BRS News Rind
NRW-Milchwoche 2024 in den Ruhrgroßstädten
Vom 1. bis zum 5. Juni ist unter dem Motto Mehr Milch im Pott
die traditionelle NRW-Milchwoche in diesem Jahr in den Ruhrgroßstädten Duisburg, Essen und Mülheim/Ruhr zu Gast. Während der Aktionswoche können Verbraucher Landwirtschaft erleben und viel über Milcherzeugung, gesunde Ernährung und die Vielfalt unserer Milchprodukte erfahren. Am 1. Juni, am Internationalen Tag der Milch, wird die NRW-Milchwoche auf dem Mittelhammshof in Essen-Fischlaken um 11:00 Uhr offiziell eröffnet. Fernsehkoch Björn Freitag wird zusammen mit Julia Jacob, der 1. Bürgermeisterin von Essen, sowie mit Jutta Kuhles, der Präsidentin des Rheinischen LandFrauenverbandes und mit Markus Hedderich, dem Geschäftsführer der Biomolkerei Söbbeke, kulinarische Köstlichkeiten zubereiten. Das Programm der nachfolgenden Veranstaltungstage finden Sie im beigefügten Flyer. Dieser enthält alle Veranstaltungen und Veranstaltungsorte der Milchwoche. Aus Witterungsgründen muss die Veranstaltung Bulldogs for Kids
am 1. Juni leider ausfallen und wird im September nachgeholt.
Migros verabschiedet sich von der Nährwertampel
Der Schweizer Lebensmittelhändler Migros wird sich schrittweise vom Nutri-Score auf seinen Produkten verabschieden. Dier Nutzen stehe in keinem Verhältnis zum Nutzen, schreibt die Genfer Tribune. Bisher gebe es auch keine wissenschaftliche Belege für die Nützlichkeit der Ampel.
In Argentinien kommt gentechnisch veränderter Weizen auf die Felder
transgen - 2020 erlaubte Argentinien den Anbau von Weizen, der dank eines neu eingeführten Gens aus Sonnenblumen Trockenstress besser verträgt als herkömmliche Sorten. Später haben wichtige Abnehmerländer, etwa Australien, Nigeria und die USA, den Import von Mehl aus dem neuen HB4-Weizen zugelassen. Nach einigen Jahren Versuchsanbau hat nun der reguläre Vertrieb des Saatguts über den argentinischen Agrarhandel begonnen. Landwirte können unter vier verschiedenen HB4-Weizensorten wählen. Besondere Einschränkungen gibt es nicht.
Weidetiere: die neuen Klimahelden
Ausgewilderte Wisente in den Karpaten sind Klimahelden
, schreibt der Spiegel. Schaut man die zugehörige Studie genauer an, wird klar: Das sind Schafe und Mutterkühe auch!
Der BRS hat einmal nachgerechnet: Rund 30 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland sind Wiesen und Weiden, die zumeist aus geografischen oder naturschutzfachlichen Gründen nicht als Ackerland genutzt werden können. Grünlandflächen sind effektive Kohlenstoffspeicher und somit wichtig für den Klimaschutz. Ein Hektar Dauergrünland, das sind 10.000 Quadratmeter, speichert bis zu 200 Tonnen Kohlenstoff! In Deutschland wären das rd. 940 Mio. Tonnen. Das entspricht rd. 3,4 Milliarden Tonnen CO2.*
Bewerbungsphase für den Milchlandpreis 2024 gestartet
Der Milchlandpreis der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. (LVN) geht in die 24. Runde. Ab Ende Mai werden die Unterlagen zum Milchlandpreis 2024 über die Milchsammelwagen bzw. die Apps der Molkereien an alle Landwirte verteilt. So können interessierte Milcherzeuger direkt den Bewertungsfragebogen ausfüllen. Zusätzlich ist dies online auf der Website des Milchlandpreises möglich.
Interview zur Sicherheit von Milch(-produkten) in Deutschland
Knapp 35 Prozent erachten in Deutschland gekaufte Lebensmittel als mittelmäßig sicher und gute 15 Prozent bewerten diese als (gar) nicht sicher. Das geht aus dem aktuellen Verbrauchermonitor 2023 hervor, einer regelmäßigen repräsentativen Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Auch beim Konsum von Milch und Milchprodukten spiegelt sich eine gewisse Unsicherheit bei der deutschen Bevölkerung wider. Der Geschäftsführer der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. (LVN), Dr. Jan-Hendrik Paduch, der zuvor als Professor für Lebensmittelsicherheit und Lebensmittelqualität an der Staatlichen Studienakademie Plauen lehrte, gibt eine Einschätzung zur aktuellen Situation in Deutschland.
