Gesetzgeber die Werte aus dem Echtzeit-Messsystem auch für die Betriebsdokumentation anerkennt, steht Experten zufolge ein Paradigmenwechsel in der Ausbringung von Wirtschaftsdüngern an – weg von m³/ha und hin zu kg N/ha.
 
09.06.2017

Tierische Nahrung gut für die kindliche Entwicklung

Mediziner warnen in einer aktuellen Studie vor dem Verzehr pflanzlicher Milch durch Kinder. Angeblich soll es zu Wachstumsstörungen kommen. Zwei Tassen Kuhmilch enthalten 16 Gramm Eiweiß und decken damit etwa 70 Prozent des Tagesbedarfs eines dreijährigen Kindes. Zwei Tassen Mandelmilch enthielten hingegen nur vier Gramm Eiweiß. Außerdem sind die Nährstoffgehalte in Kuhmilch standardisiert. Bei den Milch-Alternativen sei das in Amerika nicht der Fall.
Eine vergleichbare Wirkung auf das Wachstum von Kindern wollen Forscher auch beim Verzehr von Eiern beobachtet haben. Dabei handelte es sich um Untersuchungen aus Ecuador. Dort bekamen 80 Kinder, sechs Monate, jeden Tag ein Ei. In Ecuador leiden viele Kinder unter Mangelernährung.
 
09.06.2017

IMV: Seminar zur Spermaanalyse

In der Tierhaltung hat sich die Künstliche Besamung weltweit u.a. aus gesundheitlichen Gründen durchgesetzt. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an den Samen, der hierfür mit Hilfe hoch moderner Analysemethoden auf verschiedenste Qualitätskriterien untersucht werden muss. Die Besamungsorganisationen, die im Bundesverband Rind und Schwein e.V. (vormals Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion e.V.) organisiert sind, haben sich hierfür auf einen Standard geeinigt, der weltweit einzigartig ist. Dabei kommen auch Analysemethoden zum Einsatz, die von IMV im Rahmen eines Workshops im französischen Stammsitz in L'Aigle am 12. /13. Juli und 22./23. November 2017 vorgestellt werden. Am ersten Tag geht es um das Management der Spermaanalyse in den Laboratorien der Besamungsorganisationen und am zweiten Tag sollen Möglichkeiten zur Optimierung der Analyse vorgestellt werden.
 
09.06.2017

Nutztierhaltung? Yes we can!

Novo123  (1/2017) Novo-Argumente - Immer mehr Menschen hegen Zweifel an unserem Recht, Tiere zu nutzen. Oft stecken dahinter antihumanistische Vorurteile, findet Alexander Horn,

Geschäftsführer Novo Argumente Verlag GmbH. Dabei gehe es den modernen Tierrechtlern nicht um verträglichere Haltungsbedingungen, sondern um das Fundamentale: Der Unterschied zwischen Mensch und Tier soll verwischt werden. ... Hinter der Zuwendung zum Tier steckt in Wahrheit keine höhere Wertschätzung für Lebewesen, sondern die Verachtung des Menschen.

Neben dem Schwerpunktkapitel Tiernutzug befasst sich die aktuelle Ausgabe Nr. 123 auch kritisch mit den NGO´s als problematische Problemlöser. Hier gelangen Sie zum Inhaltsverzeichnis und den Schwerpunkteinleitungen. Leseempfehlung für alle Querdenker.