BRS News

08.08.2018

DGfZ-Jahrestagung und DGfZ-/GfT-Gemeinschaftstagung 2018

2018 lädt die Deutsche Gesellschaft für Züchtungskunde (DGfZ) und die Gesellschaft für Tierzuchtwissenschaften (GfT) zur Vortragstagung nach Bonn ein.

Am Mittwoch und Donnerstag den 12. und 13. September 2018 wird die mit dem Institut für Tierwissenschaften der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn gemeinsam organisierte Veranstaltung stattfinden. Die DGfZ-Plenartagung wird wieder Beiträge aus Wissenschaft und Praxis präsentieren. Die Veranstaltung bietet zum einen für die forschenden Institute die hervorragende Gelegenheit, ihre aktuellen Forschungsergebnisse vorzustellen. Andererseits besteht für die Tagungsteilnehmer die Möglichkeit, sich anhand eines breiten Spektrums an Vorträgen über den neuesten Stand der Tierwissenschaften zu informieren. Beim geselligen Abend stehen dann kulinarische Köstlichkeiten und nette Gespräche im Vordergrund.

Die DGfZ-Mitgliederversammlung findet am Mittwoch, 12. September 2018 statt.

Nähere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen werden zeitnah bekannt gegeben.

 
08.08.2018

QS-Wissenschaftsfonds: 119.000 € für fünf Forschungsprojekte

Der QS-Wissenschaftsfonds fördert in diesem Jahr mit rd. 119.000 € fünf Forschungsprojekte, darunter folgende Projekte
  • Optimierung von Hygienemaßnahmen zur Bekämpfung von Listeria monocytogenes in Fleisch erzeugenden Betrieben (Hochschule Fulda)
  • Untersuchungen zur Wirksamkeit der Flächendesinfektion im Stall (Tierärztliche Hochschule Hannover)
  • Untersuchungen zur Praxistauglichkeit und zu Tierwohlaspekten von erhöhten Ebenen in der Ferkelaufzucht (Tierärztliche Hochschule Hannover).
 
08.08.2018

ASP: Vermarktung von Fleisch aus Restriktionsgebieten möglich

Der Schweinebestand aus Betrieben, die in dem Restriktionsgebiet liegen, aber nicht von der ASP betroffen sind, wird nicht gekeult, daran erinnert QS in seinem Report "Fleisch und Fleischwaren" (1/2018). Eine Verbringung dieser Schweine ist grundsätzlich weiterhin möglich, aber an definierte Auflagen gebunden. Dazu gehört beispielsweise eine gründliche virologische Untersuchung durch den Tierarzt. Werden die Tiere zur Schlachtung freigegeben, bestehen keine weiteren Einschränkungen. Das Fleisch kann wie üblich vermarktet werden.

 
07.08.2018

Stellungnahme der Direktoren am Max Planck Institut für Pflanzenzüchtungsforschung zu der jüngsten Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs bezüglich genetisch veränderter Organismen

Wir, die Direktoren des Max-Planck-Instituts für Züchtungsforschung, sind bestürzt über das jüngste Urteil des Europäischen Gerichtshofs der Europäischen Union, das gentechnisch veränderte Pflanzen und Nutzpflanzen streng reguliert. So beginnt eine Stellungnahme, die die Wissenschaftler nach dem Urteil des EuGH veröffentlicht haben.
Der Wert der neuen gentechnischen Werkzeuge sei für eine wachsende Weltbevölkerung kaum zu überschätzen. Die gravierendsten Konsequenzen dürften jedoch für die Landwirtschaft und die Welternährungssicherheit zu erwarten sein. Bis zum Jahr 2050 wird die Nachfrage nach Lebensmitteln weltweit doppelt so hoch sein wie 2005, und die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen prognostiziert, dass diese erhöhte Nachfrage nicht erreicht werden kann, wenn wir unseren derzeitigen Kurs in der Pflanzenzüchtung und Pflanzenproduktion fortsetzen. Die gentechnische Veränderung von Pflanzen bietet ein enormes Potenzial um sie produktiver und widerstandsfähiger zu machen.
 
07.08.2018

Zuchtwertschätzung August 2018

Die Ergebnisse derZuchtwertschätzung August 2018 wurden vom vit Verden veröffentlicht. Die aktuellen Toplisten der Bullen nach RZG und die Toplisten nach RZFit und RZRobot finden Sie hier oder auf der Internetseite der BRS-Verbandszeitschrift Milchrind. Hier werden die Zuchtwerte vorgestellt. Die ausführliche Kommentierung ist für die aktuelle Ausgabe der milchrind vorgesehen.

Die Kuhzuchtwerte folgen Ende dieser Woche.
 