Weidemilch in Gefahr: Kritik an Plänen des Lebensmittelhandels
Die Pläne des Einzelhandels, Weidemilch künftig der Haltungsform-Stufe 3 im neuen 5-stufigen Haltungsform-Kennzeichnungssystem zuzuordnen, lehnen Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte sowie weitere Partnerinnen und Partner eines breiten Bündnisses ab und haben sich daher mit einem Brief an Haltungsform.de gewendet. Zu den Unterzeichnenden gehören das Grünlandzentrum, die Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft e. V. (AbL), der Bund deutscher Milchviehhalter e. V. (BdM), Greenpeace, das Landvolk Niedersachsen, Land schafft Verbindung, der NABU, Provieh e. V. sowie Vision 360 Agrar.
Landvolk fordert von EU-Politik vernünftige Verordnungen
Wie der Landvolk-Pressedienst berichtet, weist das Landvolk Niedersachsen im Hinblick auf das geplante große Tierwohl-Paket und die anstehende Umsetzung der EU-Verordnung zu entwaldungsfreien Lieferketten aktuell in den Sozialen Medien mit einer Aktion zur EU-Wahl auf die Auswirkungen hin. Unsere Landvolk-Kreisverbände werden zudem ihre EU-Kandidaten in Anschreiben hierzu informieren und sensibilisieren
, erklärt Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers. Bei allem Verständnis bezüglich Tierwohl und -schutz müssen Umsetzung und Wirtschaftlichkeit für die bäuerlichen Betriebe gewährt bleiben, führt Ehlers weiter aus.
Wurzel als Schlüssel zu dürretoleranterem Mais
Mais kommt mit sehr unterschiedlichen Standortbedingungen zurecht. Eine internationale Studie unter Federführung der Universität Bonn zeigt nun, welche wichtige Bedeutung dabei sein Wurzelsystem spielt. Die Forscherinnen und Forscher haben mehr als 9.000 Sorten analysiert. Dabei zeigte sich, dass sich die Wurzeln stark unterscheiden - je nachdem, wie trocken der Standort ist, für den die jeweilige Sorte gezüchtet wurde. Sie konnten zudem ein Gen identifizieren, dass bei dieser Anpassung eine Rolle spielt. Möglicherweise ist es ein Schlüssel für die Entwicklung von Sorten, die mit dem Klimawandel besser zurechtkommen. Die Ergebnisse sind nun in der renommierten Zeitschrift Nature Genetics erschienen.
Digitale Sonder-Agrarministerkonferenz im Zeichen des Bürokratieabbaus auf EU- und Bundesebene
Die digitale Sonder-Agrarminister:innenkonferenz (AMK) am 22. Mai 2024 unter dem Vorsitz Thüringens befasste sich u.a. mit der nationalen Umsetzung der durch die EU beschlossenen Änderungen im Basisrecht der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sowie den Fortschritten beim in der Frühjahrs-AMK in Erfurt beschlossenen Bürokratieabbau. Thüringens Landwirtschaftsministerin und AMK-Vorsitzende Susanna Karawanskij betonte: Wir setzen den eingeschlagenen Weg der Frühjahrs-AMK zum Bürokratieabbau in der Landwirtschaft konsequent fort. Dazu gehören auch die beschlossenen Änderungen des EU-GAP-Basisrechts, die wichtige Entlastungen und Vereinfachungen für den Berufsstand und die Verwaltungen mit sich bringen und in nationales Recht umgesetzt werden. Die bislang vorgegebene Stilllegungspflicht von Agrarflächen wird abgeschafft und so Planungssicherheit für Agrarbetriebe hergestellt. So sollen die GLÖZ-Standards gelockert werden und Länder die Möglichkeit erhalten, vorübergehende Ausnahmen aufgrund von Witterungsbedingungen zuzulassen. Beim Bürokratieabbau auf nationaler Ebene wurden weitere konkrete Schritte besprochen. Im Pflanzenschutzrecht sollen Ausnahmeregelungen vereinfacht und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden. Bei Genehmigungsprozessen von Stallbauvorhaben wird die Regelungsdichte abgebaut, um insbesondere für kleinere und mittlere Betriebe ein vereinfachten Verfahren einzuführen. Bei Biogasanlagen wird ein Verzicht auf Nachhaltigkeitsnachweise angestrebt. Um beim Bürokratieabbau weiter schnell voranzukommen, haben die Länder den Bund aufgefordert, eine übergeordnete Bund-Länder-Arbeitsgruppe einzurichten und den eingeschlagenen Weg weiter stringent weiter zu verfolgen.
