Regionalisierungsabkommen mit China voranbringen
SuS, Ausgabe 2.2026 - Bundeskanzler Friedrich Merz hat wichtige Vorarbeit für ein Regionalisierungsabkommen mit China geleistet. China war über viele Jahre einer der bedeutendsten Absatzmärkte für deutsches Schweinefleisch. Ein neues Abkommen könnte dazu beitragen, diesen Markt perspektivisch wieder zu erschließen und Exporte erneut zu ermöglichen. Auch Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer setzt darauf, internationale Märkte zu stärken, um die Erlössituation der Landwirte zu verbessern und der Branche mehr Stabilität zu geben – so aktuell geschehen in Südafrika, wo sich der Minister ebenfalls für die Ausarbeitung eines Regionaliserungsabkommens einsetze. Der Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) beteiligte sich an der Wirtschaftsdelegation und wirkte daran mit, Exportzertifikaten zu finalisieren.
Nachdem 2020 Fälle der Afrikanische Schweinepest in Deutschland aufgetreten waren, verhängte China ein Importverbot. In der Folge gingen die Exporte deutlich zurück. Ein Regionalisierungsabkommen würde künftig ermöglichen, dass bei einem Seuchenausbruch nur die tatsächlich betroffenen Regionen vom Export ausgeschlossen werden. Dadurch könnten in Europa wenig gefragte Teilstücke vermarktet und die Wertschöpfung am gesamten Schweineschlachtkörper somit wieder gesteigert werden. Der BRS appelliert daher an alle Beteiligten der Politik, die Verhandlungen nun zügig voranzutreiben und ein Abkommen zum Abschluss zu bringen, damit diese Exportmöglichkeiten perspektivisch wieder möglich werden.