07.08.2018

Tuberkuloseresistente Kühe dank Gentechnik

Chinesischen Wissenschaftlern soll es gelungen sein, die ersten Kühe zu erzeugen, die resistent gegen die bakterielle Infektionskrankheit Tuberkulose sind. Dafür nutzten sie Gene Editing auf Basis von CRISPR/CAS. Die Resistenz konnte erfolgreich an die Nachkommen weitervererbt werden.
Der Europäische Gerichtshof hatte erst kürzlich entschieden, dass dieses Verfahren unter das EU-Gentechnikrecht fällt. Das hatte europaweit zu sehr kritischen Stellungnahmen gegen das Urteil geführt. Zuletzt von den Direktoren der Max Planck-Institute für Pflanzenzüchtungsforschung.
 
07.08.2018

Fleischerzeugung legt bis 2017 um 15 Prozent zu

Die weltweite Fleischproduktion wird im Jahr 2027 voraussichtlich um 15 % gegenüber dem Jahr 2018 steigen. Das geht aus einer Schätzung der OECD hervor, die im Juli veröffentlicht worden ist. Ein sehr starker Produktionszuwachs in Höhe von 76 Prozent wird für die sog. Entwicklungsländern prognostiziert. Davon werden v.a. Brasilien und USA als Fleischexporteure profitieren. Deren Exporte sollen auf rund 45 % ansteigen.
Treiber dieser Entwicklung ist das Geflügelfleisch, während der Kalbfleisch- und der Rindfleischkonsum leicht sinken sowie der Schweinefleischkonsum stagnieren soll.
 
06.08.2018

Land Niedersachsen wirbt für neue Steuern zum Klimaschutz

Niedersachsen muss den Klimaschutz in der Landes-Verfassung verankern, wird Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies heute in einer Pressemeldung seines Ministeriums zitiert. Er möchte dies über ein neues Gesetz verankern. Damit sollten Klimachecks für Gesetzesvohaben, Maßnahmen und Planungen verbindlich vorgeschrieben und der Kohleausstieg weiter vorangetrieben werden können. Außerdem müssen wir über eine angemessene Bepreisung des CO2-Ausstoßes in allen Sektoren nachdenken. Die so generierten Mittel könnten in einen Klimafonds fließen, mit dem investive Maßnahmen finanziert werden, heißt es in der Meldung.

Diese Forderungen sind nicht neu - und sie werden teilweise längst umgesetzt. Jede Partei hat sich öffentlich zur Ökoeffizienz bekannt und sozio-ökonomische Folgenabschätzungen sind schon heute bei jeder Gesetzesverarbschiedung ein Muss. Auch C02-Steuern gibt es längst; sie sind u.a. als KfZ-Steuern bekannt. Daher vermuten Experten einen ganz anderen Hintergrund dieser niedersächsischen Initiative: Wie in Schleswig-Holstein auch, leidet die Windkraftbranche in Niedersachsen unter einer sinkenden Nachfrage. Arbeitssplätze stehen auf dem Spiel. Während über staatliche Hilfen für notleidende landwirtschaftliche Familien derzeit heftig gestritten wird, scheinen staatliche Hilfen für andere Branchen längst beschlossene Sache?
 
06.08.2018

Getreide vor der Fütterung analysieren

Der Rohprotein-, aber auch der Stärkegehalt der Getreidearten kann je nach Sorte, Düngung und Standort enorm schwanken. Fehleinschätzungen der Getreidequalität können zu wirtschaftlichen Einbußen führen. Nur derjenige, der weiß, was in seinem Futtergetreide steckt, kann seine Mischung auf den Punkt optimieren, erinnert die Kammer Niedersachsen in einer aktuellen Pressemeldung.
Deshalb führt nach der Ernte kein Weg daran vorbei, sein Getreide untersuchen zu lassen. Wie notwendig jährliche Analysen sind, zeigen die LUFA-Ergebnisse. Mit Blick auf die Dünge- und die Stoffstrombilanzverordnung sollte das Getreide auch auf Phosphor untersucht werden
 
06.08.2018

CO2 als Grundstoff für die Produktion von Methionin

Die Aminosäure Methionin ist eine lebenswichtige Aminosäure, die als Vorstufe der Aminosäuren Cystein und Taurin und des Antioxidans Glutathion gilt. In der Tierhaltung gilt sie als eine der limitierenden Aminosäuren; steht sie nicht in ausreichender Menge zur Verfügung, führt das zu Leistungsdepressionen.
Wissenschaftlern der Technischen Universität München ist es jetzt erstmals gelungen, in einer biotechnischen Reaktion gasförmiges CO2 als einen Grundstoff für die Produktion dieser Aminosäure zu nutzen.
Die Forschungen wurden von EVONIK finanziell unterstützt.